Allergische Sinusitis . Rhinosinusitis

n. Welche Ursachen hat die allergische Sinusitis? Wie erkennt man sie? Wie erfolgen Diagnose und Behandlung? MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Hans Knoch, Gemeinschaftspraxis Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Bensheim

Allergische Sinusitis bzw. Rhinosinusitis: Symptome, Diagnose, Therapie

Wie erfolgt die Diagnose einer allergischen Sinusitis?

Neben der Anamnese, die meist schon eindeutige Hinweise auf die Ursache bietet, lassen sich durch die HNO-fachärztliche Untersuchung mittels Endoskopen weitere allergietypische Befunde erheben. Im Zweifel  führen bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall  im akuten Stadium oder zur Verlaufskontrolle, sowie eine Röntgendiagnostik in Schichtbildtechnik bei chronischem Verlauf weiter.

Eine allergische Ursache lässt sich mittels Allergietests wie die Pricktestung an der Haut des Unterarms oder einer Blutuntersuchung auf spezifische Allergen-Antikörper meist sicher einschätzen. Im Zweifel kommt auch eine Provokationstestung mit Allergenen - nasal, d.h. an der Nase, oder conjunktival, d.h. am Auge, in Frage.

Welche Therapieoptionen gibt es für die allergische Sinusitis?

Bei der akuten allergischen Sinusitis steht die symptomatische antiallergische Therapie im Vordergrund. Neben lokalen Nasensprays mit Kortison und/oder Cromoglicinsäure sind bei stärkeren Beschwerden auch die systemische Therapie mit Antihistaminika und Kortison indiziert. Das Ziel dabei  ist, die allergischen Entzündungsreaktionen der Nase und der Nebenhöhlen einzudämmen, was zum Abschwellen der Schleimhäute und zur Verbesserung der Belüftung der Nase und der Nasennebenhöhlen führt.

Hilft bei der allergischen Rhinosinusitis auch die Hyposensibilisierung?

Die Hyposensibilisierung gilt neben der Allergiekarenz als einzige kausale Therapie bei der allergischen Rhinosinusitis und sollte möglichst frühzeitig im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Ihre Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt. Sie kann auch eine Ausweitung der Allergie und die Gefahr eines Etagenwechsels mit Ausbildung eines allergischen Asthmas vorbeugen.

Bei chronisch therapieresistenten Verläufen mit Obstruktion der Nase durch Nasenmuschelhypertrophie, Nasenscheidewandverkrümmung oder chronischer Sinusitis ist auch eine chirurgische Therapie sinnvoll, zumal die Beschwerden einer Allergie durch anatomische Besonderheiten verstärkt werden können.

Herr Dr. Knoch, herzlichen Dank für dieses Interview!

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