Allergie auf Hausstaubmilben/Schimmelpilze

 

Eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben liegt im Mittel bei ca. 16 Prozent der deutschen Bevölkerung vor.

Weniger häufig und deutlich schwerer nachzuweisen sind Allergien auf Schimmelpilze.

Was sind Hausstaubmilben und wie kommt es zur Allergie:

Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren. Bislang wurden ca. 45.000 Arten beschrieben und benannt. Ihre Größe variiert je nach Art, zwischen 0,1 und 0,5 mm.

Hausstaubmilben findet man meist im Bettzeug bzw. in der Matratze. Hier sind ca. 2/3 der Milben eines Haushalts zu finden. Die Milbenzahl kann von Wohnung zu Wohnung mitunter stark variieren. Es wurden jedoch schon mehrere Millionen Milben in einem Bett gezählt. Ab 100 Milben pro Gramm Bettstaub (entspricht ca. 2 Mikrogramm Milbenallergen) kann es zu einer Sensibilisierung gegen Milbenallergene kommen. Für 500 Milben pro Gramm Bettstaub konnte ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Asthma bronchiale nachgewiesen werden.

Allergie Wiki - Hausstaubmilben

Wie sehen Hausstaubmilben aus?

Dr. Christoph Langer beschreibt das Erscheinungsbild von Hausstaubmilben folgendermaßen:

„Milben gehören zu den Spinnentieren und haben acht Beine. Sie haben eine sehr dünne Haut, was sie sehr beweglich macht, aber auch ihre Anfälligkeit für Trockenheit erhöht. Milben haben eine relativ kurze Lebensdauer, was sie durch eine hohe Reproduktionsrate ausgleichen. Einmal befruchtet bleiben die Weibchen ein Leben lang fruchtbar - der Entwicklungszyklus umfasst mehrere "Verpuppungsstadien".“

Hausstaubmilben- und Vorratsmilbenallergie: Biologie, Vorkommen & Bekämpfung; Dr. Christoph Langer

Schimmelpilze – wie häufig kommen sie vor?

Bei den Schimmelpilzen gibt es eine Vielzahlunterschiedlicher Arten bekannt, wie Prof. Dr. Monika Raulf erklärt:

„Aktuell sind mehr als 110.000 Schimmelpilzarten bekannt und 400 Arten gelten z.Zt. als potenziell sensibilisierend. Bei 43 Schimmelpilz-Arten sind die Einzelallergene identifiziert, d.h. sie gelten als definitive Allergenquellen. Schimmelpilze sind allgegenwärtig, sowohl im Außenbereich als auch in Innenräumen sind sie anzutreffen. Komplex sind Schimmelpilze jedoch auch, weil sie, je nach Wachstumsphase und Umweltbedingungen, unterschiedliche Proteine und damit potenzielle Allergene hervorbringen. Zudem sind es nicht allein die kultivierbaren Sporen, die bei Schimmelpilzen allergen wirken. Eine allergene Wirkung können auch nicht kultivierbare Sporen und abgestorbene Mycelteile haben.“

Schimmelpilze: Wie häufig führen sie zu Allergien?; Prof. Dr. Monika Raulf

Schimmelpilze - welche sind die wichtigsten in Hinblick auf Allergien?

Es konnten bereits zahlreiche IgE-vermittelte Allergien auf Schimmelpilze nachgewiesen werden. Zu den aus allergologischer Sicht wichtigsten Arten gehören sicherlich Schimmelpilze der Gattung Alternaria, Cladosporium, Penicillium und Aspergillus. Alternaria und Cladosporium kommen hauptsächlich im Outdoor-Bereich vor. Insbesondere in den Sommermonaten treten hohe Sporenmengen in der Außenluft auf.

In Innenräumen hingegen finden sich häufiger Penicillium und Aspergillus. Bei allergischen Beschwerden im Sommer und Spätsommer sollte differentialdiagnostisch auch an eine Alternariaallergie gedacht werden.

Allergie Wiki – Allergie gegen Schimmelpilze

Wodurch wird eine Allergie auf Hausstaubmilben ausgelöst?

Allergieauslösender Faktor bei einer Hausstaubmilbenallergie ist der Milbenkot. In getrocknetem und zerfallenem Zustand werden die darin enthaltenen Proteine eingeatmet und können in der Lunge eine allergische Sensibilisierung auslösen.

Allergie Wiki - Hausstaubmilben

Ist die Immunreaktion auf Hausstaubmilben bei allen Allergikern gleich?

