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schwere Neurodermitis Erwachsene Therapie Biologicals Biologics

Prof. Thomas Bieber zu schwerer Neurodermitis bei Erwachsenen und vielversprechenden Therapieoptionen durch Biologicals!

Schwere Neurodermitis bei Erwachsenen? Häufig unerkannt und unbehandelt!

Wie sehen die Symptome der „jüngeren“ Erwachsenen mit Neurodermitis aus, der „late onset“-Gruppe im Alter zwischen 20 und 40 Jahren?

Bei der Gruppe der „late onset“-Neurodermitiker, die nach eigener Aussage bzw. nach Auskunft der Eltern zuvor nie Neurodermitis-Symptome hatten, zeigt sich oft eine milde Form der Neurodermitis. Häufig sind Frauen betroffen und meist tritt die Neurodermitis nur im Bereich des Halses und des Gesichtes auf. Diese Form der Neurodermitis ist mit topischen1) Steroiden bzw. topischen Calcineurininhibitoren, verbunden mit einer geeigneten „Basistherappie“, d.h. rückfettenden Maßnahmen, in der Regel leicht zu behandeln.

Typischerweise findet sich bei den Neurodermitis-Betroffen der „late onset“-Gruppe auf den ersten Blick keine  weitere Allergie wie z.B. Heuschnupfen oder Asthma. Diese Patienten, es sind meistens Frauen, haben in der Regel einen normalen Gesamt-IgE-Wert.2) Oftmals wird bei solchen Patienten, d.h. bei einem IgE-Spiegel unter 100, deshalb nicht mit weiteren Tests nach möglicherweise vorhandenen Sensibilisierungen gesucht.

Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass eine tiefgründigere Untersuchung bei den jüngeren erwachsenen Patienten eine Sensibilisierung zu Tage bringen kann, die zuvor nicht nachgewiesen werden konnte. Mit dem RAST3) findet man bei erwachsenen Neurodermitikern relativ häufig eine Oligosensibilisierung, d.h. eine relativ starke Sensibilisierung auf ein oder zwei der klassischen Allergene, wie z.B. Pollen oder Hausstaubmilbe. Das weist auf die Möglichkeit einer relativ starken allergischen Reaktion auf diese Allergene hin, da sich die gesamte IgE-Antwort auf nur zwei Allergene konzentriert und könnte somit für die Neurodermitis-Therapie äußerst relevant sein.

Wie zeigen sich die Neurodermitis-Symptome bei der „very late onset“-Gruppe im Alter von 65plus?

Hierzu gibt es nur sehr wenige Publikationen, denn, wie gesagt, hat man die Patientengruppe der älteren Neurodermitiker über Jahre hinweg anscheinend völlig übersehen. Man vermutete bei Patienten im Alter von 65 Jahren und mehr einfach nicht, dass eine Neurodermitis vorliegen könnte und untersuchte deshalb nicht in diese Richtung.

Hinzu kommt, dass die Diagnose bei diesen älteren Neurodermitis-Patienten oft ein langer und komplexer Prozess ist. Sehr oft müssen zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, wie z.B. eine Kontaktsensibilisierung, ein kutanes T-Zell-Lymphom, besondere Formen der Psoriasis oder die seltene Erkrankung Pityriasis rubra pilaris.

Die Symptome der sehr späten Form der Neurodermitis  sind oft massiv, es handelt sich um ein schweres Krankheitsbild. Die Haut der Patienten ist erythematös, d.h. die Haut ist am gesamten Körper stark gerötet und teils schuppend. Außerdem leiden diese „sehr späten“ Neurodermitis-Patienten unter einem sehr starken Juckreiz – die Patienten haben daher eine sehr eingeschränkte Lebensqualität. Nach unserer Analyse sind von dieser sehr schweren Form der Erwachsenen-Neurodermitis überwiegend Männer betroffen, etwa 75 Prozent der Patienten.

Wie behandelt man diese älteren Patienten mit schwerer Neurodermitis?

Die Behandlung dieser Patienten ist ausgesprochen schwierig, denn bei einer so schweren Neurodermitis reichen topische Präparate zur Behandlung nicht aus. Angebracht wäre eine systemische Therapie und dafür steht als einzig zugelassener Wirkstoff  Ciclosporin zur Verfügung.

Der Einsatz von Ciclosporin ist in höherem Alter jedoch oft nicht möglich. Das liegt zum einen an der häufig in diesem Alter verminderten Funktionstüchtigkeit der Nieren und zum anderen an möglichen Wechselwirkungen von Ciclosporin mit anderen Medikamenten, die in diesem Alter häufig eingenommen werden, z.B. Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc..

Weiter gibt es für die Indikation Neurodermitis nicht zugelassene Präparate aus der Klasse der Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Methotrexat. Diese Präparate können jedoch toxische Nebenwirkungen auf Leber und Niere haben und auch hier kann es zu Wechselwirkungen mit manchen altersbedingt relevanten Medikamenten kommen. Wenn es machbar ist, behelfen wir uns dann noch mit der Lichttherapie aber auch dies hat nur eine begrenzte Wirkung in diesen schweren Formen.

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