Hypoallergene Nahrung

Univ. Prof. Dr. Zsolt Szépfalusi, Leiter Bereich Pulmologie & Allergologie, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien

Hypoallergene Nahrungen – HA-Nahrungen, wann und wozu setzt man sie ein?

Worauf konzentriert sich die Forschung, abgesehen von der Suche nach Markern?

Auch im bereits erwähnten Bereich des Mikrobioms wird aktuell geforscht. Wie erwähnt, spielt das Stillen für die Entwicklung des Mikrobioms des Darms eine Rolle.

Eine Rolle scheint aber auch der Geburtsweg  zu spielen. Eine vaginale Entbindung scheint der Entbindung durch Kaiserschnitt deutlich überlegen zu sein. Es hat sich gezeigt, dass Sectio-Kinder ein höheres Allergierisiko tragen, wobei auch bestimmte Magen-Darm-Probleme bei diesen Kindern häufiger auftreten. Man erklärt sich dies dadurch, dass sich das Mikrobiom der Mutter bei der vaginalen Entbindung auf das Kind überträgt, was bei der Sectio nicht möglich ist.

Auch das Umfeld-Mikrobiom ist ein wesentlicher Aspekt. Wir wissen durch die Bauernhof-Studien, dass Geburt und Aufwachsen auf dem Bauernhof einen gewissen Schutz vor Allergien bietet. Auch Kinder mit vielen älteren Geschwistern haben einen deutlich höheren Schutz vor Allergien. Auch nicht-pasteurisierte Rohmilch hat einen Schutzeffekt vor Allergien, wobei Rohmilch auch Gefahren birgt, z.B. die Listeriose.

Herr Prof. Szépfalusi, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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