Künstliche Emulgatoren Lebensmittel

Dr. Matthias Riedl, Diabetologe, Ernährungsmediziner, Internist und ärztlicher Leiter – Geschäftsführer am medicum Hamburg zu künstlichen Emulgatoren in Lebensmitteln!

Künstliche Emulgatoren in Lebensmitteln: Wo werden sie eingesetzt? Wie wirken sie?

Lange Haltbarkeit, eine cremige Konsistenz, eine frische Optik, Volumen – die Gründe dafür, künstliche Emulgatoren bei der Produktion von Lebensmitteln einzusetzen sind vielfältig. Entsprechend häufig werden künstliche Emulgatoren eingesetzt – es gibt kaum noch Produkte, die ohne auskommen. Wie aber wirken künstliche Emulgatoren im Körper? MeinAllergiePortal sprach mit Dr. med. Matthias Riedl, Diabetologe, Ernährungsmediziner, Internist und ärztlicher  Leiter – Geschäftsführer am medicum Hamburg über den aktuellen Stand der Forschung und mögliche gesundheitliche Auswirkungen.

Herr Dr. Riedl, Emulgatoren kommen in vielen Lebensmitteln vor, welche Arten von Emulgatoren gibt es?

Zunächst muss man zwischen natürlichen und künstlichen Emulgatoren unterscheiden. Natürliche Emulgatoren, wie z.B. Lecithin kann man problemlos einsetzen. Lecithin ist z.B. in Eigelb und im Öl von Raps, Sonnenblumen und Soja enthalten bzw. wird daraus gewonnen.

Weitere natürliche bzw. unbedenkliche Emulgatoren sind:

•    E440a Pektin

•    E460 Cellulose

•    E 322 Lecithin

•    E471 Monoglyceride und Diglyceride von Speisefettsäuren

•    E470b Magnesiumsalze von Speisefettsäuren

•    E474 Zuckerglyceride

•    E475 Polyglycerinester von Speisefettsäuren

•    E444 Saccharoseacetatisobutyrat

Es gibt jedoch auch eine Vielzahl von künstlichen Emulgatoren, die  bei der Herstellung von Fertignahrungsmitteln eingesetzt werden, und die als bedenklich gelten.  Dazu gehören z.B. Diphosphate, die sehr häufig verwendet werden.

Weitere schädliche oder bedenkliche Emulgatoren sind:

•    E431 bis E436, bekannt als Polyoxyethylen in verschiedenen Varianten, kann allergische Reaktionen auslösen!

•    E450 Diphosphate, steht im Verdacht Knochenschwund, Nierenschwäche, Arterienverkalkung, Hautalterung zu verstärken, sowie die Calcium- und Magnesiumaufnahme zu behindern, kann bei Kindern Aufmerksamkeitsstörungen hervorrufen.

•    E452 Polyphosphate können allergische Reaktionen hervorrufen

•    E461 Methylcellulose wirkt bei hohen Dosen abführend, und kann kurzfristig zu Darmproblemen führen.

•    E476 Polyglycerin-Polyricinoleat ist äußerst bedenklich! In Tierversuchen vergrößerte es die Leber und führte zu Nierenschäden!

•    E492 Sorbitantristearat wirkt in sehr hohen Dosen fatal im Tierversuch, mit Organschäden und Durchfall!

•    E493 Sorbitanmonolaureat -Wirkung ähnlich negativ wie bei E492 Sorbitantristearat

Diese künstlichen Emulgatoren sind eine Art „Blackbox“, d.h. wir wissen im Grunde nicht genau, wie sie im Körper wirken. Aus unserer Sicht ist es deshalb unverantwortlich, künstliche Emulgatoren in diesem Maße einzusetzen.

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