Allergie und Unverträglichkeit beim Kind

 

Was ist der Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit beim Kind?

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können unterschiedliche Ursachen haben und auch auf unterschiedlichen Prozessen im Körper beruhen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist der Überbegriff für alle reproduzierbaren, unerwünschten und unerwarteten Reaktionen, die nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftreten. Dabei unterscheidet man zwischen allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Es ist sehr wichtig zwischen diesen beiden Begrifflichkeiten zu differenzieren, da Diagnose und Therapie sich unterscheiden.

Wiki Nahrungsmittelallergien (Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten)

Allergisch bedingt Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Nahrungsmittelallergie – was ist das?

Zu den allergisch bedingten Nahrungsmittelunverträglichkeiten zählen solche, bei denen das Immunsystem beteiligt ist. Hierzu zählen die Allergien auf Grundnahrungsmittel wie Weizen, Kuhmilch, Hühnerei, aber auch auf Soja, Erdnüsse, Haselnüsse und Fisch. Die Mehrzahl der Nahrungsmittelallergien wird durch Immunglobuline E Antikörper verursacht. Immunglobuline E (IgE) sind Antikörper, die sich spezifisch gegen ein bestimmtes Allergen richten. Bei Allergikern kommt es nach Kontakt mit Allergenen zu einer gesteigerten Produktion im Sinne einer Überreaktion des Immunsystems. Die Reaktion zeigt sich meist unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergen, manchmal auch bis zu zwei Stunden danach.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelallergien (Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten) 

Nahrungsmittelunverträglichkeit – was ist das und wo liegt der Unterschied zu Nahrungsmittelallergien?

Anders als bei Nahrungsmittelallergien, spielt das Immunsystem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, keine Rolle. So ist bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, kein Anstiegt von Antikörpern nachzuweisen. Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann erklärt:

„Nahrungsmittelunverträglichkeiten heißt letztlich einfach nur, dass man bestimmte Nahrungsmittel nicht oder schlecht verträgt. Das kann vielfältige Ursachen haben und muss nicht immer allergisch bedingt sein. So gibt es nicht-allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie zum Beispiel die Laktose- und die Fructoseintoleranz. Bei beiden handelt es sich um sogenannte Malabsorptionen, d.h. um eine Enzymschwäche, die zu einem Verdauungsproblem führt. Der Körper ist hier nicht in der Lage, bestimmte Zucker aufzuspalten und diese nicht abgebauten Doppelzucker verursachen dann Symptome wie Durchfälle, Blähungen und Übelkeit. Das hat aber nichts mit der durch Protein verursachten Kuhmilchallergie zu tun, bei der schon ganz geringe Mengen zu schweren allergischen Reaktionen führen können.

Eine besondere und nicht unumstrittene Form der Unverträglichkeit ist die sogenannte Histaminunverträglichkeit. Es gibt Nahrungsmittel, die vermehrt Histamin freisetzen, z.B. Weichkäse, Rotwein, bestimmte Obstsorten und alles, was lange gereift ist. Manche Menschen können dieses Histamin nicht ausreichend abbauen und reagieren darauf mit Übelkeit, Blutdruckabfall oder einem sogenannten Flush, d.h. einer Hautrötung bzw. einem Wärmegefühl. Dann gibt es natürlich auch nicht immunologisch oder allergisch bedingte Unverträglichkeitsreaktionen, die z.B. auf verdorbenen Nahrungsmitteln beruhen, z.B. als Reaktion auf die Toxine in verdorbenem Fisch.“

Allergie & Unverträglichkeit bei Kindern: Unterschiede, Symptome, Therapien 

Wie häufig kommen Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Bevölkerung vor?

Die nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind wesentlich häufiger als die Nahrungsmittelallergien. Die Häufigkeit von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird auf 15 Prozent bis 30 Prozent der Bevölkerung geschätzt.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Nicht allergische) 

Allergie oder Sensibilisierung – was ist der Unterschied?

Lässt man sein Kind auf Allergien testen, kann es vorkommen, dass Sensibilisierungen gegen bestimmte Stoffe beziehungsweise Allergene gefunden werden. Was das bedeutet, und was der Unterschied zwischen einer Sensibilisierung und einer Allergie ist, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Was ist der Unterschied zwischen Sensibilisierung und Allergie?; Dr. Yvonne Braun

Kuhmilch Allergie bei Säuglingen und Kindern – was muss man wissen?

Im Säuglingsalter gehört die Kuhmilch zu den ersten Lebensmitteln, die eine Allergie auslösen. Das liegt daran, dass Milch das erste Lebensmittel ist, mit dem ein Mensch konfrontiert wird, zum einen durch die Muttermilch und zum anderen durch die Säuglingsmilchersatznahrung, die auf Kuhmilch basiert. Eine Allergie auf Kuhmilch lässt sich durch Antigene im Blut nachweisen.

Bei einem Säugling oder Kind mit Kuhmilch Allergie ist es sehr wichtig, die Zutatenlisten der industriell gefertigten Lebensmittel auf verstecktes Milcheiweiß zu überprüfen, da bereits kleinste Mengen des Allergens ausreichen, um schwere allergische Reaktionen auszulösen.

Allergie-Wiki: Kuhmilch Allergie 

Allergien und Unverträglichkeiten bei Kindern – was sind die Ursachen?