Laut der TU München konnten Forscher nachweisen, dass die Immunreaktionen, die zu einer Allergie auf Hausstaubmilbe führen, auch vom Alter der Betroffenen beeinflusst werden:

„Auffällig ist, dass Leukotriene vor allem dann eine wichtige Rolle zu spielen scheinen, wenn Erwachsene eine Allergie erwerben“, berichtet Katharina Dietz, die Erstautorin der Studie. „Sie sind Teil einer ganzen Kaskade von Signalen, die letztlich zur Reaktion auf den Hausstaubmilbenextrakt führt.“ Dabei involviert sind der Studie zufolge vor allem das Signalprotein Wnt5a, die Enzyme Transglutaminase 2 und Phospholipase A2 sowie die Leukotriene selbst. Diese Ergebnisse konnten die Wissenschaftler in menschlichen Zellen und Nasenpolypengewebe von Patienten bestätigen.“

Reaktionen auf Hausstaubmilben hängt vom Alter ab; PM TU München

Wie kommt es zu einer Allergie auf Schimmelpilze?

Schimmelpilze finden sich meist in feuchten Umgebungen, wie Dr. Petra Zieglmayer informiert. Sie können deshalb besonders in der freien Natur, aber auch in feuchten Innenräumen zu Schimmelpilz-Allergien führen:

„Ein Verdacht auf eine Schimmelpilz Allergie kommt dann auf, wenn Patienten akut inhalative Symptome einer Allergie im Zusammenhang mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickeln. Das kann z.B. in einem feuchten Keller der Fall sein oder auch bei Regen. Gerade bei Waldläufern, die im Spätsommer nach einem Regenguss über allergische Atemwegssymptome klagen, findet man relativ häufig eine Schimmelpilz Allergie. Expositionsabhängige inhalative Beschwerden in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit sind ein deutlicher Hinweis."

Schimmelpilz Allergie: Wie kommt es dazu? Schimmelquellen? Therapie?, Dr. Petra Zieglmayer

Welche Rolle spielen Schimmelpilze in Wohn- und Innenräumen für Allergiker?

In der öffentlichen Wahrnehmung, sind feuchte Wohnungen bzw. Wohnungen mit Schimmelbefall ein bedeutender Risikofaktor für die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Ob bei Symptomen wirklich eine Allergie auf Schimmelpilze vorliegt, oder aber auf andere sich in dem Schimmel befindende Organismen, kann laut Prof. Dr. med Gerhard A. Wiesmüller, nicht genau gesagt werden:

„Bei Schimmelbefall treten nicht nur Schimmelpilze, sondern häufig auch Bakterien oder Kleinstlebewesen wie Milben auf, von denen ebenfalls gesundheitliche Risiken ausgehen können.

In der Innenraumluft befinden sich daher bei Schimmelbefall eine große Vielfalt von biogenen Partikeln, wie Schimmelpilzsporen und Bakterien, und Substanzen, die von diesen Organismen gebildet werden. Bisher ist unklar, welche dieser biogenen Schadensfaktoren bei Feuchteschäden das Hauptrisiko darstellen. Der Kontakt zu gesundheitlich relevanten Schadensfaktoren bei Feuchteschäden ist nur schwer zu bestimmen und nicht genau mengenmäßig zu messen.
Hinzu kommt, dass die Reaktion der Menschen auf Schimmelpilze oder Feuchteschäden sehr individuell ist.“

Allergie durch Schimmelpilze im Innenraum: Häufig oder selten?, Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesmüller

Wie kommt es zu Infektionen durch Schimmelpilze?

Schimmelpilze können nicht nur zu allergischen Reaktionen führen, sondern auch Infektionen auslösen:

Damit Schimmelpilze zu Infektionen führen können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

1. Sie müssen bei Körpertemperatur, also bei circa 37° Celsius gedeihen

2. Der Patient muss empfänglich für eine Schimmelpilzinfektion sein. Dies kann durch Immunsuppressionen, zum Beispiel schwere Krankheiten oder Therapien gegeben sein, wie Prof. Dr. med Gerhard A. Wiesmüller erklärt:

„Zu den Risikofaktoren, die eine Infektion mit Schimmelpilzen begünstigen können, gehören schwere Erkrankungen bzw. Therapien, die das Immunsystem sehr stark beeinträchtigen. Absteigend nach Risiko geordnet sind dies unter anderem:

  • Tumorerkrankungen, vor allem mit hämato-onkologischer Grunderkrankung, wie Leukämie und Lymphom
  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • allogene Stammzelltransplantationen
  • autologe Stammzelltransplantationen
  • solide Organtransplantationen
  • HIV-Infektionen
  • sonstige Immunsuppressionen, z.B. längerdauernde hochdosierte Therapie mit Glukokortikoiden
  • aplastische Anämie

Dabei ist nicht entscheidend, dass der Patient an den genannten Erkrankungen erkrankt ist. Maßgeblich ist vielmehr, dass der Patient einer der drei vom Robert Koch-Institut definierten Risikogruppen zuzuordnen ist und sich somit in einer mittelschweren, schweren oder sehr schweren Immunsuppressionsphase befindet“ betont Prof. Wiesmüller.“

Infektionen durch Schimmelpilze im Innenraum: Keine Evidenz; Prof. Dr. med. Herhard A. Wiesmüller

Schimmelpilzbefall in Innenräumen – spielen Baumaterialen eine Rolle?

