Nussallergie Walnuss Cashewnuss

Dr. Markus Wenzel, Oberarzt am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft in Schmallenberg

Isolierte Nussallergien auf Walnuss und Cashewnuss: Wie häufig ist das? - Wie diagnostizieren Sie isolierte Walnuss- oder Cashewnuss-Allergien?

Wie gehen Sie bei der Diagnose von isolierten Walnuss- oder Cashewnuss-Allergien vor?

Wir hatten hier jüngst zwei konkrete Fälle, jeweils mit einer Walnuss-Allergie und einer Cashewnuss-Allergie. Bei beiden Patientinnen haben wir die konventionellen IgE-Antikörper bestimmt und diese waren für Walnuss und Cashewnuss jeweils positiv. Zusammen mit den Symptom-Beschreibungen der Patientinnen reichte dies für eine Diagnose aus.

Wie sah die Symptom-Beschreibung der Patientin mit Walnuss-Allergie konkret aus?

Die 24-jährige Patientin, die nie Heuschnupfen hatte, bemerkte nach dem Verzehr selbstgebackener Walnuss-Plätzchen plötzlich ein gravierendes orales Allergiesyndrom mit einem massiven Kribbeln im Rachen und kam deshalb in unsere Klinik.

Und wie haben Sie diese Beschreibung diagnostisch abgesichert?

Wir haben bei der Patientin zunächst einen Prick-to-prick-Test mit nativem Material, also mit Walnüssen durchgeführt. Mit dem Prick-to-prick-Test kann man IgE-Antikörper in der Haut nachweisen. Dafür wird mit einer Prick-Lanzette zuerst in die Walnuss, und dann in die Haut des Patienten geritzt. Der Prick-to-prick-Test war bei der Patientin jedoch negativ. Erst im IgE-Bluttest konnten wir bei der Patientin Antikörper auf Walnüsse der CAP-Klasse 3 nachweisen.

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