Vitamine Allergie Intoleranz

Karin Spiesz, Diätologin aus Salzburg

Vitamine und Nährstoffe bei Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Wenn der Mangel feststeht, wie lässt er sich beheben? Reicht eine Nahrungsumstellung oder benötigt man spezielle Präparate?

Sollten ein oder mehrere Versorgungslücken festgestellt werden, versucht man diese meist durch gezielte Ernährungsumstellung mit natürlichen Nahrungsmitteln zu beheben. Vitamin- und Mineralstoffpräparate allein können nicht die Vielfalt und das Zusammenspiel natürlicher Nahrungsmittel liefern. Der Zeitraum zum Ausgleich eines Defizits beträgt mehrere Wochen bis Monate. In einigen Fällen, wenn der Arzt einen massiven Mangel festgestellt hat, kann auch eine vorübergehende Supplementierung einzelner Nährstoffe notwendig sein. Diese sollte aber auf keinen Fall in Eigenregie erfolgen.

Was kann man tun, um das Entstehen eines Vitaminmangels oder Nährstoffmangels zu vermeiden?

Zum Vermeiden von diversen Versorgungslücken hinsichtlich Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen, der Sammelbegriff lautet "Mikronährstoffe", ist eine abwechslungsreiche Ernährung unerlässlich. Weiterhin wird die Lebensqualität durch eine gemischte Kost mit wenigen Verboten, bzw. geeigneten Alternativen positiv beeinflusst.

Wann sind Vitamin- und Mineralstoffpräparate sinnvoll und wann nicht? Muss man Apothekenpräparte kaufen oder sind Präparate aus der Drogerie ausreichend?

Vitamin- und Mineralstoffpräparate sind sowohl als Nahrungsergänzungsmittel als auch als Arzneimittel - nur vom Arzt zu verordnen - zu erhalten. Nahrungsergänzungsmittel sind in der Apotheke, den Drogeriemärkten, im Reformhaus oder im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich. Sie sollen, wie der Name sagt, als Ergänzungsmittel eingesetzt werden und nicht um das schlechte Gewissen zu beruhigen, weil man sich einseitig ernährt. Nahrungsergänzungsmittel sind niedriger dosiert als Arzneimittel, es gibt jedoch große Qualitätsunterschiede. Der Vorteil beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln in der Apotheke liegt vor allem darin, dass der Konsument eine fachkompetente Beratung und Informationen über die Verfügbarkeit erhält, das heißt wie viel von einem Präparat der Körper tatsächlich aufnehmen kann. Mikronährstoffe sollten meiner Meinung nach nicht als Einzelpräparat in Eigenregie eingenommen werden, da es Wechselwirkungen gibt und teilweise Überdosierungen auftreten können.

Frau Spiesz, herzlichen Dank für dieses Interview!

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