Zur Frage, wie und warum es bei manchen Kindern zu Allergien oder Unverträglichkeiten kommt, gibt es eine Reihe von Hypothesen und Erkenntnissen.

Allergien bei Kindern – was sind die Ursachen?

Warum Allergien auf bestimmte Allergene auftreten, ist nicht bekannt. Es gibt aber eine Reihe von Faktoren, welche das Risiko einer Allergie steigern können. Neben diversen Umweltfaktoren, spielt besonders die familiäre Allergiebelastung eine Rolle. Gunda Nowak berichtet:

„Grundsätzlich gibt es für Kinder genetische Risiken, Allergien zu entwickeln. Kinder, die aus Allergikerfamilien stammen, tragen ein höheres Risiko. Wenn Familienmitglieder ersten Grades, d.h. Eltern oder Geschwister, von allergischen Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien oder Heuschnupfen betroffen sind, steigt das Allergierisiko für das Kind proportional zur Anzahl der betroffenen Familienmitglieder. Das bedeutet: Ist ein Elternteil betroffen, steigt das Risiko auf 20 bis 40 Prozent, sind es beide Elternteile auf 40 bis 60 Prozent. Sehr stark erhöht ist das Allergierisiko mit 60 bis 80 Prozent, wenn beide Elternteile an der gleichen Allergie leiden.“

Allergieprävention bei Kindern im ersten Lebensjahr: Was kann man tun?

Welche Faktoren fördern das Allergierisiko bei Kindern?

Rauchen in der Schwangerschaft, erhöht das Allergierisiko des noch ungeborenen Kindes. Weitere Faktoren, die das Risiko einer Allergieentstehung erhöhen, sind unter anderem der Geburtsvorgang, sowie ein ungünstiges Raumklima. Welche weiteren Faktoren das Allergierisiko bei Kindern erhöhen können, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Allergieprävention: Welche Maßnahmen können die Entstehung von Allergien fördern?; Dr. Yvonne Braun

Allergien und Übergewicht bei Kindern – besteht ein Zusammenhang?

Themen wie Ernährung, Sport und Übergewicht werden in unserer Gesellschaft immer wichtiger, da sich Übergewicht mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt hat. Dies gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, die die Ernährungsgewohnheiten der Eltern übernehmen. Übergewicht kann für betroffene Kinder weitreichende gesundheitliche Folgen haben. So leiden übergewichtige Kinder häufiger an Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck, aber auch an allergischen Erkrankungen. Dr. med. Matthias Riedl sieht die Ursache für weitreichende Gesundheitliche Probleme in der Ernährung von Kindern:

„Wie gesagt, die Ernährungsprägung durch die Eltern beginnt bereits mit der Zeugung. Was die Mutter in der Schwangerschaft isst und ob und wie häufig sie sich körperlich bewegt, beeinflusst das Kind. Nach der Geburt werden viele Kinder ausschließlich mit Fertiggläschen, Fertigbrei und Kindersaftgetränken gefüttert, die oft viel zu viel Zucker und damit zu viele Kalorien enthalten. Später orientiert sich das Kind dann ebenfalls am Essverhalten und Aktivitätsverhalten seines Umfeldes. Ernährt sich die Familie von Fertigprodukten und „Junk Food“ und sitzen alle lieber auf dem Sofa, als Sport zu treiben, wird das Kind diese Verhaltensweisen übernehmen. Man kann nicht erwarten, dass Kinder, die nie frisches Obst und Gemüse zu essen bekamen, plötzlich mediterrane Kost bevorzugen und Sport treiben. Aber selbst die Tatsache, dass das Kind übergewichtig ist, fällt vielen Eltern nicht auf – oft sind sie es ja selbst. Aufmerksam wird man häufig erst dann, wenn es beim Kind durch das Übergewicht zu Erkrankungen kommt.“

Lebenslang übergewichtig? Die ersten 1000 Tage entscheiden!

Unverträglichkeiten bei Kindern, was ist die Ursache und was ist der Unterschied?

Zu Ursachen und Unterscheiden von allergischen und nicht Allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten beim Kind stellt Dr. Katja Nemat fest:

„Es ist in der Tat sehr wichtig, zunächst die Begriffe zu definieren, denn allergisch bedingte und nicht allergisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden häufig verwechselt.

Der Begriff „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ ist eigentlich ein Überbergriff, der alle möglichen körperlichen Reaktionen auf Nahrungsmittel bezeichnet. Auch Abneigungen oder toxische Reaktionen, das heißt Lebensmittelvergiftungen, werden unter „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ subsumiert. Diese sind allerdings, im Unterschied zu den anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, nicht an eine individuelle körperliche Prädisposition gebunden – eine Lebensmittelvergiftung kann jeden treffen.

Alle anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten bezeichnet man als „nicht toxische Nahrungsmittelunverträglichkeiten“. Davon abzugrenzen sind psychosomatische, das heißt psychisch bedingte, Reaktionen. Bei Kindern kommt es häufig vor, dass sie bestimmte Nahrungsmittel so stark ablehnen, dass sich auch körperliche Reaktionen zeigen. Hier liegt dann allerdings keine organische Ursache vor.