Sowohl Baumaterialien als auch die Art und Weise, wie gebaut wird, sowie ddie Wetterlage beim Hausbau , spielen laut Dr. Thomas Warscheid, bei Schimmelbildung in Neubauten eine Rolle:

„Bei Neubauten besteht z.B. sehr häufig die Gefahr der Restfeuchtebelastung. Heutzutage wird oft viel zu schnell gebaut und das Risiko, dass Restfeuchte zu Schimmelpilzbefall führen kann, wird allzu oft unterschätzt.

Ein Klassiker sind Steine und Fertigteile aus Porenbeton, die ungeschützt dem Regen ausgesetzt sind und durchfeuchten – auf einer Baustelle ist das nichts Ungewöhnliches. Steht der Rohbau, kann es so aussehen, als sei er oberflächlich trocken, obwohl der Porenbeton im Kern noch immer nass sein kann. Wenn dann Einbauküche und Bodenbeläge eingebaut werden, kann die Feuchtigkeit hinter den Schränken nicht abtrocknen und so Schimmelpilzbewuchs entstehen.“

Schimmelpilzbefall? Welche Rolle spielen Bautechnik und Baumaterialien!, Dr. Thomas Warscheid

Doch nicht nur neu gebaute Häuser können von Schimmelpilzen befallen sein. Auch in alten Gebäuden, insbesondere in solchen, die mit Wärmedämmung ausgerüstet werden, kann es, so Dr. Thomas Warscheid, zu Schimmelpilzbildung kommen:

„Auch bei der Wärmedämmung älterer Bauten zum Einsparen von Energiekosten kann es zur Schimmelpilzbildung kommen, wenn die Dämmung nicht fachgerecht angebracht wird. Wichtig ist es, dazu eine Fachfirma zu beauftragen, die sich mit der Materie auskennt. Ein WDV-System, d.h. ein Wärmedämmung Verbund System, muss gut geplant und ordnungsgemäß umgesetzt werden, um effektiv zu sein und keine Folgeschäden zu verursachen. Ein WDV-System zu installieren ist teuer, insbesondere auch dann, wenn an Stelle von Styropor Mineralwolle verwendet wird, die deutlich hochwertiger und brandsicherer ist.“

Schimmelpilzbefall? Welche Rolle spielen Bautechnik und Baumaterialien!, Dr. Thomas Warscheid

Wie sehen die Symptome bei einer Allergie auf Hausstaubmilben oder Schimmelpilze aus?

Wie sehen die Symptome bei einer Hausstaubmilbenallergie aus?

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie sind die einer typischen Atemwegsallergie, wie Dr. Patrick Gillessen informiert:

„Die Symptome bei den Atemwegsallergien sind in der Regel die gleichen. Meist ist die Nase betroffen mit Schleimhautschwellungen, die zu Niesreiz, Schnupfen und dem typischen Symptom der „verstopften Nase“ führen. Begleitend kann es bei Hausstaubmilbenallergikern zu einer allergischen Konjunktivitis, d.h. einer Entzündung der Augen, kommen.“

Auch zu Hautsymptome kann es bei einer Hausstaubmilbenallergie laut Dr. Patrick Gillessen kommen:

„Symptome an der Haut können bei Hausstaubmilbenallergikern auftreten, sind aber eher selten. Möglich sind dann Ekzeme (Hautausschlag), Juckreiz oder Urtikaria (Nesselfieber).
Besteht beim Patienten bereits eine Neurodermitis(atopisches Ekzem), kann diese durch die Allergie auf Hausstaubmilben noch zusätzlich getriggert werden, d.h. sie kann sich in ihrer Ausprägung verstärken. Hier ist vor allem die gestörte Barriere Funktion der Haut beim atopischen Ekzem als Ursache hervorzuheben. Hierbei tritt eine Reaktion im Sinne einer Kontaktallergie durch die Hausstaubmilbe auf.“

Hausstaubmilbenallergie: Symptome, Diagnose, Maßnahmen; Dr. Patrick Gillessen

Wie sind die Symptome bei einer auf Hausstaubmilben im Kindesalter?

Die Symptome, die bei einer Hausstaubmilbenallergie auftreten, können im Kindesalter etwas anders aussehen, als bei Erwachsenen. Welche Symptome das sein können bzw. welche Symptome auf eine Allergie auf Hausstaubmilben hindeuten können, berichtet Dr. Petra Zieglmayer im Video.

Hausstaubmilbenallergie: Symptome, Sanierungsmaßnahmen; Dr. Petra Zieglmayer

Gibt es Kreuzallergien bei einer Hausstaubmilbenallergie?

