Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Experten treffen sich in Bayreuth!

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Diagnose, Karenz, Ernährungs- und Symptomprotokoll

Ein wichtiger Faktor, der in der Praxis allerdings oft zu kurz kommt, ist die genaue Diagnose der Erkrankung. Hinter der Diagnose „Laktoseintoleranz“ kann z.B. auch eine andere Grunderkrankung wie eine nicht erkannte Zöliakie, eine Fehlbesiedlung des Darmes  oder eine zu schnelle Darmpassage stecken.

Deshalb kommt der Analyse des individuellen Ernährungsverhaltens durch eine Ernährungsfachkraft, die sich auf allergische und nicht allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat (Adressen unter www.ak-dida.de oder www.daab.de), eine große Bedeutung zu. Mit Hilfe eines Ernährungsprotokolls lässt sich eingrenzen, welche Nahrungsmittel in welcher Form zu Symptomen führen. Das Ernährungsprotokoll sollte der Patient minutiös führen und auch die Art der Beschwerden und den Zeitpunkt ihres Auftretens eintragen.

Ganz wichtig: Die Karenz oder Eliminationsdiät ist keine dauerhafte Maßnahme, sondern steht lediglich am Beginn der Maßnahmen. Nach einer gewissen Testphase ist es das Ziel, dem Patienten eine an den individuellen Toleranzgrenzen orientierte Kost zu ermöglichen, die auch gewisse Mengen der „unverträglichen“ Nahrungsmittel enthält.

Weniger Kohlenhydrate = langsamere Darmpassage?

Bleibt die Frage, warum z.B. viele Menschen den Eindruck haben, von einer glutenfreien Kost zu profitieren, obwohl bei ihnen eine Zöliakie nicht feststellbar ist. Eine mögliche Erklärung sieht Dr. Reese darin, dass Kohlenhydrate eher zur Transitbeschleunigung führen, während Fett und Eiweiß eher den Effekt einer Transitverlangsamung haben. Die moderne Ernährung besteht jedoch in zunehmendem Maße aus Kohlenhydraten. Das bedeutet, die Darmpassage erfolgt in manchen Fällen so schnell, dass eine normale Verdauung erschwert wird. So kann es sein, dass Menschen, die sich glutenfrei ernähren, durch eine Meidung von Brot, Nudeln und Co. kohlenhydratärmer essen als zuvor und dadurch eine Besserung ihrer Symptome feststellen. „Der Trend kann doch nicht sein, die Vermarkter der „frei von“ – Artikeln anzuprangern“ so Dr. Reese.

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