Bei den Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die weder toxisch noch psychisch bedingt sind, unterscheidet man zwei Formen. Zum einen gibt es die Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die über das Immunsystem vermittelt sind und bei denen man die immunologischen Mechanismen nachweisen kann, kennt oder zumindest stark vermutet, die Nahrungsmittelallergien. Zum anderen gibt es die nicht immunologisch vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, bei denen es sich eigentlich um Intoleranzen handelt. Der Begriff Nahrungsmittelintoleranzen wird jedoch häufig synonym zum Begriff Nahrungsmittelunverträglichkeiten verwendet, was immer wieder zu Missverständnissen führt.

Es gibt jedoch auch nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien.“

NMA beim Kind: Wann allergisch, wann nicht?

Wie sehen die Symptome bei Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten aus?

Die Symptome von Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten können sich zum Teil ähneln. Es gibt aber auch maßgebliche Unterschiede.

Wie sehen die Symptome bei Nahrungsmittelallergien aus?

Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel, sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Kindern, sind sehr vielfältig und können jedes Organ betreffen. Bei pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien ist das sogenannte Orale Allergiesyndrom sehr häufig. Die Betroffenen klagen nach dem Genuss von bestimmten Gemüse- und Obstsorten über ein pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen, Lippenschwellung oder Bläschen auf der Zunge oder den Lippen. Die Beschwerden zeigen sich dann meist während der Pollensaison, können aber auch ganzjährig auftreten.

Nicht selten kann es bei Nahrungsmittelallergien auch zu systemischen Reaktionen kommen, die sich auf den ganzen Körper ausbreiten, wie Blutdruckabfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Außerdem sind Hautreaktionen wie die Urtikaria(Nesselsucht), eine allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) oder allergisches Asthma möglich. Selten ist ein anaphylaktischer Schock. Er führt zum Kreislaufzusammenbruch und muss sofort notärztlich behandelt werden. Daher ist es sehr wichtig, dass Eltern von allergischen Kindern einen anaphylaktischen Schock erkennen können um Gegenmaßnahmen sofort ergreifen zu können.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelallergien (Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten)

Wie zeigen sich die Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Welche Symptome bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bei Kindern auftreten und wie stark sie sind, hängt davon ab, wie viel des unverträglichen Nahrungsmittels gegessen wurde. Außerdem sind die Geschwindigkeit der Magenentleerung und die Darmbewegung von Bedeutung.

Zu den häufigen Symptomen zählen u.a. Durchfälle, Blähungen bzw. ein aufgeblähter Bauch und kolikartige Bauchschmerzen. Bei einigen Betroffenen macht sich die Unverträglichkeit auch durch Völlegefühl und Aufstoßen bemerkbar.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Nicht allergische)

Laktoseintoleranz bei Kindern – auf welche Symptome muss man achten?

Bei einer Laktoseintoleranz, handelt es sich nicht um eine Nahrungsmittelallergie, sondern um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Laktoseintoleranz ist die zweithäufigste Ursache für wiederkehrende Bauchschmerzen bei Kindern über 10 Jahren. Zu den typischen Symptomen sagt Dr. Annette Brunert:

„Bei der Laktoseintoleranz kommt es aufgrund des Mangels am Enzym Laktase dazu, dass die Laktose unverdaut, d.h. ungespalten, in tiefere Dünndarmabschnitte und schließlich in den Dickdarm gelangt. Im Dickdarm kommt es dann zur Vergärung und es entstehen Gase, die die typischen Symptome hervorrufen. Bei Kindern kann es dadurch zu Bauchschmerzen kommen, aber auch Blähungen, Durchfälle und Übelkeit können auftreten. In der Folge kann es zu Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Mattigkeit und Gewichtsverlust kommen.

Kleinere Kinder, unter acht bis zehn Jahren, können ihre Beschwerden oft nicht genau lokalisieren. Sie wissen nicht genau, an welcher Stelle ihnen der Bauch weh tut. Oft geben sie dann den Nabelbereich als Zentrum der Beschwerden an, und es wird schwierig, die Beschwerden einzuschätzen.“

Laktoseintoleranz beim Kind: Wie sehen die Symptome aus?

Fruktosemalabsorption bei Kindern – wie kann es dazu kommen?

Für Erwachsene und Kinder gilt gleichermaßen, durch ein „zu viel“ an Fruchtzucker kann es zu einer Fruchtzuckerunverträglichkeit kommen.

Anne Kamp erklärt das so:

„Viele Menschen nehmen viel zu viel Fruktose zu sich! Das liegt zum einen an, im Vergleich zu früher, anderen Ernährungsgewohnheiten und zum anderen daran, dass die Lebensmitteindustrie im Vergleich zu früher deutlich mehr Fruktose einsetzt.

Bei vielen Menschen enthält der Speiseplan zu viel Obst, zu viel Saft, zu viel Zucker und zu viele Süßigkeiten. Süße Speisen gab es früher nur gelegentlich. Heute isst man Süßigkeiten jeden Tag in jedwelcher Form und oft sogar mehrfach täglich.“

Fruktosemalabsorption oder Fruktoseüberhang durch falsche Ernährung?

Husten beim Kind – wann ist es harmlos?