Kreuzallergien kommen bei Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie eher selten vor. Nur etwa ein Fünftel aller Hausstaubmilbenallergiker reagieren, nach Beobachtungen in Allergie-Untersuchungen, auf die dazu gehörigen Kreuzallergene. Laut Dr. Barun A. Sarkar, sind folgende Kreuzreaktionen möglich:

„Kreuzreaktionen sind möglich mit anderen Milbenarten, wie etwa den Vorratsmilben.
Als Nahrungsmittel sind von Bedeutung die Krustentiere wie Krebse, Krabben, Shrimps, Scampi, Garnelen, Langusten, Hummer und Weichtiere wie Schnecken, Muscheln und Austern.

Weitere Kreuzallergien sind theoretisch auch denkbar mit roten Mückenlarven (z.B. im Fischfutter) oder Kakerlaken.

Bei Milbenallergikern kann es daher zu entsprechenden allergischen Reaktionen (Kreuzallergie) beim Verzehr von oder Kontakt mit diesen „Allergenen“ kommen.“

Kreuzallergien auf Hausstaubmilben-Allergene: Diagnose und Therapie; Dr. Barun A. Sarkar

Daher ist es auch wichtig, die allergische Reaktion bei einer Kreuzallergie auf Hausstaubmilben zu erkennen, wie Dr. Barun A. Sarkar erklärt:

„Die allergische Reaktion läuft zunächst im Bereich des Erstkontaktes mit den entsprechenden Lebensmitteln ab. Das sind zunächst die Mundhöhle und der Rachen, wo sich meist ein Juckreiz oder Kribbeln, eine Pelzigkeit oder eine lokale Schleimhautschwellung zeigt. In schweren Fällen kommt es im Bereich von Rachen und Kehlkopf zu solch starken Schwellungen, dass eine Luftnot auftritt. In diesen Fällen muss rasch ärztliche Hilfe herangezogen werden. Dies gilt insbesondere auch für alle anaphylaktischen Reaktionen mit Kreislaufkollaps. Die allergischen Reaktionen im Bereich des weiteren Verdauungstraktes sind durch Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Erbrechen oder Durchfall gekennzeichnet. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung ist es nicht immer leicht, die Beschwerden dem auslösenden Nahrungsmittel zuordnen zu können.“

Kreuzallergien auf Hausstaubmilben-Allergene: Diagnose und Therapie; Dr. Barun A. Sarkar

Welche Rollespielen Kreuzallergien auf Krustentiere und Insekten bei Hausstaubmilbenallergikern?

Bei einer kleinen Gruppe der Hausstaubmilbenallergiker, kann es zu Kreuzallergien auf Krustentiere kommen, wie Prof. Karin Hoffmann-Sommergruber berichtet.

Hausstaubmilbenallergie und Kreuzallergien auf Insekten; Prof. Karin Hoffmann-Sommergruber

Wie sehen die Symptome bei einer Allergie auf Schimmelpilze aus?

Durch Schimmelpilze können die folgenden Beschwerden ausgelöst werden:

  • Infektionen bzw. Atemwegserkrankungen
  • Belästigende, reizende und toxische Wirkung
  • Unspezifische bronchiale Hyperreaktivität (Überempfindlichkeit der Bronchien gegen Reize)
  • Asthma
  • Allergien, u.a. bronchopulmonaleAspergillose, exogen allergische Alveolitis
  • Symptome des Sick-Building Syndroms, wie: Kopfschmerz, Schleimhautreizung, Schlafstörungen

Die Symptome bei einer Schimmelpilzallergie sind dementsprechend folgende:

  • Laufende, juckende oder verstopfte Nase
  • Niesanfälle
  • Tränende, juckende, gerötete Augen
  • Hustenreiz, Giemen, Asthmaanfall
  • Mattigkeit, Schlafstörungen, Leistungseinschränkungen

Allergie Wiki – Allergie gegen Schimmelpilze

Welche Symptome macht eine Schimmelpilzallergie?

Schimmelpilzallergien sind primär durch inhalative, also die Atemwege betreffende Symptomatiken gekennzeichnet. Wie diese genau aussehen, darüber informiert Dr. Petra Zieglmayer

Schimmelpilz-Allergie: Symptome und Diagnose; Dr. Petra Zieglmayer

Kann eine allergische Rhinitis durch Hausstaubmilben oder Schimmelpilze ausgelöst werden?

Laut Prof. Dr. med. Karl Hörmann, können sowohl Hausstaubmilbenallergien als auch Allergien auf Schimmelpilze, ganzjährige Symptome einer allergischen Rhinitis, also einer Entzündung der Nasenschleimhaut, auslösen:

„Bei einer Allergie auf Hausstaubmilben kommt es, im Gegensatz zur Pollenallergie, zu ganzjährigen Beschwerden, insbesondere nachts und am frühen Morgen nach dem Aufstehen.

