AOK Nordost Allergie Allergiker

Dr. Werner Wyrwich, Mediziner und Geschäftsbereichsleiter Versorgungsmanagement - Programme und Verträge bei der AOK Nordost zu Allergien!

AOK Nordost: Konkrete Hilfe und Prävention für Allergiker!

Die AOK Nordost nutzt die Ergebnisse des Reports also zur strategischen Ausrichtung?

Wie bereits ausgeführt, setzt sich die Gesundheitskasse grundsätzlich mit zentralen gesundheitlichen Themen auseinander, die die Gesellschaft bewegen. Dabei legen wir den Fokus nicht nur auf die sogenannten Volkskrankheiten, sondern eben auch auf spezifische Krankheitsbilder, wo es oftmals noch Defizite in der Versorgung gibt.

Gemeinsam mit Partnern aus dem ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Bereich schauen wir, wie mit speziellen Vorsorge- und Versorgungsprogrammen zielgerichtet und bedarfsgerecht die Versorgung unserer Versicherten verbessert werden kann. Dazu zählt eben auch das neue Beratungs- und Betreuungsmodul für Kinder und Jugendliche mit allergischer Rhinitis.

Diese Programme werden natürlich zu gegebenem Zeitpunkt evaluiert, um ihren tatsächlichen Nutzen nachzuweisen. Mit unseren innovativen Versorgungsansätzen konnten wir nachweislich schon auf vielen Gebieten bzw. bei vielen Krankheitsbildern die Versorgung für unsere Versicherten optimieren und dadurch ihre Lebensqualität erhöhen.

 

Welche Leistungen erbringt die AOK Nordost generell für Allergiker?

Gerade bei Allergien ist es sehr wichtig zu wissen, wie man damit umgeht und vor allem auch, was die Auslöser sind und wie man sie vermeiden kann. Die Gesundheitskasse steht hier Eltern beratend zur Seite. Beispielsweise informiert sie unter https://nordost.aok.de/inhalt/allergien-bei-babys/ darüber, wie die Eltern das Allergierisiko bei ihren Kindern senken können. Und wer dort noch nicht die entscheidenden Antworten auf seine Fragen gefunden hat, kann sich im Ratgeberforum Eltern und Kind noch einmal direkt an die Experten wenden: https://nordost.aok.de/inhalt/forum-eltern-und-kind-gesund-leben-mit-kindern/

Darüber hinaus übernimmt die AOK Nordost die Kosten für spezielle Allergiebettwäsche, sofern diese ärztlich verordnet wurde und bezuschusst zwei Mal im Jahr die Anschaffung eines Neurodermitis-Overalls. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zahlen auch bei dem Overall nichts dazu.

In einer Pressemitteilung erklärte der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost Frank Michalak  „in unserer Gesellschaft fehlt teilweise leider immer noch ein ausreichendes Bewusstsein und die nötige Rücksichtnahme auf Allergiker“ und dass einige unserer Nachbarländer hier bereits weiter seien. Welche Maßnahmen wünschen Sie sich kurzfristig, mittelfristig und langfristig von der Politik?

In europäischen Nachbarländern wie beispielsweise Schweden, gibt es etwa spezielle Regelungen, die Luftfilter vorschreiben und Duftstoffe in Schulen und Krankenhäusern untersagen. Solche Regelungen würden sicherlich auch hierzulande einen Sinn machen. Zum einen würden sie die Belastung für Allergiker im Alltag deutlich senken, und zum anderen würden sie das Thema an sich stärker ins Bewusstsein der Allgemeinheit rücken.

Auch beim Aus- bzw. Neubau von Schulen sollten alle nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, dass dort auch Kinder mit Allergien unbeschwert ihrem Schulalltag nachgehen können.  

Herr Dr. Wyrwich, herzlichen Dank für dieses Interview!

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