Pollenflugvorhersage Pollenfallen Geld Kosten

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformations-dienst (PID) bittet um Unterstützung!

Kein Geld für Pollenfallen in Deutschland: Das Ende der Pollenflugvorhersage?

35 Pollenfallen betreibt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) bundesweit seit ihrer Gründung 1983. Aufgrund der in diesen Pollenfallen gewonnen Daten werden, in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst, die täglichen Pollenflugvorhersagen erstellt. Immer schon stand die Finanzierung der Stiftung „auf wackligen Beinen“, doch stets gelang es, den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten. Das ist nun anders und bald könnte deshalb die Pollenflugvorhersage eingestellt werden.

Pollenfallen-Betreuung – Ehrensache?

Die meisten Nutzer der Pollenflugvorhersage wissen nicht, wieviel Arbeit hinter dem Service steckt, den sie in der Pollenflugsaison, oft über Apps, täglich nutzen, denn die Pollenfallen tun ihre Arbeit nicht allein. Jede  Pollenfalle wird von ehrenamtlich tätigen Freiwilligen betreut, die das jeweilige Pollenaufkommen regelmäßig erheben, bestimmen und analysieren. Diese Auswertung der durch die Pollenfallen gesammelten Informationen erfolgt in Handarbeit durch Auszählen der Pollen unter dem Mikroskop. „Nur durch den selbstlosen Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer war es lange Zeit möglich, den Betrieb der Pollenfallen aufrecht zu erhalten“ erklärt Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Vorstandsvorsitzender der PID, „diese Freiwilligen gibt es aber heutzutage immer weniger, wir müssten dringend einen finanziellen Ausgleich anbieten!“

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Ohne Pollenflugvorhersage kein Allergenmanagement!

Für Pollenallergiker und das ist mit 24 Mio Menschen die größte Gruppe unter den Allergikern, ist die Pollenflugvorhersage ein unverzichtbares Instrument für das Management der Erkrankung. So ermöglicht es eine funktionierende Pollenflugvorhersage den Patienten, „ihrem“ Allergen „aus dem Weg zu gehen“ oder entsprechende Medikamente früh genug einzunehmen, damit es gar nicht erst zu Symptomen kommt. Auch die Wirksamkeit einer spezifischen Immuntherapie lässt sich überprüfen, wenn eventuelle Symptome mit den Daten aus der Pollenflugvorhersage korreliert werden können.

Erderwärmung und neue Allergene!

In der Vergangenheit konnten durch die Daten aus den Pollenfallen eine Reihe von Phänomenen bestätigt werden, über die zuvor spekuliert wurde. So zeigte sich z.B. in den letzten Jahren der Effekt der Erderwärmung dadurch, dass die Pollen der Frühblüher wie Erle und Hasel, die eigentlich erst im Februar oder März auftreten sollten, bereits im Dezember „in die Pollenfallen“ gingen.

Pollenflugvorhersage (k)eine gesundheitspolitische Verpflichtung?

Anders als in anderen europäischen Ländern erhält die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) keine staatliche Unterstützung. Vielmehr finanziert PID sich ausschließlich durch den begrenzten Verkauf der Daten für Studienzwecke. Diese finanziellen Ressourcen  sind  nun erschöpft, denn mit Ablauf des Jahres 2016 kann der Betrieb der Pollenmessstationen ohne zusätzliche Mittel nicht aufrechterhalten werden. „Ärztinnen und Ärzte wissen, ein Wegfall der Pollenflugvorhersage hätte riskante Folgen: Weniger Orientierung für Betroffene im Alltag, unwirksamere Medikamente, mangelnde epidemiologische Kenntnisse und eine lückenhafte Dokumentation bei der Beschreibung klimaschutzrelevanter Daten, daneben Probleme bei laufenden Studien zur Immuntherapie“ so PID-Vorstandsvorsitzender Prof. Bergmann, „in einem offenen Brief fordern wir deshalb das Bundesgesundheitsministerium auf, der Pollenflugmessung in Deutschland eine finanzielle Zukunft zu geben. Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift das Engagement des PID, damit wir als Allergologinnen und Allergologen auch zukünftig gemeinsam weiter gute Arbeit leisten können.“ Verlinkung:

Zur Formulierung des Appells an das Bundesgesundheitsministerium geht es hier!

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