Nicht nur der Magen-Darm-Trakt, auch die Atemwege können von Allergien betroffen sein. Wenn ein Kind hustet, machen sich viele Eltern Sorgen und befürchten eine ernste Erkrankung, wie zum Beispiel Asthma. In vielen Fällen ist Husten jedoch völlig harmlos und hat wichtige Funktionen. So ist Husten ein Schutzreflex im Bereich des Kehlkopfes und der unteren Atemwege, um beispielsweise Fremdkörper wieder hinauszubefördern. Daneben gibt es aber noch weitere harmlose Formen des Hustens, so Prof. Ernst Rietschel:

„In den ersten Lebensjahren setzt sich der kindliche Organismus sehr intensiv mit der Umwelt auseinander und dabei auch mit allen Arten von Erregern, zum Beispiel mit Viren. Das bedeutet, es kommt zu einer Virusinfektion, die in der Regel eine Woche dauert und von Schnupfen, sowie oft auch von Husten begleitet wird.

Der Schnupfen geht mit einem Niesreiz einher, so dass das Nasensekret aus der Nase hinausbefördert wird. Ein Teil des Sekrets läuft aber oft in den hinteren Rachenraum und zum Kehlkopf. Die Hustenrezeptoren des Kehlkopfes werden gereizt und es kommt zum reflektorischen Husten. Auch diese Form des Hustens ist normal und „harmlos“.“

Husten beim Kind? Wann ist der Husten harmlos?

Allergie beim Kind – kann Husten ein Allergiesymptom sein?

Das Symptom Husten, kann bei verschiedenen Krankheiten auftreten. Wenn der Husten in Verbindung mit Fieber auftritt, welches länger als drei Tage besteht, kann dies auf eine Lungen -oder Mittelohrentzündung hindeuten und sollte, wie auf Husten in Verbindung mit Atemnot, ärztlich abgeklärt werden. Woran man einen allergischen Husten beim Kind erkennt, erklärt Priv.-Doz. Dr. Ernst Rietschel:

„Wenn ein Husten von pfeifenden Atemgeräuschen begleitet wird, kann das ein Hinweis auf eine allergische Ursache sein. Diese pfeifenden Atemgeräusche, das Giemen, tritt in den Husten-Pausen, vor allem beim Ausatmen, auf. Das Giemen kann ein Hinweis auf Asthma sein und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wenn der Husten bei Allergenkontakt auftritt, sollte man die Ursache ärztlich abklären lassen. Typisch für eine allergische Ursache ist zum Beispiel ein Husten, der beim Kontakt mit Tieren oder beim Pollenflug bestimmter Pflanzen auftritt.

Hat ein Kind bereits eine allergische Rhinitis bzw. eine Pollenallergie und entwickelt zusätzlich Husten, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Diagnose Asthma.

Neben dem Giemen, das beim Ausatmen auftritt, gibt es auch ein Atemgeräusch, das das Einatmen begleitet. Dieses bezeichnet man als „inspiratorischen Stridor“ Wenn bellender Husten dazukommt handelt es sich meist um einen „Pseudokrupp“. Ein Pseudokrupp ist jedoch selten allergisch bedingt.

Darüber hinaus gibt es bei älteren Kindern mit Husten noch spezielle Ursachen, die einer Abklärung bedürfen.“

Husten beim Kind: Wann wird es gefährlich? Asthma erkennen!

 Wie erfolgt die Diagnose von Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen bei Kindern?

Je nachdem, in welche Richtung die Vermutungen des behandelnden Arztes bei der Anamnese gehen, wird entweder auf Allergien oder auf Intoleranzen getestet.

Wie erfolgt die Diagnose von Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern?

Eine Nahrungsmittelintoleranz, also eine nicht allergische Nahrungsmittelunverträglichkeit, macht sich oft durch Symptome wie Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen bemerkbar. Vermutet man eine Nahrungsmittelintoleranz, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Dafür stehen verschiedene diagnostische Mittel zur Verfügung. So kann bei Verdacht auf eine Fruktosemalabsorption ein H2-Atemtest die Erkrankung nachweisen. Ein H2-Atemtest kann ebenfalls zur Diagnose einer Laktoseintoleranz durchgeführt werden, wie Dr. Katja Nemat erklärt:

„Auch bei der Laktoseintoleranz kann die Diagnose über einen Atemtest gestellt werden und auch hier ist eine diagnostische Diät möglich, während der das Kind laktosefrei ernährt wird. Bessern sich in diesem Zeitraum die Beschwerden, werden die laktosehaltigen Speisen erneut eingeführt und wenn sich daraufhin die Beschwerden erneut einstellen, ist die Diagnose Laktoseintoleranz zumindest sehr wahrscheinlich. Die Laktoseintoleranz ist eine Erkrankung, die in der Regel bestehen bleibt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Aufklärung der Eltern, dass eine Laktoseintoleranz nichts mit einer Allergie auf das Kuhmilch-Protein zu tun hat. Bei der Laktoseintoleranz ist der Milchzucker unverträglich und nicht das Milcheiweiß, und eine Allergie richtet sich immer gegen das Protein. Die klinische Symptomatik der Laktoseintoleranz beschränkt sich auf den Magen-Darm-Trakt. Typische Symptome der sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, es kommt aber z.B. nicht zu Hautsymptomen.“

Lebensmittelintoleranzen bei Kindern: Symptome und Diagnose

Laktoseintoleranz bei Kindern – wie funktioniert der H2-Atemtest?

Wird, aufgrund von Symptomen nach dem Verzehr von Milchprodukten, eine Laktoseintoleranz beim Kind vermutet, sollte dies von einem Kinderarzt abgeklärt werden. Neben einer gründlichen Anamnese, bei der der Arzt versucht zu objektivieren wie stark die Beschwerden sind und wann sie auftreten, steht auch ein sogenannter H2-Atemtest für die Diagnose einer Laktoseintoleranz beim Kind zur Verfügung. Dr. Annette Brunert:

„Der H2-Atemtest ist ein für Kinder sehr gut geeigneter Test.

