Asthmaschulung für Kinder und Eltern: Was bringt das heute noch?

Wie profitieren die Eltern von einer Asthmaschulung?

Eltern verstehen durch Schulungen die Erkrankung ihres Kindes, womit sie dem Kind eine bessere Hilfe im Therapiemanagement sind. Bei den Eltern selbst werden Unsicherheiten und Ängste durch ein besseres Verständnis der Erkrankung abgebaut, was zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Familie führt.

Auch den Eltern wird in den Schulungen klarer, dass Asthma behandelt werden muss, dass hierdurch ihren Kindern ein möglichst  „normales“ Leben ermöglicht wird, und dass die Dauerbehandlung ihren Kindern nicht schadet, was oft befürchtet wird!

Da Eltern und Kinder geschult werden, ergeben sich weitere Vorteile für die Familie: weniger Diskussionen mit dem Kind über die nötige Inhalation, weil das Kind selbst weiß, was zu tun ist.

Die Eltern bekommen konkrete Hilfestellung zum Erkennung und zur Einschätzung von Symptomen beim Kind, was sie sicherer macht. Vor Asthmaanfällen haben sie nach dem Training weniger Angst, da sie gelernt und geübt haben, was dann zu tun ist.

Was ist für Kinder und Eltern die größte Überraschung bei den Asthmaschulungen?

„Überraschung“ ist vielleicht übertrieben, aber positiv wird regelmäßig von allen Eltern und Kindern bemerkt, dass die Schulungen Spaß  machen, dass Lernen nicht trocken ist, dass andere Familien ähnliche Probleme haben, dass Ärzte und anderes Schulungspersonal auch ganz normale Menschen sind.

Kritik gibt es in den Evaluationsbögen nach den Schulungen ausgesprochen selten und sie betrifft meist nur Details der Schulung

Gibt es Situationen, die ohne Asthmaschulung gefährlich werden können?

Der Notfallplan ist in der Asthmaschulung fester Bestandteil und sollte den geschulten Familien helfen, Komplikationen wie einen Status asthmaticus, d.h. einen Asthmaanfall zu vermeiden.

Zwar ist anzumerken, dass in Deutschland mit seinem umfassenden Notfallsystem, Patienten auch ohne Schulung wahrscheinlich eher selten in „gefährliche“ Situationen geraten, bei Auslandsaufenthalten kann das aber schon ganz anders aussehen.

Herr Dr. Forderer, Herr Privatdozent Steiß, herzlichen Dank für dieses Interview!

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