spezifische Immuntherapie Tabletten

Prof. Ralph Mösges vom Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie in Köln

Die neue spezifische Immuntherapie mit Tabletten: Wann ist sie erfolgreich?

Was sollte der Patient wissen, bevor er sich für eine spezifische Immuntherapie entscheidet? Welche Voraussetzungen sollte der Patient mitbringen? Welche Nebenwirkungen können auftreten und gibt es Möglichkeiten, diese zu reduzieren?

Die Wirkung der Hyposensibilisierung hält zumeist nicht ewig. Ähnlich wie bei anderen Impfungen kann es nötig werden, die Therapie nach 5 bis 10 Jahren zu wiederholen.

Es gibt auch Patienten, die eine spezifische Immuntherapie zunächst beginnen und dann abbrechen. Welche gesundheitlichen Konsequenzen hat das?

Wenn die Patienten die spezifische Immuntherapie abbrechen, steht der Therapieerfolg "auf der Kippe". Jedes Therapiejahr bringt einen zusätzlichen Nutzen. Das sollte die Patienten dazu motivieren, die spezifische Immuntherapie durchzuhalten.

Der Allergengehalt der zur spezifischen Immuntherapie verwendeten Extrakte spielt für den Erfolg der Behandlung eine große Rolle. Deshalb wird zurzeit auch auf europäischer Ebene daran gearbeitet, eine Kennzeichnung des Allergengehaltes in Bezug auf die enthaltene Allergenmenge verbindlich einzuführen. Wird dadurch der Therapieerfolg der SIT steigen?

Nur mit qualitativ hochwertigen Präparaten lässt sich ein Therapieerfolg sicherstellen. Das Paul-Ehrlich-Institut trennt momentan bei dieser Behandlungsform die "Spreu vom Weizen", jedoch wird der "Ausleseprozess" noch einige Jahre dauern. Bis dahin lohnt es sich, ausschließlich die in der neuen Leitlinie zur Hyposensibilisierung empfohlenen Präparate zu verwenden.

Herr Prof. Mösges, herzlichen Dank für dieses Interview!

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