So gelingen glutenfreie Weihnachtsplätzchen - Tipps von der DZG

Stuttgart, 31.10.2013 – Der Advent ist die Zeit des Backens und Naschens. Das gilt auch für die rund 400.000 von Zöliakie Betroffenen in Deutschland. Sie leiden unter einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten. Das Klebereiweiß kommt in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel vor und sorgt beim Backen für einen geschmeidigen Teig. Zöliakiebetroffene müssen sich ihr Leben lang glutenfrei ernähren. Doch das bedeutet nicht, dass sie in der Adventszeit auf Plätzchen, Lebkuchen oder Gebäck verzichten müssen. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) hält viele Tipps für glutenfreie Zutaten und Produkte bereit und zeigt Betroffenen, worauf es beim glutenfreien Backen ankommt. Die Weihnachtsrezepte der DZG zeigen, dass Zöliakiebetroffene auch im Advent auf nichts verzichten müssen. Sie sind einfach nachzubacken und auch für Anfänger geeignet.

Tipps für die glutenfreie Weihnachtsbäckerei:

  • Glutenfreie Mehle benötigen ein zusätzliches Bindemittel und sehr viel Flüssigkeit, damit die Teige locker und geschmeidig werden. Als Bindemittel eignen sich gemahlene Flohsamenschalen.
  • Die Teige anfangs immer etwas zu weich machen, da sie später stark nachtrocknen.
  • Glutenfreie Teige sind sehr klebrig und können am Besten mit der Maschine geknetet werden.
  • Wer mit der Hand nachkneten möchte, sollte Einmalhandschuhe verwenden oder eine Frischhaltefolie über den Teig legen.
  • Notfall-Tipp: Ist der Teig vor dem Backen doch zu trocken geworden, einfach einen Apfel, eine Karotte oder ein Ei dazugeben.
  • Für ungeübte Bäcker sind Fertigmehle gut geeignet.
  • Die Teige kürzer und heißer backen als herkömmliche Teige: So bildet sich außen schneller eine Kruste und die Backwaren bleiben im Inneren saftig

Die glutenfreien Rezepte:

Walnuss-Cookies

Kokosmakronen mit Cranberries

Macadamia-Schoko-Happen

Zimt-Sterne

Wissenswertes zur Erkrankung Zöliakie und zur Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V.

Jeder 200. Mensch in Deutschland ist nach Schätzungen von Zöliakie betroffen. Dabei zeigen sich nur bei etwa 10-20 Prozent der Betroffenen die klassischen Symptome der Nahrungsmittelunverträglichkeit. 80-90 Prozent dagegen haben untypische oder keine Symptome und wissen daher oft über lange Zeit nichts von ihrer Erkrankung. Grundsätzlich ist ein Ausbruch einer Zöliakie in jedem Lebensalter möglich. Trotz verbesserter Diagnostik und umfangreichem Wissen über das Krankheitsbild wird die Diagnose in vielen Fällen erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen gestellt.

Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) wurde 1974 als Selbsthilfeorganisation von Eltern erkrankter Kinder gegründet. Sie ist eine Solidargemeinschaft, in der Menschen, die von Zöliakie und Dermatitis Herpetiformis Duhring betroffen sind, Hilfe und Unterstützung für ihr tägliches Leben und einen sinnvollen Umgang mit der Erkrankung finden.

Inzwischen zählt die DZG über 40.000 Mitglieder. Jährlich kommen weitere neue Mitglieder dazu. In den nunmehr fast 40 Jahren ihres Bestehens ist es der DZG gelungen, öffentliches Bewusstsein für Zöliakie zu wecken und zahlreiche Betroffene im Umgang mit ihrer Erkrankung zu informieren und zu unterstützen.

Die DZG unterhält vielfältige Kontakte zu allen Herstellern glutenfreier Lebensmittel in Deutschland und Europa. Inzwischen gibt es zahlreiche glutenfreie Lebensmittel, die das Leben mit Zöliakie wesentlich erleichtern.


Weitere Informationen bei:
Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V.
Kupferstraße 36
70565 Stuttgart
Telefon: 0711 / 459981-0
www.dzg-online.de

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