Allergenprovokationskammer

Dr. Petra Zieglmayer, Chief Scientific Officer, QB, Allergieambulatorium Wien West

Wofür braucht man eine Allergenprovokationskammer?

Welche weiteren Funktionen hat die Allergenprovokationskammer?

Wir nutzen die Allergenprovokationskammer nicht nur zur Untersuchung  wissenschaftlicher Fragestellungen, sondern auch um neue Allergietherapien zu entwickeln. Wenn z.B. ein neuer Wirkstoff im Tierversuch gut funktioniert hat  und man ihn dann auf seine Wirksamkeit am Patienten untersuchen will, kann man dies mit Hilfe der Allergenprovokationskammer sehr effizient testen. Diese Tests führen wir ab der frühen Phase 2 durch. Das sind die Studien, in denen man den neuen Wirkstoff nach dem Test an gesunden Studienteilnehmern an Patienten mit bestehender Erkrankung durchführt. Wir nutzen die Kammer aber auch für Efficacy Studien oder z.B. zur Evaluierung von Immuntherapien und für Zulassungsstudien.

Darüber hinaus können Provokationskammern für gutachterliche Fragestellungen bei berufsassoziierten Allergien genutzt werden. In der Kammer lassen sich z.B. bronchiale Provokationstests zum Nachweis berufsbedingter asthmatischer Erkrankungen durchführen.

Was messen Sie im Verlauf der Tests in der Allergenprovokationskammer?

Zum einen, wie gesagt die klinische Symptomatik, die wir zum einen nach subjektiven klinischen Parametern, aber auch nach objektiven klinischen Parametern evaluieren. Der Patient gibt dann z.B. seine subjektive Einschätzung seiner Symptome auf einer Bewertungsskala an und parallel dazu führen wir alle 30 Minuten rhinomanometrische Messungen durch, um diese Angaben objektiv zu untermauern.

Frau Dr. Zieglmayer, herzlichen Dank für das Gespräch!

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