Als erstes wird beim Kind die aktuelle Konzentration des Wasserstoffs in der Ausatemluft gemessen. Diese sollte nicht höher als 10 ppm (parts per million) betragen. Dann werden die Kinder mit Laktose bzw. Milchzucker belastet. Das bedeutet, sie erhalten innerhalb von ca. 10 bis 15 Minuten und angepasst an ihr Gewicht, Laktose in eine Flüssigkeit aufgelöst. Dann wird jeweils nach 15, 30, 60, 90 und 120 Minuten der Wasserstoffgehalt der Ausatemluft kontrolliert. So sieht man deutlich, ob es zu einem Anstieg des Wasserstoffgehaltes kommt.“

Laktoseintoleranz beim Kind: Wie erfolgt die Diagnose?

Food Protein-Induced Enterocolitis Syndrome – wie wird FPIES diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, sollte eine rasche Diagnostik erfolgen. Meist stehen dafür, neben einer gründlichen Anamnese, diverse Tests zur Verfügung. Beim Food Protein-Induced Enterocolitis Syndrome ist das anders, wie Dr. Lars Lange im Video berichtet.

Nahrungsmittelallergien und unverträglichkeiten – wie sieht die Behandlung aus?

Die Therapie einer nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeit unterscheidet sich deutlich von der Therapie einer allergisch bedingten Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Nahrungsmittelallergie – wie sieht die Behandlung aus?

Wird die Diagnose Nahrungsmittelallergie gestellt, besteht die einzige Therapie in einem konsequenten Vermeiden des auslösenden Allergens. Zusammen mit einer Ernährungsfachkraft wird dann mit dem Betroffenen eine auf ihn abgestimmte Ernährung gefunden, die zum einen die Lebensqualität erhalten und zum anderen einer Unterversorgung entgegen wirken soll.

Betroffene mit einer ausgeprägten Allergie sowie Personen, die bereits eine anaphylaktische Reaktion auf ein Nahrungsmittel gezeigt haben, sollten ein Notfall-Medikamentenset bestehend aus einem Antihistaminikum, eine Glucocorticoid (Cortison) und Adrenalin (Autoinjektor) bei sich tragen.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelallergien (Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten)

Kuhmilchallergie beim Kind: Was darf das Kind essen?

Die Kuhmilchallergie ist eine Erkrankung, die im Säuglingsalter auftritt. Es sollten dann aller Produkte, die aus Kuhmilch hergestellt werden aus dem Speiseplan gestrichen werden. Ziegen -und Schafsmilch sind ebenfalls nicht geeignet, da Kuhmilchallergiker meist auch auf Ziegen- und Schafsmilch allergisch reagieren. Als Kuhmilchersatz, können Eltern ihren Kindern sogenannte „Extensive hydrolysierte“ Nahrung anbieten, wie Mandy Ziegert berichtet:

„Bei diesen Nahrungen wird durch die Hydrolyse das Eiweiß der Milch in winzige Partikel gespalten. Diese können deshalb keine allergischen Reaktionen mehr auslösen. Das Milcheiweiß muss also eine bestimmte Größe unterschreiten, damit das Immunsystem es nicht mehr als Allergen erkennen kann.

Es gibt aber auch Nahrungen, deren Eiweißbestandteil nur noch aus Aminosäuren besteht, die sogenannten Aminosäurenahrungen bzw. Elementardiäten.“

Kuhmilchallergie beim Kind: Die richtige Ernährung

Kinder mit Nahrungsmittelallergie – wie kann ich mein Kind schulen?

Wird bei einem Kind eine Nahrungsmittelallergie diagnostiziert, muss sich das Essverhalten oftmals stark ändern. Viele Nahrungsmittel sind auf einmal nicht mehr erlaubt, und für die Kinder ist es schwierig zu verstehen, welche Nahrungsmittel verträglich sind und welche nicht. Um diese Fragen spielerisch zu klären, gibt es das Spiel „Lebensmittelchaos“, wie die Gründerinnen Irina und Fabienne berichten:

„Im Rahmen des Studiums besuchten wir das Modul „Projektwerkstatt“. Ziel war es, eine Idee zu entwickeln, die Personen mit einer Einschränkung im alltäglichen Leben unterstützt. Durch Recherche und Nachfragen bei der Interessensgemeinschaft Zöliakie, haben wir erfahren, dass Menschen, die an einer Lebensmittelallergie oder Intoleranz leiden, vielfach in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt sind, da sie ihre Ernährung und Alltagsaktivitäten anpassen müssen. Weiter haben wir herausgefunden, dass kindergerechtes Informationsmaterial kaum vorhanden ist. Wir wollten deshalb ein Spiel entwickeln, dass Kindern mit einer Allergie erklärt, was sie essen dürfen und was nicht. Für uns war es wichtig, dass das Spiel mehrere Spielvariationen besitzt, damit es für die ganze Familie spannend und interessant bleibt. Auch Geschwister oder Schulkameraden bekommen die Gelegenheit, diese Thematik besser kennen zu lernen. Zudem soll es den natürlichen Lernprozess der Kinder unterstützen.“

Allergie: Spielerisch lernen mit „Lebensmittelchaos“!

