Erdnuss Studie Erdnussallergie

Privatdozentin Katharina Blümchen, Oberärztin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, pädiatrische Allergologie, Pneumologie und Mukoviszidose am Universitätsklinikum Frankfurt zur Studie zur Erdnussallergie Therapie!

Erdnuss Studie: Eine Therapie zur Behandlung der Erdnussallergie?

Wie häufig müssen die Patienten im Verlauf der Erdnuss Studie in die Klinik kommen?

Zu den beiden doppelblinden Provokationstestungen vor Beginn um zum Abschluss der Studie, müsste der Patient für jeweils zwei Tage vor Ort sein. Ca. eine Woche nach der ersten Provokation und wenn die Patienten in die Studie eingeschlossen wurden, werden sie randomisiert, d.h. aufgeteilt in Verum und Placebo, wie gesagt, ohne dass sie wissen, zu welcher Gruppe sie gehören.

Darauf folgen zwei initiale Aufdosierungstage. Am ersten Tag beginnt man mit einer Minimaldosis von 0,5 mg Erdnussprotein und erhöht die Dosis alle 20 bis 30 Minuten bis auf 6 mg. Wenn die Patienten dies gut vertragen, wird am zweiten Tag eine Dosis mit 3 mg Erdnussprotein gegeben. Danach nimmt der Patient diese Dosis von 3 mg Erdnussprotein täglich in Form der der geöffneten Kapseln untergerührt in z.B. Apfelmousse selbstständig zu sich. Nach zwei bis drei Wochen kommen die Patienten wieder in die Ambulanz, um die nächsthöhere Dosis zu erhalten, wobei sie noch zwei Stunden lang im Anschluss an die Einnahme überwacht werden. Die weiteren Dosen für die nächsten zwei Wochen nehmen die Patienten dann wieder selbstständig ein. So bleiben die Termine in der Ambulanz während der maximal 64 Wochen Studiendauer für die Patienten recht überschaubar.

Am Ende der Studie steht dann wieder der zweitägige Provokationstest. Ist die Therapie erfolgreich, muss man im Hinblick auf die tolerierte Erdnussprotein-Menge einen signifikanten Unterschied zwischen der Verum- und der Placebo-Gruppe feststellen.

Wenn die Erdnussallergie-Therapie erfolgreich war, wie geht es dann weiter für die Verum- Patienten?

Wir gehen davon aus, dass die Patienten mit Erdnuss-Allergie die Therapie nach Ende der Studie fortführen müssen, um die protektive Wirkung in der erreichten Höhe zu erhalten, das haben bereits die Vorstudien gezeigt. Mit Sicherheit wird es hierzu Folgestudien geben.

An wen können sich Erdnuss-Allergiker wenden, die sich für eine Teilnahme an der Erdnuss-Studie interessieren?
Am besten meldet man sich per Email in unserer Allergieambulanz lufu@kgu.de!

Frau Privatdozentin Blümchen, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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