Eliminationsdiät bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Dipl. oec. troph. Sabine Göldner-Freitag, Ernährungstherapeutin in Stadtoldendorf

Eliminationsdiät bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten & Intoleranzen

Auch Kombinationen mit anderen Nahrungsmitteln sollen für Menschen mit Unverträglichkeiten verträglicher sein…

Nicht allein die Kombination von Nahrungsmitteln spielt eine Rolle. Die Kollegin Christiane Schäfer schreibt z.B. in ihren Fachbüchern, es sei generell verträglicher – übrigens für alle Menschen, die eine empfindlichen Darm hätten  - keine wärmebehandelten Milchprodukte zu essen. Sie sagt auch, dass der aktuell so beliebte geringe Fettgehalt in den Speisen für die Verträglichkeit eher kontraproduktiv sei. Bei Milchprodukten empfiehlt sie, ruhig wieder bewusst zu Produkten mit einem "normalen" Fettgehalt zu greifen. Vielmehr sei es die Kombination von kleinen Mengen Getreide, Milchprodukten, Eiern, Fleisch, Fisch, Nüssen, Ölen und angemessene Mengen an Gemüse und Obst, die zur Bekömmlichkeit beitrügen.

Diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Eine gut verträgliche Kombination, z.B. bei einer Laktoseintoleranz, ist eine Mischung aus Naturjogurt (eventuell laktosefrei), zarten Haferflocken und frischem Obst - bei zusätzlicher Fruktosemalabsorption sollte man diese Mischung noch mit Traubenzucker bestreuen! Im Vergleich dazu ist es, gerade bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit, wesentlich belastender, das Obst "pur" zu sich zu nehmen, weil dann der Fruchtzucker schneller in die Blutbahn übergeht. Deshalb empfehle ich meinen Patienten, dass sie die unverträglichen Nahrungsmittel gut "verpacken" sollen  – in diesem Fall die Fruktose im Obst mit Hafer und Fett.

Menschen mit Unverträglichkeiten bzw. Intoleranzen haben oft das Problem, versehentlich das Falsche zu essen. Wie umgeht man dieses Problem bei der Eliminationsdiät, denn das würde das Ergebnis ja verfälschen?

Eine gute Aufklärung wäre im Vorfeld hilfreich, um die "Diätfehler" so gering wie möglich zu halten und das Führen des Protokolls - hier ein Beispiel.

Es gibt eine ganze Reihe von Intoleranzen. Ergibt sich daraus ein Unterschied bei der Vorgehensweise bei der Eliminationsdiät?

Wie schon erwähnt, ist die Herangehensweise vor allem bei Gluten ganz anders. Hierbei muss geklärt werden, ob es sich um eine Zöliakie handelt - dann darf man kein Gluten essen - oder handelt es sich um eine Glutensensitivität oder um eine echte Weizenallergie. Ähnlich sieht die Vorgehensweise bei einer Laktoseintoleranz und einer echten Allergie auf Kuhmilch aus.

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