COPD – gibt es Begleiterkrankungen? Womit muss man rechnen?

Normalgewicht halten  und regelmäßig bewegen – der Patient kann mithelfen

Abgesehen von der Einnahme der verordneten Medikamente kann der Patient selbst dabei mithelfen, seinen Gesundheitszustand zu verbessern Bei COPD ist es wichtig, das Normalgewicht zu halten. Übergewicht sollte bei COPD vermieden werden, denn dann muss das Zwerchfell gegen einen größeren Widerstand arbeiten. Untergewicht hingegen gefährdet die Lebenserwartung. Es ist deshalb unerlässlich für COPD-Patienten, ihr Gewicht regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls gegenzuarbeiten, auch mit regelmäßiger Bewegung.

Ebenso wichtig ist es „in Bewegung“ zu bleiben.  Durch Bewegung verbessert sich die Muskulatur, die Beweglichkeit nimmt zu und die Alltagstauglichkeit steigt.

Mehr und mehr zeigt sich auch, dass Bewegung für COPD-Patienten eine Möglichkeit ist, ihren Stoffwechsel positiv zu beeinflussen. Dazu gehört auch, dass weißes Fettgewebe wieder in das günstigere braune Fettgewebe umgebaut wird. Gleichzeitig wird die Entzündung zurückgedrängt.
Inaktivität, Entzündung und akute Verschlechterungen beeinflussen  auch die Muskulatur. Insbesondere mit zunehmendem Schweregrad der COPD wird die Muskulatur von Armen und Beinen messbar schlechter. Die Folge sind Atemnot, der Hang zu körperlicher Schonung und Konditionsverlust, was wiederum zu zunehmender Atemnot führt. Oft pendelt der Patient dann nur noch zwischen Bett und Fernsehsessel und die Lebensqualität wird mehr und mehr eingeschränkt.

Nur ein regelmäßiges körperliches Training kann den Patienten dann wieder aus diesem Teufelskreis herausholen und steigert sogar die Lebenserwartung. Dafür reicht es aus, nur zwei  bis drei Mal in der Woche eine Bewegungstherapie durchzuführen und z.B. regelmäßig bei einer ambulanten Lungensportgruppe mitzumachen. Dieser Rat gilt ganz besonders für Patienten, die zusätzlich zur COPD von Diabetes mellitus betroffen sind.

COPD und Ängste und Depressionen

Dass Ängste und Depressionen bei COPD-Patienten häufiger sind, als bei gleichaltrigen lungengesunden Menschen, hängt auch damit zusammen, dass sie sich durch ihre Atemnot mehr und mehr isolieren. Oft fehlt die Kraft zu Treffen oder Veranstaltungen zu gehen, und so kommt es zu Immobilität und einem gesteigerten Risiko für Angst und Depressionen. „Die Verbesserung der Mobilität des Patienten ist deshalb eine Maßnahme, die auch das Risiko für psychische Beeinträchtigungen senkt“ betonte Prof. Worth.

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