Advertorial
schwere Neurodermitis Erwachsene Therapie Biologicals Biologics

Prof. Thomas Bieber zu schwerer Neurodermitis bei Erwachsenen und vielversprechenden Therapieoptionen durch Biologicals!

Schwere Neurodermitis bei Erwachsenen? Häufig unerkannt und unbehandelt!

Heißt das, aktuell gibt es gerade für die scheren Neurodermitis-Fälle bei Erwachsenen keine Therapie?

Ja, gerade bei den älteren erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis steht uns zurzeit keine Therapie zur Verfügung – uns sind die Hände gebunden!

Wie wirkt es sich auf die Psyche der erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis aus, dass es für sie aktuell keine Therapiemöglichkeit gibt?

Für die älteren Neurodermitis-Patienten ist es ein massiver Einschnitt, plötzlich mit einer Erkrankung konfrontiert zu sein, die das Hautbild so stark beeinträchtigt und noch dazu mit massivem Juckreiz verbunden ist. Auch die Psyche leidet sehr unter der Erkrankung. Nicht selten sehen wir hier noch Depressionen, die im Zuge der Erkrankung entstehen oder sich verschlechtern.

Wir hoffen deshalb sehr, dass die Entwicklung neuer Neurodermitis-Therapien in Form von Biologics bald zum Tragen kommen wird. Aktuell laufen verschiedene Studien zu Präparaten, die z.B. Interleukine blockieren und/oder deren Signalwege inhibieren. Ein aktueller sehr vielversprechender Ansatz ist ein monoklonaler Antikörper, der die Bindung von IL-4 und IL-13 an deren Rezeptor blockiert und somit die ausgelöste Signalübertragung auf T-Zellen, B-Zellen aber auch andere Zellen blockiert. Gerade den schwerstbetroffenen erwachsenen Neurodermitikern könnte dies eine völlig neue Therapieoption eröffnen.

Was meinen Sie konkret mit „neuen Therapieoptionen“ im Zusammenhang mit einem solchen IL-4 und IL-13 Rezeptor-Blocker?

Generell wäre mit dem Einsatz eines solchen Biologics ein Umdenken beim Management der Erkrankung Neurodermitis verbunden.

Klassischerweise ist es das Ziel einer Neurodermitis-Therapie einen Neurodermitis-Schub zu behandeln. Dieser Ansatz findet auch in der Mentalität mancher Zulassungsbehörden seine Entsprechung, denn neue Medikamente beurteilt die Behörde meistens danach, wie sich das Medikament auf die Behandlung eines Schubes auswirkt.

Aus meiner Sicht ist dies jedoch der falsche Ansatz, denn durch die bloße Behandlung eines Neurodermitis-Schubes mit Hilfe von Kortison ist die Neurodermitis nicht kontrolliert - gerade die erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis haben oft bis zu 12 Schübe im Jahr!

Kontrolliert wäre die Neurodermitis erst dann, wenn die Schübe verhindert werden könnten, was mit den Biologics potentiell der Fall ist. Die Herausforderung besteht also darin, die Neurodermitis langfristig zu kontrollieren. Der Fokus sollte auf der Prävention von Neurodermitis-Schüben liegen, nicht auf deren Therapie!

Wann wird man den Patienten denn mit dem Einsatz des IL-4 und IL-13 Rezeptor-Blockers helfen können?

Das ist eine Frage der Zulassung. Aktuell laufen Zulassungsstudien für den Einsatz des Biologics bei Erwachsenen. Nach erfolgter Zulassung, voraussichtlich 2017 in den USA, aber erst später in Europa, können Patienten davon profitieren. Im Anschluss daran würde man untersuchen, inwiefern auch Kinder mit schwerer Neurodermitis davon profitieren könnten, denn auch unter den Kindern gibt es Fälle mit sehr schweren Neurodermitisformen. Ultimativ wäre dann auch das Potential solcher zielgerichteter Therapien in der Prävention des sogenannten „atopischen Marsches“ gegeben.

Herr Prof. Bieber, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Fußnoten:

1) Topisch: lokal, auf eine bestimmte Stelle des Körpers beschränkt

2) IgE: Immunglobulin E, ein körpereigener Antikörper

3) RAST: Radio-Allergo-Sorbens-Test

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

Für Patienten!

Für Fachkreise!

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.