Beschwerden, die bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben auftreten können sind:

  • Niesen
  • Jucken der Augen und der Nase
  • Rötung und Tränen der Augen
  • Naselaufen, verstopfte Nase
  • Hustenreiz
  • Hyperreagibles Bronchialsystem, d.h. eine überempfindliche Neigung der Bronchien sich auf unspezifische Reize zu verengen
  • (Nächtliche) Asthmaanfälle
  • Ekzeme

Bei einer Allergie gegen Schimmelpilze kommt es ebenfalls das ganze Jahr über zu Beschwerden. Die typischen Symptome bei einer Schimmelpilzallergie sind die gleichen, wie die bei der Allergie gegen Hausstaubmilben.“

Allergische Rhinitis durch Hausstaubmilben oder Schimmelpilze; Prof. Dr. med. Karl Hörmann

Wie sind die Symptome bei der allergischen bronchopulmonalen Aspergillose (ABPA)?

Die allergische bronchopulmonale Aspergillose, eine spezielle Form der Allergie auf Schimmelpilze, kann vor allem bei Menschen mit respiratorischen Vorerkrankungen, wie Asthma oder Mukoviszidose, auftreten, die allergisch auf den Schimmelpilz Aspergillus Fumigatus reagieren, wie Dr. Marcus Joest erklärt:

„Fast immer treten die Symptome Husten, Luftnot, Auswurf und Atemgeräusche auf. Daneben kann Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl vorkommen. Das Abhusten zäher Schleimpfropfen ist ein sehr charakteristisches Zeichen einer ABPA, tritt jedoch nur bei etwa 35 bis 40 Prozent der Patienten auf. Ebenfalls in dieser Häufigkeit kommt es zu Bluthusten und Schmerzen im Brustkorb.“

Allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA): Was bedeutet das?; Dr. Marcus Joest


Allergie auf Hausstaubmilben – eine häufige Diagnose?

Oft wissen Betroffene nicht, dass sie an einer Hausstaubmilbenallergie leiden, da sie ganzjährig den Hausstaubmilbenallergenen ausgesetzt sind und sich viele daher an die Symptome gewöhnen.

Bei einer Studie in Belgien hat sich gezeigt, dass fast 3 von 10 Erwachsenen eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilbenallergene aufwiesen. Bei 2 von 10 Erwachsenen bestand zusätzlich zur Sensibilisierung auch eine klinische Symptomatik, d.h. die Hausstaubmilbenallergie bestand bereits. Die Tatsache, dass Menschen an einer Hausstaubmilbenallergie leiden, ohne dass dies bekannt ist, könnte ein Hinweis darauf sein, dass zurzeit eine adäquate Diagnostik noch nicht flächendeckend gegeben ist, was auch eine adäquate Therapie erschwert.

Hausstaubmilbenallergie - allergische Rhinitis – Asthma?

Wie kann eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert werden?

Hausstaubmilbenallergie – welche Diagnose-Verfahren werden angewendet?

Eine Hausstaubmilbenallergie kann sehr leicht diagnostiziert werden. Welche Verfahren zur Verfügung stehen und angewendet werden, darüber berichtet Dr. Petra Zieglmayer:

Hausstaubmilbenallergie: Diagnose und Therapie; Dr. Petra Zieglmayer

Um eine Hausstaubmilbenallergie oder auch eine Kreuzallergien auf eine Hausstaubmilbenallergiediagnostizieren zu können, sind verschiedenen Optionen verfügbar, wie Dr. Barun A. Sarkar berichtet:

„Neben der Symptomatik des Patienten (Anamnese) sowie der klinischen Untersuchung (Schleimhautbefund, Messung der Nasenatmung, Lungenfunktion) sind der klassische Prick-Test an der Haut und der laborchemische Nachweis (RAST) von sogenannten spezifischen IgE-Antikörpern gegen Milben wegweisend. In einigen unsicheren Fällen kann die Durchführung von Provokationstestungen sinnvoll sein. Dabei wird eine kleine Menge einer milbenhaltigen Lösung auf die Nasenschleimhaut aufgetragen und die Schleimhautreaktion erfasst.“

Kreuzallergien auf Hausstaubmilben-Allergene: Diagnose und Therapie; Dr. Barun A. Sarkar

Wie kann eine Allergie auf Schimmelpilze diagnostiziert werden?

Bei der Diagnose einer Allergie auf Schimmelpilze steht zunächst die anamnestische Erfassung der allergischen Beschwerden im Vordergrund. Zeitraum der Beschwerden sowie eine mögliche ortsgebundene Verschlechterung können hierbei wichtige Hinweise bezüglich einer Indoor- oder Outdoor-Exposition liefern. Ein Symptomtagebuch kann hilfreiche Informationen zur Differenzierung zwischen einer Gräserpollen- und/oder Alternariaallergie liefern. Ansonsten erfolgt die Diagnostik durch den Nachweis positiver Hauttests wie z.B. Prick-Test oder Intrakutantest, und spezifischer IgE-Antikörper im Serum. Eine nasale Provokationstestung kann eine klinisch relevante Sensibilisierung bestätigen.