Nahrungsmittelunverträglichkeit – wie sieht die Behandlung aus?

Da die Mechanismen, die zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, also einer Nahrungsmittelintoleranz, führen, sehr unterschiedlich sind, fällt auch die Therapie sehr unterschiedlich aus. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die Therapie zunächst in einer Reduktion des jeweils unverträglichen Stoffes, z.B. Laktose, Fruktose etc. besteht. Im Unterschied zu den Nahrungsmittelallergien ist es für die Betroffenen bei den Nahrungsmittelunverträglichkeiten meist möglich, die unverträglichen Nahrungsmittel zu verzehren. Hierbei kommt es allerdings auf die individuell verträgliche Menge an, die für jeden Patienten speziell ermittelt werden muss.

Allergie-Wiki: Nahrungsmittelunverträglichkeiten (nicht Allergische)

Laktoseintoleranz beim Kind: Wie sieht die Behandlung aus?

Wird eine Laktoseintoleranz, also eine Milchzuckerunverträglichkeit diagnostiziert, ist der erste Schritt die Vermeidung von Laktose. Laktose sollte, besonders in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Diagnose gänzlich gemieden werden. Kommt es dann zu einer Besserung der Beschwerden, wird die individuelle Laktose-Toleranzschwelle bestimmt. Dr. Annette Brunert:

„Hat das Kind eine nicht angeborene Laktoseintoleranz ist es möglich, die gerade noch verträgliche Laktosemenge auszutesten. Dafür gibt man dem Kind z.B. ein Viertel Glas Milch oder ein Joghurt und beobachtet, wie dies vertragen wird. Für Kinder mit einem angeborenen Laktasemangel gilt dies allerdings nicht. Kinder mit diesem schweren, aber sehr seltenen Krankheitsbild dürfen keinesfalls Laktose erhalten.

Beim Austesten der individuell verträglichen Laktosemenge sollten die Milchprodukte zunächst zusammen mit einer Hauptmahlzeit verzehrt werden. So verlangsamt sich die Transitzeit durch den Darm und die Verweildauer der Laktose im Darm erhöht sich. Damit könnte die Restaktivität der Laktase zum Abbau der Laktose ausreichen.

Sollten sich unter der laktosearmen Diät die Beschwerden des Kindes nur kurzzeitig verbessern, könnte ein Placebo-Effekt dafür verantwortlich sein. Es sollten dann weitere abklärende Untersuchungen folgen.“

Laktoseintoleranz beim Kind: Welche Therapieoptionen gibt es?

Zöliakie beim Kind – wo bekommt man Tipps und Infos?

Die Diagnose Zöliakie stellt betroffene Kinder, und vor allem deren Eltern vor eine große Umstellung. Hilfe, Tipps und Tricks zum Thema Zöliakie, gibt es in dem Blog „Louisa isst glutenfrei“. Ihre Mutter Sophie berichtet:

„Auf Instagram ist Louisa seit einem halben Jahr. Begonnen hat alles mit meinem Blog und der Facebook-Seite, damit bin ich vor einem Jahr online gegangen.

Ziel war und ist es, anderen Eltern zu helfen, sich in der Welt der glutenfreien Ernährung zurecht zu finden. Und nicht nur das, ich gebe Tipps aus unserem Alltag, schreibe über Louisas gesundheitliche Fortschritte und am liebsten probiere ich neue, glutenfreie Rezepte aus, die kleinen Zöli-Kindern das Leben versüßen und ihnen das Gefühl geben sollen, dass sie trotz ihrer Einschränkungen auf nichts verzichten müssen.“

Themenwoche „Mein Ostertipp“ – denn Louisa isst glutenfrei

Kinder mit chronischen Erkrankungen – gibt es spezielle Angebote?

Die Diagnose einer chronischen Erkrankung, Unverträglichkeit oder Allergie kann, je nach Art und Schwere, neben den körperlichen Beschwerden auch die Psyche der Kinder beeinflussen. Dr. phil. Nicola Stöcker:

„Das Projekt KidsTUMove verfolgt drei Hauptziele:

1. Vermittlung von Spaß an Bewegung

2. Vermittlung einer gesunden Ernährung

3. Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins

Der Entwicklungsprozess der Kinder soll langfristig begleitet werden und zu einer dauerhaften Gesundheitsförderung der Kinder und Jugendlichen führen.“

Weiter führt Dr. phil. Nicola Stöcker aus:

„Die Herz-Kreislauf-Funktion, sowie eine Verbesserung von Kraft, Beweglichkeit und Koordination soll durch individuelle Unterstützung gefördert werden. Darüber hinaus sollen die Kinder ein besseres Körpergefühl und eine gesunde Körperhaltung entwickeln. Dabei steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund.“

KidsTUMove: Fitte Kinder trotz chronischer Erkrankung!l

Neurodermitis beim Kind – was tun gegen den Juckreiz?

Sind kleine Kinder oder Säuglinge von Neurodermitis betroffen, ist der Juckreiz und das Kratzen das größte Problem. Um den Juckreiz zu vermeiden, sollte die sogenannte Basispflege angewandt werden, also quasi eine Schutzschicht auf die empfindliche und gestörte Hautbarriere aufgetragen werden. Nina Höhn erklärt:

„Bei Patienten mit Neurodermitis ist durch die trockene Haut die Hautschutzbarriere gestört. Reize von außen können viel leichter eine Entzündungsreaktion hervorrufen und diese verstärken. Durch die Basispflege soll eine Schutzschicht geschaffen werden, die die Haut weniger verletzlich macht.

