Nahrungsmittelunverträglichkeiten Nahrungsergänzungsmittel

Ernährungstherapeutin (DA) Daniela Kluthe-Neis aus Ulm

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Braucht man Nahrungsergänzungsmittel?

Wann kann es denn zu einer Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien etc. kommen, insbesondere in Bezug auf  Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen?

Bei lang bestehenden Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten kann es zu einer mangelhaften Nährstoffverdauung und Nährstoffaufnahme  im Darm kommen, je nachdem welcher Darmabschnitt durch die Stoffwechselproblematik betroffen ist. Beispielhaft könnte sich dies bei der Laktoseintoleranz, der Fruktosemalabsorption oder der Zöliakie gleich Glutenunverträglichkeit, entwickeln.

Bei der Fruktosemalabsorption kann es z.B. zu einem Vitamin B-Mangel kommen, was sich bei Frauen auch durch Menstruationsschmerzen äußern kann. Dann könnte über die Einnahme eines Folats diskutiert werden. Insbesondere bei Kinderwunsch wäre diese Supplementation dieses B-Vitamins sinnvoll. Die mögliche Entstehung einer Spina bifida des Kindes, d.h. offener Rücken, ließe sich so vermeiden.

Wie zeigt sich eine Unterversorgung mit Nährstoffen?

Eine Unterversorgung mit Mineralstoffen kündigt sich oft mit Gewichtsreduktion, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Haarausfall und trockener schuppiger Haut an. In der ernährungstherapeutischen Anamnese ist dann ein Eisenmangel bis zur Anämie zu beobachten. Eine Osteoporose kann sich entwickeln, wenn Kalzium nicht mehr ausreichend aufgenommen wird, oder im Darm zu wenig Vitamin D gebildet wird.

Bei der Zöliakie sind diese Prozesse sehr gut dokumentiert.  Einzelne Nährstoffe können substituiert werden, entweder für einen bestimmten Zeitraum oder, in manchen Fällen, sogar lebenslang. Eine Überversorgung sollte nicht stattfinden. Der Bedarf muss also regelmäßig überprüft werden. Die Interaktion zwischen den einzelnen Nährstoffen oder zwischen den Nährstoffen und Medikamenten sollte  dabei prinzipiell berücksichtigt werden.

Wer keine Beschwerden verspürt, sollte sich auch über eine Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln keine  Gedanken machen.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.