Allergie Wiki – Allergie gegen Schimmelpilze

Wie eine Allergie auf Schimmelpilze diagnostiziert werden kann, und was die Diagnose so schwierig macht, darüber spricht Dr. Petra Zieglmayer im Video.

Schimmelpilzallergie: Diagnose und Behandlung; Dr. Petra Zieglmayer

Allergie auf Schimmelpilze – die Diagnose ist schwierig!

Schwierigkeiten bei der Diagnose einer Schimmelpilzallergie sind dadurch begründet, dass, aufgrund der großen Artenvielfalt, noch nicht auf alle Pilzarten getestet werden kann, wie Prof. Dr. Monika Raulf erklärt:

„Es wird allgemein davon ausgegangen, dass es über eine Million Schimmelpilzarten gibt. Bislang sind ca. 350 Arten als potentiell sensibilisierend gelistet. Die WHO/IUIS-Kriterien zur Klassifizierung eines Allergens erfüllen aktuell 107 Pilzallergene aus 43 Pilzarten.

Wie hoch der Anteil der sensibilisierenden Schimmelpilzarten insgesamt ist, kann aus dieser Angabe allerdings nicht geschlussfolgert werden. Extrakte zur Hauttestung bzw. serologische Testallergene zum Nachweis einer IgE-vermittelten Schimmelpilzallergie sind aktuell in Deutschland von ca. 15 Pilzspezies erhältlich und die Tendenz ist sinkend. Testallergenlösungen von typischen Innenraumpilzallergenextrakten fehlen weitgehend.“

Allergie auf Schimmelpilze: Was erschwert die Schimmelpilzallergie-Diagnose?; Prof. Dr. Monika Raulf

Diagnos von Allergien auf Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen – wie geht das mit dem nasalen Provokationstest?

Sowohl eine Hausstaubmilbenallergie, als auch eine Allergie gegen Schimmelpilze, kann, laut Dr. Pascal Werminghaus, mit Hilfe eines nasalen Provokationstests diagnostiziert werden:

„Die nasale Provokationstestung ist ein wichtiger Baustein bei der Diagnostik von Inhalationsallergien. Das Prinzip ist recht simpel: Die Nasenschleimhaut des Patienten wird mit dem zu testenden Allergen in Kontakt gebracht und es wird die klinische Reaktion des Patienten auf das Allergen überprüft.

Haupteinsatzbereich für die nasale Provokationstestung sind Patienten, bei denen die klassischen Allergietests im Blut oder an der Haut nicht eindeutige Ergebnisse liefern und nicht mit der Anamnese der Patienten in Einklang zu bringen sind.“

Nasaler Provokationstest: Wie funktioniert er, was sagt er aus?; Dr. Pascal Werminghaus

Hausstaubmilben – wie sieht die Therapie aus?

Die Therapie einer Hausstaubmilbenallergie, besteht aus drei wesentlichen Maßnahmen, wie Dr. Petra Zieglmayer im Video informiert:

  1. Hausstaubmilbenexposition gering halten
  2. Allergiesymptome medikamentös behandeln
  3. Anwendung der spezifischen Immuntherapie

Hausstaubmilbenallergie: Diagnose und Therapie; Dr. Petra Zieglmayer

Hausstaubmilben – wie kann man den Kontakt verringern?

Ein wichtiger Teil in der Therapie einer Hausstaubmilbenallergie, ist wie bei jeder Allergie, die Allergenexposition so gering wie möglich zu halten. Da sich besonders in Bettwäsche viele Milben finden, können Milbendichte Matratzen-, Decken-, oder Kopfkissenbezüge, sogenannte „Encasings“, in der Therapie helfen, so Jürgen Steinert:

„Encasings sollen so dicht gewebt sein, dass die allergenen Stoffe im Milbenkot nicht durchgehen. Erst wenn Encasings einen bestimmten Anteil der getrockneten und zu kleinen Teilchen zerfallenen Milbenköttel zurückhalten, sinkt die Belastung der Raumluft mit Milbenallergenen so weit, dass sich die allergischen Symptome verringern. Gleichzeitig sollten Encasings aber auch noch ausreichend durchlässig für Luft und Wasserdampf sein.“

Hausstaubmilbenallergie: Was ist bei milbendichten Encasings zu beachten?; Jürgen Steinert

Hausstaubmilbenallergie – Symptomlinderung durch Nasenspray?

Bei der Behandlung von respiratorischen Symptomen bei der Hausstaubmilbenallergie, kann ein Nasenspray oft Linderung verschaffen, aber der Wirkstoff muss auch an der richtigen Stelle ankommen. Wie man Nasensprays richtig benutzt, erklärt Prof. Dr.med. Martin Wagenmann im Video.

