Mehr Heuschnupfen Symptome durch Sport? Auswirkungen der Pollenallergie auf Sportler!

Gab es Auffälligkeiten in Bezug des zeitlichen Auftretens der Symptome?

Das zeitliche Auftreten der Symptome entsprach den jeweils relevanten Allergenen. Bei den Sportlern, die z.B. gegen Frühblüher allergisch waren, traten die Symptome zu der Zeit auf, in denen die Frühblüher Pollen flogen und danach hatten sie keine Probleme mehr.

Dabei sollte man aber beachten, dass sich bei 40 Prozent der Pollenallergiker irgendwann ein allergisches Asthma einstellt. Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb äußerst wichtig, um diesen Etagenwechsel zu verhindern, auch, wenn man nur für kurze Zeit unter Symptomen zu leiden hat.

Haben denn die Sportler in Ihre Studie entsprechende therapeutische Maßnahmen ergriffen?

Wir haben die Sportler in unserer Studie auch in Bezug auf die ergriffenen Maßnahmen bzw. die angewendeten Therapien befragt. Eine Vielzahl der Sportler gab an, „ihr“ Allergen zu meiden und in der entsprechenden Pollensaison nicht ins Freie zu gehen und ein weiterer großer Teil gab an, den Heuschnupfen symptomatisch mit Medikamenten zu behandeln, durch Antihistaminika, Nasentropfen etc. und einige nutzten alternative Heilverfahren. Nur ein geringer Prozentsatz der Befragten versuchte nicht nur die Symptome der Allergie zu lindern sondern unterzog sich einer Hyposensibilisierung.

Zurück zu den Trainingseinbußen. Konnten sie beziffern, wie stark diese Beeinträchtigungen waren?

Wir haben versucht diese Frage zu klären, indem wir die Sportler gefragt haben, wie häufig sie ihr Training heuschnupfenbedingt anpassen mussten und wie häufig sie ein Training ausfallen lassen mussten. Das Spektrum reichte zwischen „ich musste das Training nie ausfallen lassen“ bis „ich musste jedes zweite Training ausfallen lassen“. Unter den befragten Allergikern gab es niemanden, der keine Einschränkungen hinnehmen musste.

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