Die Basispflege beinhaltet das regelmäßige (morgens und abends) Auftragen einer pflegenden Creme oder Lotion unabhängig vom Hautzustand. Auch bei einem guten Hautzustand wird die gesamte Haut eingecremt, um so eine Schutzschicht zu schaffen, die es den Auslösern erschwert, die Haut zu schädigen und eine Entzündungsreaktion hervorzurufen.“

Neurodermitis beim Säugling und Kleinkind: Was hilft gegen den Juckreiz?

Neurodermitis beim Kind – welche Creme, Salbe oder Lotion ist die richtige?

Bei Kindern mit Neurodermitis ist die Basispflege ein elementarer Teil der Therapie. Worauf bei der Auswahl der richtigen Creme, Salbe oder Lotion zu achten ist, berichtet PD Hagen Ott:

„Das Wichtigste ist: Da gerade Säuglinge und Kleinkinder, das heißt sehr junge Kinder, von Neurodermitis betroffen sind, sollten die Pflegeprodukte für die Basispflege keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten.“

Besonders auf Duftstoffe, sollten Eltern betroffener Kinder achten, führt PD Hagen Ott fort:

„Innerhalb der Europäischen Union sind die 26 Duftstoffe, die am häufigsten Allergien auslösen, deklarationspflichtig. Ab einer bestimmten Konzentration müssen sie deshalb auf der Verpackung eindeutig aufgeführt werden und nicht nur unter dem Sammelbegriff "Parfüm".

Eltern von an Neurodermitis erkrankten Kindern sollten insbesondere die Anwendung von Produkten, die die Duftstoffe Zimtaldehyd, Hydroxycitronellal, Eugenol und Isoeugenol enthalten, meiden. Von diesen Duftstoffen ist bekannt, dass ein hohes Risiko für das Entwickeln einer Kontaktallergie besteht.“

Neurodermitis beim Kind: Salbe, Creme, Lotion richtig wählen

Neurodermitis beim Kind – wie cremt man richtig ein?

Bei Neurodermitis beim Kind, ist die Basispflege, also das eincremen der betroffenen Hautstellen mit Salbe, Creme, oder Lotion. Die Basistherapie sollte dabei stets an das aktuelle Krankheitsbild, angepasst werden, wie PD Hagen Ott erklärt:

„Hier gilt die dermatologische Grundregel: "Feucht auf feucht und fett auf trocken". Das bedeutet: Bei nässenden, akut betroffenen Neurodermitis-Arealen sollte man mit feuchten Umschlägen behandeln. Sehr gut geeignet hierfür sind z.B. Tupfer, die mit Schwarztee getränkt wurden.

Auf keinen Fall sollte man nässende Hautareale mit fetthaltigen Cremes und Salben behandeln. Dies kann sogar dazu führen, dass sich der Hautzustand verschlechtert.

Handelt es sich um einen akuten, aber nicht nässenden Hautzustand, ist eine wasserhaltige Creme empfehlenswert.

Für die Langzeitbehandlung einer sehr trockenen Neurodermitis-Haut sind Cremes mit höherem Lipid-Anteil oder Fettsalben sinnvoll.“

Neurodermitis beim Kind: Wie cremt man richtig?

Allergischer Schnupfen bei Kindern - wann ist die allergenspezifische Immuntherapie (ASIT) sinnvoll?

Besteht bei einem Kind eine Allergie, beispielsweise auf Birken- oder Gräserpollen, so werden oftmals lediglich die Symptome behandelt. Dabei ist besonders bei Kindern, eine Behandlung der Ursache selbst, also eine Hyposensibilisierung, möglich. Dr. Michael Gerstlauer:

„Durch die ASIT kann man eine deutliche Besserung der Symptome erreichen. Zudem ist die Wirksamkeit einer Hyposensibilisierung deutlich weitreichender als eine rein symptomatische Therapie, weil sie das Immunsystem moduliert. Wenn ein Kind zum Beispiel bei einer allergischen Rhinokonjunktivitis immer nur mit Antihistaminika, Nasensprays oder Augentropfen behandelt wird, kann dies zwar die Symptome lindern, nicht aber die Ursache, nämlich die allergische Reaktion an sich. Mit der ASIT wird das Immunsystem langsam an das auslösende Allergen „gewöhnt“ und dadurch wirkt die Behandlung deutlich besser als die symptomatische Therapie.“

ASIT beim Kind: Wann ist sie sinnvoll?

Allergien und Unverträglichkeiten: Kann man sie vermeiden?

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen die dabei helfen können, das Allergierisiko bei Kindern zu senken: das erklären Prof. Ulrich Wahn und Dr. Lars Lange in den folgenden Videos:

Gesunde Kinderernährung – worauf ist zu achten?

Die Ernährung ist ein wichtiger Teil des Lebens, sowohl aus sozialen, als auch aus gesundheitlichen Aspekten. Besonders für Kinder, deren Körper sich noch entwickeln muss, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung. Wie oft Kinder am Tag essen sollten, welche Nahrungsmittel gesund sind, und was noch bei einer gesunden Kinderernährung beachtet werden sollte, erklärt Dr. Yvonne Braun im Webinar.

