Deutsche AllergieLiga

Prof. Ludger Klimek, Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden und Präsident des AeDA zur Deutschen AllergieLiga!

Deutsche AllergieLiga: Für eine bessere Versorgung allergischer Patienten!

Patienten mit Allergien können sich freuen. Mit der Deutschen AllergieLiga gibt es eine neue gemeinnützige Organisation, die sich dem Wohl der Allergiepatienten verschrieben hat. Dabei liegt der Fokus vor allem auf der Aufklärung über Allergien, wie einer der Initiatoren, Prof. Ludger Klimek, Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden und Präsident des AeDA berichtete. Mit MeinAllergiePortal sprach er darüber, wie sich die Deutsche AllergieLiga für eine bessere Versorgung allergischer Patienten einsetzen will.

Herr Prof. Klimek, gerade wurde die Deutsche AllergieLiga gegründet. Welche Beweggründe hatten die Gründungsmitglieder und wer ist daran beteiligt?

Mit der Deutschen AllergieLiga verbindet sich die Idee, die Kräfte, die sich in der Allergologie engagieren, d.h. vor allem die Allergologischen Gesellschaften  Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA) und Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) zusammenzuführen. Wir wollten die Kräfte bündeln um Projekte, die für die einzelne Gesellschaft alleine nicht durchführbar sind, gemeinsam umzusetzen.

 

Welche Projekte sollen in der Deutschen AllergieLiga umgesetzt werden?

In den nächsten Jahren werden wir zunächst sehr intensiv Schulungsmaßnahmen für all jene anbieten, die Patienten mit Allergien versorgen. Uns geht es darum, Allgemeinmediziner, Apotheker und Ernährungsfachkräfte für die Allergologie zu begeistern. Ganz besonders wichtig sind uns z.B. das frühzeitige Erkennen und die nachhaltige Behandlung von Allergien, z.B. durch die Immuntherapie.     

Ein weiterer Aspekt, den wir mit der Deutschen AllergieLiga in den Fokus rücken wollen, ist die Aufklärung über nachweislich wirksame Therapien, aber auch über Behandlungen, deren Wirksamkeit nicht belegt ist. Leider werden in der Allergologie eine ganze Reihe nicht belegter Verfahren eingesetzt, die zum Teil schon fast esoterischen Charakter haben. Sowohl im Bereich Diagnose, ich denke hier an die IgG-Tests, als auch im Bereich Therapie, z.B. durch die sogenannten Bioresonanz-Therapien, kommen leider immer noch Verfahren  zum Einsatz, für deren Wirksamkeit es keinerlei Beleg gibt. Das Hauptproblem sehen wir in der mangelnden Information und das wollen wir gerne ändern.

Unser Wunsch ist es, zu erreichen, dass auch diejenigen Ärzte, Apotheker und andere im Gesundheitsbereich tätigen, die sich nicht so intensiv mit allergologischen Themen beschäftigen, einen guten Überblick über die aktuell wirksamen, anerkannten und zur Verfügung stehenden Verfahren bekommen. Dazu gehört z.B. auch das Wissen, dass viele Kosten für diese Verfahren von einem Großteil der gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Das heißt, Sie wollen mit der Deutschen AllergieLiga allergologische Fachkenntnisse auf eine breitere Basis stellen?

Die Zahl der Patienten mit Allergien ist enorm groß. Nicht alle diese Patienten haben die Möglichkeit, einen erfahrenen Allergologen aufzusuchen. Oft sind es Allgemeinärzte, der Apotheker oder Ernährungstherapeuten, die die Versorgung der Patienten über lange Jahre begleiten. Wir würden diese Kollegen gerne dabei unterstützen, eine gute Versorgung der Allergiepatienten sicherzustellen. Dazu gehören auch Informationen zu aktuellen Therapieoptionen.

Aber auch die Patienten sollen wissen, welche Optionen sie haben. Eine gute, professionelle Versorgung der Allergiepatienten ist ein zentrales Anliegen der Deutschen AllergieLiga. Es wird deshalb auch viele Veranstaltungen für Patienten geben.

Wann wird die Deutsche AlllergieLiga an den Start gehen?

Es wird eine Webseite geben, die voraussichtlich ab 01.03.2017 online gehen wird. Hier werden die Veranstaltungen angekündigt, denn der Fokus der Deutschen AllergieLiga liegt auf dem persönlichen Kontakt mit Patienten, Ärzten, Apothekern und Ernährungsfachkräften.  

Herr Prof. Klimek, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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