Nasensprays: Wie wendet man sie richtig an?; Prof. Dr. med. Martin Wagenmann

Hilft die spezifische Immuntherapie (SIT) bei Hausstaubmilbenallergie?

Eine spezifische Immuntherapie kann den von einer Hausstaubmilbenallergie Betroffenen langfristig eine Verbesserung der Symptome bringen. Insbesondere dann, wenn, wie bei der Hausstaubmilbenallergie, die Symptome nicht nur Saisonal, sondern Ganzjährig auftreten, wie Prof. Dr. med. Jörg Lindemann erklärt:

„Ich schlage meinen Hausstaubmilbenallergie-Patienten dann eine spezifische Immuntherapie vor, wenn sie ganzjährige allergische Beschwerden im Sinne einer Rhinokonjunktivitis haben und die Nase dauerhaft verlegt ist. Typisch für eine Hausstaubmilbenallergie ist es z.B., dass die Beschwerden sich nachts und am Morgen verschlimmern, denn dann ist der Kontakt mit den Hausstaubmilben besonders intensiv.“

Spezifische Immuntherapie bei Hausstaubmilben-Allergie: Wann hilft die SIT?; Prof. Dr. med. Jörg Lindemann

Kann die spezifische Immuntherapie in Tablettenform durchgeführt werden?

Neben der klassischen subkutanen Immuntherapie mit Spritze, kann die Immuntherapie bei einer Hausstaubmilbenallergie, laut Prof. Ralph Mösges, auch erfolgreich als Sublinguale Immuntherapie (SLIT) durchgeführt werden:

„Zur Frage nach dem Erfolg der Therapie mit Milbentabletten: In der Regel verspüren die Patienten nach einer Therapiedauer von drei bis vier Monaten eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. Nach längerfristiger Therapie mit Milbentabletten verbessert sich die Symptomatik weiter.“

Hausstaubmilbenallergie? Hilft die SLIT mit der Milbentablette Allergikern?; Prof. Ralph Mösges

Hausstaubmilbenallergie – Was kann ich selbst tun, wo bekomme ich Informationen?

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und die Medizinische Universität Wien haben sowohl ein Online-Portal, als auch eine App für Milbenallergiker entwickelt. „MilbenCheck“ bietet Betroffenen umfangreiche Unterstützung, wie Prof. Karl-Christian Bergmann erklärt:

„MilbenCheck“ bietet mit einem Risikofragebogen, einem Tagebuch und einer Milbenbelastungslandkarte Unterstützung für Betroffene. Dies erleichtert die Entscheidung, Symptome beim allergologisch geschulten Facharzt abklären zu lassen. Zudem unterstützt die App Allergiker mit einer Erinnerung an den Arztbesuch und gibt Tipps und Infos rund um das Thema Milben. Das unterstützt die Betroffenen dabei, ihre Erkrankung im Griff zu haben und ihre Lebensqualität zu verbessern.“

Hausstaubmilben Allergie: App bietet Infos, Tipps & Service für Milbenallergiker; Prof. Karl-Christian Bergmann

Allergie auf Schimmelpilze – wie sieht die Therapie aus?

Konnte eine IgE-vermittelte Allergie gegen Schimmelpilze nachgewiesen werden, steht zunächst eine Meidung der Allergene im Vordergrund. Bei einer Allergie gegen einen vornehmlich im Außenbereich vorkommenden Schimmelpilz, sollte man in Zeiten starker Sporenkonzentrationen landwirtschaftlich genutzte Gegenden meiden und sich eher in Innenräumen aufhalten. Sollte ein Schimmelbefall in der Wohnung vorliegen, ist die Sanierung der Innenräume die wichtigste Maßnahme. Zur Behandlung der Symptome können Antihistaminika oder Cortison eingesetzt werden. Möglich ist auch eine Spezifische Immuntherapie (SIT).

Allergie Wiki – Allergie gegen Schimmelpilze

Schimmelpilzallergie – wie sehen die einzelnen Therapieschritte aus?

In der Behandlung einer Schimmelpilzallergie gibt es drei wesentliche Schritte, wie Dr. Petra Zieglmayer erklärt.

  1. Vermeidung des Allergens, also des Schimmelpilzes
  2. Symptomtische Bahandlung
  3. Spezifische Immuntherapie

„Auch hier gilt in erster Linie die Allergenkarenz. Liegt der Grund für die Belastung der Luft mit Schimmelpilzsporen in den eigenen Wohnräumen, sollte man die Schimmel-Quelle so schnell wie möglich finden und sanieren.

Der nächste Therapieschritt bei der Schimmelpilz Allergie wäre die symptomatische Behandlung der Schimmelpilz Allergie. Die symptomatische Behandlung s ist ganz besonders deshalb ein wichtiger Schritt, weil eine spezifische Immuntherapie bei Schimmelpilz Allergikern nicht möglich ist, bevor die Symptomatik an den Atemwegen unter Kontrolle ist. Die spezifische Immuntherapie ist die einzig kausale Therapie bei Schimmelpilzallergie, es gibt aber einige Besonderheiten.

