Tauchen Pollenallergie Heuschnupfen Asthma

Prof. Dr. med. Kay Tetzlaff, Facharzt für Innere Medizin und Pulmologie an der Sportmedizin des Universitätsklinikums Tübingen

Tauchen mit Pollenallergien und Asthma – ist das möglich? Risiken?

Gibt es für Asthmatiker eine Möglichkeit, die Risiken vor dem Tauchgang zu minimieren?

Für Asthmatiker ist es empfehlenswert, das Atmen über die Pressluftflasche zunächst an der Wasseroberfläche auszuprobieren. Für Tauch-Anfänger ist dies auch eine gute Gelegenheit, sich grundsätzlich mit der Handhabung des Gerätes vertraut zu machen.

Für alle Taucher gilt, dass man nicht zu schnell ab- und auftauchen sollte. Für Asthmatiker ist dies noch wichtiger, denn je langsamer die Ab- und Auftauchgeschwindigkeit ist und umso weniger man sich anstrengt, desto geringer ist das Risiko, in Atemnot zu geraten.

Welche Risiken bestehen bei Asthmatikern speziell beim Auftauchen?

Bei jedem Taucher dehnt sich beim Aufsteigen die in der Lunge befindliche Luft aus und muss über die Atemwege abströmen. Je schneller der Aufstieg erfolgt, desto größer ist das Risiko. Deshalb kommt es bei Marineeinheiten, die regelmäßig sogenannte „U-Boot Rettungsaufstiege“ durchführen, regelhaft auch bei gesunden Tauchern zu Unfällen.

Je langsamer der Taucher aufsteigt, desto langsamer ändert sich der Druck und desto langsamer dehnt sich die Luft in der Lunge aus. Deshalb empfiehlt sich auch bei gesunden Tauchern ein langsames Ab- und vor allem Auftauchen.

Besteht eine Atemwegsverengung, wie dies bei Asthmatikern der Fall sein kann, ist das Risiko höher, dass es durch das Aufsteigen beim Tauchen zu einer Lungenüberdehnung kommen kann. Man spricht dann von einem Lungenbarotrauma.

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