Zöliakie-Therapie Gluten-Impfung

Prof. Detlef Schuppan zur Gluten-Impfung!

Zöliakie-Therapie: Studie prüft die Wirksamkeit einer Gluten-Impfung!

Wie wird die Gluten-Impfung durchgeführt?

Bei der Zöliakie-Impfstudie erhalten die Zöliakie-Patienten, die sich alle in Remission befinden, über mehrere Monate hinweg zwei Mal in der Woche eine subkutane Impfung mit ausgewählten Gluten-Peptiden in sehr geringen, gleichbleibenden Dosen. Dadurch sollen regulatorische T-Zellen induziert werden.

Nach einer gewissen Zeit erfolgt dann eine Provokationstestung, entweder mit mittleren Glutendosen oder mit Placebo. Wir sehen dann, ob die Patienten durch die vorausgegangene Gluten-Impfung geschützt sind.

Wie lange könnten die Zöliakie-Patienten durch die Gluten-Impfung geschützt bleiben?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies nicht vorhersehbar. Zunächst gilt es, im Rahmen der Studienphase II abzuklären, ob die Gluten-Impfung überhaupt in der Lage dazu ist, einen wirksamen Schutz zu etablieren. Ist dies der Fall, würde man in der Studienphase II b oder III die Frage nach dem prolongierten Schutzeffekt der Gluten-Impfung abklären.

Wann wäre die Gluten-Impfung für die Zöliakie-Patienten einsetzbar?

Man müsste mit ca. zwei Jahren rechnen, bis die Ergebnisse der Phase II Studie vorliegen. Eine Ergänzungsstudie würde mindestens weitere zwei Jahre dauern, sodass man frühestens im Jahr 2020 mit dem Einsatz der Gluten-Impfung rechnen könnte.

Herr Prof. Schuppan, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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