AOK Nordost Allergie Allergiker

Dr. Werner Wyrwich, Mediziner und Geschäftsbereichsleiter Versorgungsmanagement - Programme und Verträge bei der AOK Nordost zu Allergien!

AOK Nordost: Konkrete Hilfe und Prävention für Allergiker!

Auf den großen allergologischen Kongressen hört man oft die Klage, dass Allergien bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nicht ausreichend im Fokus stehen. Die AOK Nordost scheint einen anderen Weg zu gehen, denn sie hat sich in ihrem ersten Kinderreport für die Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auch dem Thema Allergien bei Schulkindern gewidmet. Ein Ergebnis des Reports war, dass rund 23 Prozent der Schulkinder im Nordosten Allergiker sind, dass die Allergiehäufigkeit insbesondere außerhalb der Ballungsräume zunimmt und dass der Anteil von Schulkindern mit Allergien seit 2006 steigt. MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Werner Wyrwich, Mediziner und Geschäftsbereichsleiter Versorgungsmanagement - Programme und Verträge bei der AOK Nordost über die Konsequenzen des Kinderreports und das Konzept der AOK-Versorgungsprogramme speziell bei Allergien.  

Herr Dr. Wyrwich, was war der Grund dafür, dass die AOK Nordost in ihrem ersten Kinderreport für die Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auch das Thema Allergien bei Schulkindern im Fokus hatte, bzw. was hält andere GKV ab?

Ich kann hier selbstverständlich nicht für andere Krankenkassen sprechen. Aber für die AOK Nordost kann ich sagen, dass wir uns mit allen wichtigen Themen, die mit der Gesundheit unserer Versicherten zu tun haben, auseinandersetzen. Und Allergien gehören zweifelsohne dazu, wie jetzt auch die Auswertungen unseres  Gesundheitswissenschaftlichen Institutes (GeWINO) bestätigt haben.

Ziel solcher Analysen ist es zum einen, zielgenau und bedarfsgerecht Lösungsansätze für bestimmte Problemstellungen entwickeln zu können. Zum anderen dienen sie als Basis für die sinnvolle Weiterentwicklung bereits bestehender AOK-Versorgungsprogramme.

Dabei liegt uns vor allem auch die Gesundheit unserer jüngsten Versicherten am Herzen. Denn hier können wir sehr früh mit speziellen Vorsorge- und Versorgungsprogrammen ansetzen und dafür sorgen, dass beispielsweise bestimmte Folgekrankheiten im Erwachsenenalter verhindert werden können.

 

Wie sehen diese speziellen Vorsorge- und Versorgungsprogramme im Bereich Allergien aus?

Wir haben im Rahmen unseres erfolgreichen Gesundheitsprogrammes AOK-Junior ein spezielles Beratungs-und Betreuungsmodul für Kinder und Jugendliche mit allergischer Rhinitis entwickelt. Wenn bei dieser Form der Allergie nicht schnell genug vorgebeugt wird, kann daraus ganz schnell ein ausgewachsenes Asthma werden. Die wirksamste Methode der Vorbeugung ist die Hyposensibilisierung. Aber diese Therapie erstreckt sich mindestens über drei Jahre. Gerade bei Kindern und Jugendlichen fällt es schwer, das diszipliniert durchzuhalten.

Bei dem neuen Modul berät der Arzt deshalb nicht nur Eltern und Kinder ausführlich zu dem Krankheitsbild, zur Ernährung bei Allergien sowie zu Risiken und Chancen der Hyposensibilisierung, sondern er erinnert auch immer an den jeweils anstehenden nächsten Termin. Wir erhoffen uns davon unter anderem einen Rückgang der vorzeitigen Therapieabbrüche.  

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