beruflich bedingte COPD Arbeitsplatz Auslöser

PD Dr. med. Alexandra M. Preisser, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Stellvertretende Institutsleitung am Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf über COPD-Auslöser am Arbeitsplatz und wie man sich schützen kann!

Beruflich bedingte COPD: Auslöser am Arbeitsplatz? Kann man sich schützen?

Wie lange dauert es, bis es durch berufliche Exposition zu einer COPD kommt?

Für alle genannten Expositionen gilt, dass eine einmalige Exposition als Ursache für eine COPD nicht ausreicht. Um eine COPD zu entwickeln muss man über viele Jahre, wiederholt, in relevantem Ausmaß und durchaus auch mit Grenzwertüberschreitungen exponiert sein.     

Heißt das, dass der Betroffene auch erst sehr spät bemerkt, dass er eine COPD hat?

Die Patienten bemerken eine COPD oft erst nach vielen Jahren. Deshalb sind die Patienten mit beruflich bedingter COPD oft etwas älter als Patienten, die durch den Beruf ein Asthma entwickelt haben; in der Regel sind die Patienten über 40 Jahre alt. Zudem sind, begründet durch die Berufswahl, mehr Männer als Frauen von COPD betroffen. Eine Ausnahme bildet das Reinigungsgewerbe, denn dort sind in der Regel überwiegend Frauen beschäftigt; gleiches gilt für die Gesundheitsberufe.

Handelt es sich bei den beruflich bedingten COPD ausschließlich um Nichtraucher?

Auch bei Rauchern kann ein wesentlicher Faktor für eine COPD in der beruflichen Exposition liegen. In diesen Fällen kann es schwierig sein, zu beurteilen, ob der Auslöser der COPD mehr beim Rauchen oder mehr im beruflichen Umfeld angesiedelt ist. Möglicherweise kommen in diesen Fällen auch beide Faktoren zusammen.

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