Hühnerei Allergie

Dipl. oec. troph. Petra Funk-Wentzel, Praxis für Ernährungstherapie, Schwerpunkt Allergologie und Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Stuttgart

Allergie gegen Hühnerei: Allergene, Meidung, Ersatz

Gibt es Umstände, die die Zurückbildung der Hühnerei Allergie fördern oder hemmen?

Nach heutigem Kenntnisstand wird die Karenz – Hühnerei ganz vermeiden – für 1 bis 2 Jahre empfohlen. Das führt häufig zu einer Toleranzentwicklung. Die Überprüfung sollte aber nur unter ärztlicher Begleitung erfolgen!

Besteht eine Toleranz gegen verbackenes Ei, so fördert der regelmäßige Verzehr eventuell auch die Toleranzentwicklung gegen rohes Ei. Dazu gibt es aber noch wenige Studiendaten. Das sollte immer im Einzelfall von Ärzten und Ernährungsfachkräften für Allergologie beurteilt werden.

Besteht bei der Hühnerei Allergie die Gefahr, zusätzlich noch andere Allergien zu erwerben?

Viele Kinder reagieren nur auf ein bis zwei Lebensmittel allergisch. Nur wenige Kinder sind von vielen Allergien betroffen. Insbesondere Säuglinge mit einer schweren Neurodermitis entwickeln häufiger auf mehrere Nahrungsmittel eine Allergie. Die Sensibilisierung auf Hühnerei kann darauf hinweisen, dass im weiteren Leben weitere atopische Erkrankungen wie beispielsweise Asthma bronchiale auftreten.

Besteht bei Menschen mit einer Hühnerei Allergie die Gefahr einer Mangelernährung?

Sofern andere tierische Lebensmittel wie Milch und Käse, Fleisch oder Wurst verzehrt werden können, besteht keine Gefahr für eine Mangelernährung. Gibt es noch weitere Einschränkungen im Speiseplan, so sollte die individuelle Nährstoffversorgung in regelmäßigen Abständen mit einer allergologisch versierten Ernährungsfachkraft geprüft werden. Verzeichnisse findet man u.A. unter www.ak-dida.de oder www.daab.de!

Frau Funk-Wentzel, herzlichen Dank für das Interview!

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