Weizenallergie Kind Kita Schule

Diplom-Ökotrophologin Claudia Thienel, Praxis für Ernährungsberatung & Büro für ernährungswissenschaftliche Dienstleistungen in Bonn zu Weizenallergie in Kita und Schule!

Weizenallergie beim Kind? Tipps & Tricks für Kita und Schule!

Die Weizenallergie gehört bei Kindern zu den häufigen Allergien. Zu Tage tritt sie bei kleinen Kindern erst dann, wenn die erste weizenhaltige Beikost gegeben wird. Zu Hause ist es meist recht gut möglich, das Kind weizenfrei zu ernähren. Was aber, wenn das Kind in die Kita kommt bzw. später dann in die Schule? Im Vorfeld der Düsseldorfer Allergietage 2016 sprach MeinAllergiePortal mit Diplom-Ökotrophologin Claudia Thienel, Praxis für Ernährungsberatung & Büro für ernährungswissenschaftliche Dienstleistungen in Bonn über Tipps und Tricks und Ihren Workshop bei der Veranstaltung.

Frau Thienel, wovor haben Eltern weizenallergischer Kinder am meisten Angst, wenn ihr Kind in die Kita kommt?

Bei den Eltern von Kindern mit Weizenallergie ist die größte Angst, ihr Kind könnte zufällig doch mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die Weizen enthalten.
Dies könnte z.B. durch einen weizenhaltigen Keks geschehen, den das Kind irgendwo in der Kita findet. Auch wenn die Kinder unbemerkt den Inhalt  ihrer Brotdosen tauschen, kann ein allergisches Kind in Kontakt mit dem Weizenallergen kommen. Den Eltern ist bewusst, dass die Erzieher nicht ständig beobachten können, was die Kinder essen.

Eine weitere große Sorge der Eltern ist, dass ihr Kind ausgegrenzt werden könnte, z.B.  weil es nie den Geburtstagskuchen der anderen Kinder mitessen kann oder am gemeinsamen Frühstücksbuffet nicht teilnehmen darf.

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Welche Befürchtungen finden Sie auf Seiten der Kita, wenn ein Kind mit Weizenallergie angemeldet wird?

Eine grundsätzliche Sorge des Kita-Personals ist häufig, dass das Wissen, welche Lebensmittel Weizen enthalten könnten, nicht bei allen Mitarbeitern gleichermaßen vorhanden.

Hinzu kommt, dass die Erzieher der Kita natürlich auch wissen, dass sie nicht immer ein Auge darauf haben können, was die Kinder zwischendurch „naschen“ und dass dies eine Sicherheitslücke darstellen könnte.

Heutzutage werden in Kitas auch manchmal Aushilfskräfte bei den Erziehern oder Ersatzköche (falls in der Kita gekocht wird) eingesetzt. Auch deswegen besteht bei vielen Kitas die Sorge, unwissentlich Fehler zu machen.

Die größte Angst auf Seiten der Kitas ist jedoch, dass sie haftbar gemacht werden könnten, wenn ein Kind dort ein weizenhaltiges Nahrungsmittel zu sich nimmt und ihm daraufhin etwas passiert. Insbesondere die Angst vor einem anaphylaktischen Schock, der die Verwendung eines Notfallsets bzw. eines Adrenalin-Autoinjektors nötig macht, ist groß bei den Kita-Mitarbeitern. Letztendlich würden dann die Kinder darunter leiden.

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