Delicardo Foodcard

Simone Graebner, Geschäftsführerin der Enomis GmbH, die die DELICARDO Foodcard vertreibt.

DELICARDO Foodcard: Einfacher „Essen gehen“ mit Allergien und Intoleranzen

Essen gehen kann lästig sein, wenn man an Nahrungsmittelallergien oder Intoleranzen leidet. Noch immer sind Restaurants, die sich aktiv auf abweichende Ernährungsbedürfnisse ihrer Gäste einstellen, eher die Ausnahme als die Regel. Viele Betroffene sind es aber Leid, bei der Bestellung immer wieder Erklärungen zu ihren Unverträglichkeiten geben zu müssen und hier kann die DELICARDO Foodcard helfen. MeinAllergiePortal sprach mit Simone Graebner, Geschäftsführerin der Enomis GmbH, die die DELICARDO Foodcard vertreibt. 

Frau Graebner, Sie haben DELICARDO Foodcard aufgrund eigener Betroffenheit nach einem Restaurantbesuch entwickelt, was wollten Sie für die Zukunft ändern?

Als ich 2008 auf die Idee kam, die DELICARDO Foodcard zu entwickeln, hatte ich gerade eine längere Krankheitsphase hinter mir. Diese Erkrankung hatte zur Folge, dass sich multiple Unverträglichkeiten entwickelten. Z.B. konnte ich damals Gluten, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Paprika, Tomaten und einige Dinge mehr plötzlich nicht mehr vertragen.

Beruflich musste ich häufig an Geschäftsessen teilnehmen. Dabei ergab sich dann folgendes Problem: Bis zur Bestellung des Essens, war ich für meine Geschäftspartner „eine kompetente Ansprechpartnerin für Luftverkehrswesen“. Nach der Bestellung war ich dann „die durchgeknallte Irre“. Das lag natürlich daran, dass sich meine Bestellungen ungefähr so anhörten: „ Ich hätte gerne als Vorspeise einen Salat, aber bitte ohne Joghurt im Dressing und bitte ohne Croutons. Dann hätte ich gerne das Hühnchen mit Kartoffeln und Spinat, aber ist das Hühnchen auch sicher nicht mehliert? Und enthält die Soße kein Mehl und keine Paprika? Und ist der Spinat nur blanchiert und enthält keine Sahne?“ Das war leider unumgänglich, denn auf der Karte sieht man solche Details ja nicht. Ich musste dem Kellner also immer genau erklären, was ich essen durfte und was nicht. Meine Bestellung wurde so zu einer Bestellarie und das Ganze dauerte dann gefühlte 15 Minuten.

Nach der Bestellung sah ich dann die fragenden Blicke meiner Geschäftspartner auf mich gerichtet. Wohl oder übel musste ich dann allen am Tisch erklären, warum eine Essensbestellung bei mir so kompliziert ist  und natürlich will dann auch jeder wissen, was passiert, wenn man doch die falschen Nahrungsmittel isst. Ein tolles Tischgespräch, das jede normale Konversation abrupt zum Erliegen bringt und dann unterhält man sich erst Mal über Krankheiten!

Privat war das auch nicht anders, denn auch bei einem privaten Date war ich bis zur Bestellung die attraktive Simone und danach die „komplizierte Zicke“ und nach einem solchen Essen sagte mein Gegenüber zu mir: Du brauchst einen Behindertenausweis! Und so entstand die Idee, etwas zu entwickeln, das man ohne große Erklärungen dem Kellner zur Umsetzung in der Küche geben kann. So entstand die Idee zu DELICARDO Foodcards.

Wie genau funktioniert die DELICARDO Foodcard beim Restaurantbesuch?

Im Restaurant funktioniert das so, dass man ganz normal seine Bestellung aufgibt und dann dem Kellner die DELICARDO Foodcard gibt, mit der Bitte sie dem Koch zu geben. Nach Rücksprache mit der Küche kommt der Kellner dann manchmal mit einer Rückfrage, aber das geht in der Regel ganz dezent vonstatten und stört das Tischgespräch nicht.

Für die Küche hat die DELICARDO Foodcard den Vorteil, dass die Informationen schriftlich vorliegen. So wird das Problem ernster genommen und der Koch kann bei jedem Gang nochmals nachlesen, was der Gast verträgt und was nicht. Für die Küche ist das einfacher als eine lange Erklärung an den Kellner, die dieser dann vielleicht nur mündlich weitergibt und bei der auch etwas vergessen werden kann.

Außerdem haben wir die DELICARDO Foodcard so konzipiert, dass sie in die Abläufe der Küche gut integriert werden kann. Für jede Bestellung gibt es einen Bestellbon, der vom Kellner an eine Leiste geklemmt und vom Koch bearbeitet wird. Die Foodcard hat genau das gleiche Format wie diese Bestellbons und kann einfach mit „eingeklemmt“ werden.  

Voraussetzung ist natürlich, dass die Küche grundsätzlich bereit ist, sich auf Sonderwünsche einzustellen. Übrigens ist das keine Frage des Preises, sondern der Serviceorientierung. Man findet kleine, einfache Restaurants, die sich sehr professionell um das Wohl ihrer Gäste bemühen und sehr zuverlässig nach der DELICARDO Foodcard arbeiten und genauso gibt es teure Sternerestaurants, die jegliche Kooperation verweigern.

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