Neurodermitis Pollen

Birkenpollen können Neurodermitisschübe triggern © DHA Lochstampfer Fotolia

Bei Neurodermitis die Haut gegen Pollen wappnen

Bonn, 16.03.2015 Noch bevor der Frühling so richtig losgeht, beginnt für Millionen Menschen1) eine qualvolle Zeit: Frühblühende Bäume wie Erle, Hasel und Birke verbreiten bereits kräftig ihre Pollen und sorgen bei Allergikern für juckende Augen, triefende Nasen und Atembeschwerden. Doch auch vor der Haut machen die Allergene aus der Luft nicht halt. Vor allem Neurodermitispatienten sind gefährdet: Pollen können durch ihre instabile Hautbarriere in den Körper gelangen und Ekzemschübe auslösen. Bei Neurodermitis ollte man deshalb die Haut gegen Pollen wappnen.

Bei Neurodermitis können Pollen ein Trigger sein

Nicht immer geht Neurodermitis mit einer weiteren Allergie einher. Doch 70 bis 80 Prozent der Betroffenen2) reagieren auf Umweltallergene wie zum Beispiel Pollen. Um einen Ekzemschub zu verhindern, sollten Neurodermitispatienten ihre Haut gegen die Allergene aus der Luft wappnen. Ihrer Hautbarriere fehlen genetisch bedingt wichtige Stoffe, die gesunde Haut vor dem Eindringen von Schadstoffen schützen. Das sind vor allem Fette (Ceramide 1 und 3) sowie Filaggrin, ein feuchtigkeitsspendendes Eiweiß.

Neurodermitis: Cremen stärkt die Abwehrfunktion der Hautbarriere

Regelmäßiges Eincremen mit einer geeigneten Pflegelotion hilft, diesen Mangel auszugleichen und so die Abwehrfunktion der Hautbarriere zu stärken. Die verwendete Pflege sollte auf die Bedürfnisse der von Neurodermitis betroffenen Haut zugeschnitten sein, einen hautfreundlichen pH-Wert haben und keine Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Wichtig ist es, diese so genannte Basistherapie morgens und abends von Kopf bis Fuß sehr sorgfältig durchzuführen. Für das großflächige Eincremen eignen sich am besten Pflegelotionen, die schnell einziehen und ein angenehmes Hautgefühl hinterlassen.

Weitere Informationen und praktische Hinweise zum besseren Bewältigen der Erkrankung enthält die Broschüre „Basispflege und Therapie bei Neurodermitis“. Der kostenlose Patientenratgeber kann auf dem Postweg oder im Internet angefordert werden. Bestelladresse: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-neurodermitis.de. Tipps zur Reduzierung der Pollenlast im Haushalt gibt es unter www.dha-allergene-reduzieren.de.

Quellen:

1) Statistisch gesehen entwickeln etwa 20 % der deutschen Bevölkerung im Lauf ihres Lebens eine Pollenallergie, das sind rund 15 Millionen Menschen. Die wichtigsten Krankheitsauslöser sind Gräser und Getreidepollen sowie die Pollen frühblühender Bäume, vor allem Hasel, Erle und Birke. Allergo J 2012; 21 (2): 103–108 107

1), 2) Weißbuch Allergie in Deutschland 3. überarbeitete Auflage München, Urban & Vogel, 2010

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