Allergische Rhinitis und Asthma – bedingt das eine das andere?

„United Airways“ – allergische Rhinitis als Risikofaktor für Asthma

Ein weiterer Hinweis auf das immunologische Zusammenwirken der oberen und unteren Atemwege zeigte sich anhand einer Studie an Patienten, die an allergischer Rhinitis, nicht aber an Asthma  erkrankt waren. Bei diesen Patienten zeigte sich nach einer nasalen Provokation ein Anstieg immunologisch aktiver Adhäsionsmoleküle in der Bronchialschleimhaut. „Möglicherweise kommt es über Defekte in der nasalen Schleimhaut zu einer Sensibilisierung“ erklärte Prof. Philippe Stock, Leitender Arzt Pädiatrie und stv. Ärztlicher Direktor am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, „man vermutet, dass eine gestörte Barrierefunktion der Haut oder der Schleimhaut die Allergieentstehung begünstigen.“ Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass bei Kindern oft die atopische Dermatitis die erste allergische Erkrankung ist und diese häufig den Beginn eines allergischen Marsches markiert.“

Allergische Rhinitis – die Therapiequalität beeinflusst auch das Asthma

Wenn die oberen und die unteren Atemwege eine funktionelle Einheit bilden, was heißt dies dann für die Therapie? „Die Effektivität der Therapie der oberen Atemwege scheint einen Einfluss auf den Schweregrad des Asthmas bzw. der Erkrankung der unteren Atemwege zu haben“ betonte Prof. Philippe Stock. Die Qualität der Behandlung der allergischen Rhinitis scheint also durchaus eine Rolle bei der Asthmasauprägung zu spielen. Zur effektiven Behandlung der allergischen Rhinitis scheint eine Kombination aus Glukokortikosteroid (Fluticasonpropionat) und Antihistaminikum (Azelastinhydrochlorid) eine sehr gute Wirkung zu zeigen.

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