Schimmelpilz Allergie: Wie kommt es dazu? Schimmelquellen? Therapie?; Dr. Petra Zieglmayer

Allergie auf Schimmelpilze - wie kann ich den Schimmelpilz in Innenräumen vermeiden?

Wenn man an einer Schimmelpilzallergie leidet, sollte der Kontakt zum Allergen, also zum Schimmelpilz, vermieden werden. Obwohl die Konzentrationen von allergenen Schimmelpilzen im Außenbereich weit höher ist als in Innenräumen, sollte man auf Schimmelbefall achten, wie Dr. Thomas Warscheid informiert:

„In Innenräumen sollte es keinen „strukturierten“ Schimmelpilzbewuchs geben. „Strukturiert“ heißt, der Schimmel wächst aktiv, es gibt miteinander verflochtene Hyphen, es gibt Sporenträger und somit ein intaktes Vegetationssystem. Man kann diesen Schimmelbewuchs meist sehen, riechen und auch unter dem Mikroskop deutlich erkennen. Ein solcher Schimmelbewuchs in Innenräumen sollte auf jeden Fall entfernt werden, egal, ob bei den Bewohnern eine Schimmelpilzallergie besteht oder nicht.

Stellenweise, dunkle Schimmelflecke in der Dusche und Fliesenfugen gelten dagegen eher als Bagatellschäden und sind häufig mehr aus ästhetischen denn gesundheitlichen Gründen zu sanieren.

Nicht immer ist der Schimmelpilzbewuchs sichtbar. Bemerkt man einen muffigen erdig-pilzigen Geruch, lohnt es sich deshalb, auf die Suche nach vermeintlichen Befallsherden zu gehen. Findet man trotz intensiver Suche nichts und bleibt der Geruch bestehen, sollte man einen Sachverständigen hinzuziehen, der über die entsprechend baukonstruktiven wie bauphysikalische Kenntnisse verfügt und dabei helfen kann, die Ursachen für den vermeintlichen Schimmelpilzbewuchs zu finden.“

Schimmelpilzbefall im Innenraum: Wo versteckt er sich? Wie vermeiden?; Dr. Thomas Warscheid

Schimmelpilzallergie – was ist bei der Nahrungsmitteln zu beachten?

Schimmelpilzsporen finden sich nicht nur in der Umgebung und in Innenräumen, sondern auch auf Nahrungsmitteln, wie Dr. Verena Mandelbaum im Video erklärt:

„Auch alle Nahrungsmittel, die gelagert werden, sollte man besonders gründlich waschen, wenn man eine Schimmelpilzallergie hat. Bei der Lagerung vermehren sich Schimmelpilze besonders stark, weshalb man auch bei Trockenfrüchten vorsichtig sein sollte. Bei Trockenfrüchten, die nicht kühl und luftig gelagert wurden, können sich leicht Schimmelpilze bilden.“

Schimmelpilzallergie: Was ist bei Nahrungsmitteln zu beachten?; Dr. Verena Mandelbaum

Im Video „Schimmelpilzallergie und Nahrungsmittel“ erklärt Dr. Verena Mandelbaum es so:

Schimmelpilzallergie und Nahrungsmittel; Dr. Verena Mandelbaum

Schimmelpilzallergie – die Therapie ist schwierig?

Welche Optionen bei der Behandlung einer Schimmelpilzallergie zur Verfügung stehen, und warum nicht jede Therapieform bei allen Patienten angewendet werden können, darüber spricht Dr. Petra Zieglmayer im Video:

Schimmelpilzallergie: Diagnose und Behandlung; Dr. Petra Zieglmayer

Nasenspülungen – Therapie bei Hausstaubmilben und Schimmelpilzen?

Nasenspülungen können bei allergischer Rhinitis, also auch bei Hausstaubmilben- und Schimmelpilzallergien angewendet werden. Sie gelten als eine sanfte und zusätzlich Therapieoptionen zur Linderung der Beschwerden, wie Dr. Maud-Bettina Hilka erklärt:

„Die Empfehlung gilt in erster Linie für die Pollenallergiker, denn die Pollen können relativ gut von den Schleimhäuten weggespült werden. Dadurch findet die Entzündungskaskade, die durch das Anhaften der Pollen auf der Schleimhaut in Gang gesetzt wird, nur in einem reduzierten Maße statt.

Bei Allergien gegen Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare kann man ebenfalls Nasenspülungen anwenden. Allergien auf Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaar-Epithelien gehören allerdings zu den persistierenden Allergien. Deshalb müsste man die Nasenspülungen das ganze Jahr über durchführen.“

Nasenspülungen? Wann sind sie sinnvoll? Wie macht man´s richtig?; Dr. Maud-Bettina Hilka