Webinar: 10 Alltagstipps zur gesunden Kinderernährung!; Dr. Yvonne Braun

Kinder und gesunde Ernährung – Wie schaffe ich es, dass sich mein Kind gesund ernährt?

Viele Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder viele Lebensmittel, darunter besonders Obst und Gemüse, nicht essen wollen. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass Eltern ihren Kindern bei der Beikosteinführung, wenig abwechslungsreich gestalten.

„Kinder, die schon sehr früh einen abwechslungsreichen Speiseplan haben, sind bessere und unkompliziertere Esser als Kinder, die immer das gleiche Gemüse bekommen. Doch gerade in Deutschland ist es weit verbreitet, dass Kleinkinder bei der Beikosteinführung oft tagelang dasselbe bekommen. Die Eltern wissen es oft einfach nicht besser und folgen der überholten Empfehlung, erst einmal ausgiebig zu testen, ob das Kind ein Lebensmittel auch wirklich verträgt.“

„Kinder werden als Gourmets geboren“

Allergierisiko beim Kind – kann man es während der Schwangerschaft senken?

Werdende Eltern sollten sich frühzeitig über das Allergierisiko ihres noch ungeborenen Kindes informieren. So wissen Eltern bereits zum Zeitpunkt des positiven Schwangerschaftstests, ob ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko trägt und können schon in der frühen Schwangerschaft vorbeugen. Denn allein durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft, kann das Allergierisiko des künftigen Nachwuchses nachhaltig gesenkt werden. Auch potenziell allergene Lebensmittel wie Fisch, Milch und Nüsse sollten möglichst auf dem Speiseplan stehen. Spuren davon gehen in die Muttermilch über und trainieren so das kindliche Immunsystem. Entscheidend ist es außerdem, nicht zu rauchen, auf Alkohol zu verzichten und Übergewicht zu vermeiden.

Die ersten 1.000 Tage prägen Babys Gesundheit

Allergieprävention beim Kind – wann besteht ein erhöhtes Allergierisiko?

Viele werdende Eltern machen sich Sorgen, dass ihr Kind eine Allergie entwickeln wird. Wann ein erhöhtes Allergierisiko besteht und welche Rolle eine gesunde Ernährung in der Allergieprävention spielt, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Allergieprävention: Was ist bekannt? Wann besteht beim Kind ein Allergierisiko?

Allergieprävention beim Kind – was kann man tun um Allergien verhindern?

Werdende Eltern, besonders Eltern deren Kinder ein erhöhtes Allergierisiko haben, sollten einige Maßnahmen beachten, um das Allergierisiko ihres noch ungeborenen Kindes zu senken. Welche Maßnahmen Allergien beim Kind verhindern können, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Allergieprävention: Welche Maßnahmen können Allergien verhindern?

Allergieprävention und Beikosteinführung – was müssen Eltern wissen?

Wann die Beikosteinführung im Sinne der Allergieprävention begonnen werde sollte und warum eine große Vielfältigkeit bei der Beikost empfohlen wird, berichtet Dr. Yvonne Braun im Video.

Beikosteinführung: Was ist bei Allergierisikokindern zu beachten?

Allergieprävention und Beikosteinführung – was sollten Eltern beachten?

Wann ein erhöhtes Allergierisiko für das eigene Kind besteht, in welchem Fall Allergieprävention sinnvoll ist, und was das für die Beikosteinführung bedeutet, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Wann ist Allergieprävention sinnvoll und was sollten Eltern bei der Beikosteinführung beachten?

Beikosteinführung – wann welche Nahrungsmittel einführen?

Bei Beikosteinführung und der Frage was die Kinder wann essen dürfen, sind junge Eltern oft Verunsichert. Welche Empfehlungen allgemein gelten, und ob Unterschiede zwischen Allergierisikokindern und Kindern ohne erhöhtem Allergierisiko bestehen, berichtet Dr. Yvonne Braun im Video.

Beikosteinführung bei Allergierisikokindern: Was können sie wann essen?

Beikost bei Allergierisikokinder – gibt es verbotene Lebensmittel?

Gezielte Maßnahmen während der Schwangerschaft, aber auch bei der Beikosteinführung, können dabei helfen, das Allergierisiko von Kindern zu senken. So wird beispielsweise eine große Gemüsevielfalt bei der Beikost empfohlen, um das Risiko späterer Allergien zu senken. Ob es dennoch Nahrungsmittel gibt, die bei Allergierisikokindern vermieden werden sollten, erklärt Dr. Yvonne Braun im Video.

Beikosteinführung bei Allergierisikokinder: Gibt es verbotene Nahrungsmittel?

Beikosteinführung bei Allergierisikokindern – was ist wichtig?

Werdende Eltern sollten sich frühzeitig über das Allergierisiko ihrer noch ungeborenen Kinder informieren. Denn besteht beim Kindern ein erhöhtes Allergierisiko, lässt sich dies sowohl in der Schwangerschaft, als auch durch gezielte Maßnahmen bei der Beikosteinführung senken. Was bei der Beikosteinführung zu beachten ist und worauf es im Sinne der Allergieprävention ankommt, präsentiert Dr. Yvonne Braun im Webinar.

Webinar „Beikosteinführung“: Die 10 wichtigsten Tipps!