Histaminintoleranz Provokationstest

Prof. Knut Brockow zum Histaminintoleranz-Provokationstest!

Histaminintoleranz-Provokationstest: Wie funktioniert diese Diagnose?

Wie schnell kommt es bei einem Provokationstest zur Diagnose von Histaminintoleranz zu Reaktionen?

Die Resorption von Histamin erfolgt sehr schnell. Innerhalb von ein bis zwei Stunden nach Aufnahme des Histamins müssten Symptome auftreten, wenn eine Histaminintoleranz vorliegt.

Wie würde die Reaktion beim Provokationstest aussehen, wenn eine Histaminintoleranz besteht?

Typisch wäre starke, plötzlich auftretende Rötungen, der sogenannte Flush, als häufigste Reaktionsform. Auch Durchfälle sind häufige Symptome.        
Aber: Viele Patienten, die angeben, eine Histaminintoleranz zu haben, reagieren beim Histaminintoleranz-Provokationstest entweder gar nicht oder auf Placebo, d.h. auf das Getränk, das gar kein Histamin enthält.    

Bei manchen Patienten zeigt sich durch den Provokationstest, dass deren Verdacht auf Histaminintoleranz begründet war. Aber bei den meisten Patienten können wir die anamnestischen Angaben nicht bestätigen, obwohl wir viel höhere Histamindosen einsetzen, als die Patienten natürlicherweise mit einer histaminreichen Mahlzeiten zu sich nehmen können.

Diese Patienten haben dann also eine andere Erkrankung?

Die Symptomatik der Histaminintoleranz ist nicht sehr spezifisch. Die häufigsten Symptome sind Darmbeschwerden und Flush. Gerade bei Darmbeschwerden kommen viele Ursachen in Frage, z.B. die Ausschlussdiagnose Irritable Bowel Syndrome bzw. das Reizdarmsyndrom.  Es bleibt also abzuklären, welche anderen Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sein könnten.

Herr Prof. Brockow, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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