Asthma Yoga

Günter Budelski, Initiator und Gründer sowie 1. Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie Kronberg

Asthma: Wie kann Yoga bei Lungenerkrankungen helfen?

Yoga bei Lungenerkrankungen“, das war das Thema der Informationsveranstaltung, die von der SelbsthilfegruppeAsthma und Allergie“ am Donnerstag, den 12. März 2015, in der Stadthalle Kronberg angeboten wurde. Dabei wurde nicht nur theoretisch erläutert, was hinter dem Begriff „Yoga“ steckt und was man mit Yoga für die Gesundheit tun kann. Über 30 Zuhörer waren mit Matten und Decken ausgerüstet zum Vortrag erschienen und hatten so die Gelegenheit, unter der Leitung der Referentin und Yogalehrerin Bettina Herberholz auszuprobieren, „wie Yoga geht“ und wie es sich anfühlt.

bettina herberholz yogacaraWas ist Yoga?

„Für mich hat Yoga immer etwas Mystisches und Geheimnisvolles“ sagt Günter Budelski, Initiator und Gründer sowie 1. Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie Kronberg, als er die Referentin vorstellt und spricht damit aus, was immer noch viele denken: Yoga ist „spirituell“, Yoga ist eine Art „Religion“! Und in der Tat: Im Ursprungsland Indien hat Yoga durchaus eine spirituelle Bedeutung. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch in den westlichen Ländern unterschiedliche Yoga-Richtungen entwickelt, die sich von den in Indien praktizierten Yoga-Formen deutlich unterscheiden. Diese sind häufig eher gesundheitlich oder sportlich orientiert und haben mit Spiritualität nichts mehr zu tun. „Yoga ist ein ganzheitlicher Übungs- und Erfahrungsweg“ fasst Bettina Herberholz zusammen „im Zentrum steht das regelmäßige Üben, denn man kann dann nur einen positiven Effekt von Yoga erwarten, wenn man es regelmäßig betreibt. “

Man übt beim Yoga ganzheitlich, d.h. nicht nur auf einzelne Bereiche (z.B. Rücken oder Schultern) beschränkt. Es wird vielmehr der gesamte Muskel- und Bänderapparat gekräftigt und gedehnt. Außerdem gibt es Atem-, Entspannungs- und Meditationsübungen.

beugeuebung yoga bei asthmaYoga ist nicht gleich Yoga

Hatha-Yoga wird eher langsam und mit statischen Haltungen ausgeführt, es gibt jedoch auch dynamische Yoga-Richtungen (z.B. Ashtanga-Yoga). Je nach persönlicher Konstitution und Anatomie können einzelne Haltungen eher schwer fallen, andere leichter. Daher gibt es auch Yoga-Stile, die mit Hilfsmitteln arbeiten, wie z.B. mit Gurten, Blöcken, Stühlen beim Iyengar-Yoga, um eine genaue Ausrichtung zu ermöglichen.

Was kann Yoga leisten?

„Yoga kann den Körper, aber auch den Atem verändern“ erklärt Bettina Herberholz, „Menschen mit Asthma wissen, dass der ganze Körper unter Spannung geraten kann, wenn der Atem nicht ruhig und gleichmäßig strömt, und dass dadurch auch der Geist in Unruhe versetzt wird.“  

Yoga enthält Elemente, die sich gerade für Menschen mit Lungenerkrankungen positiv auswirken können, denn Yoga nimmt über Körper, Atem und Geist Einfluss auf den Menschen. Dadurch und durch die Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen, wirkt Yoga sehr effektiv.

Regelmäßig ausgeführt kann Yoga positiv bei Asthma wirken. Durch gezielte Atemübungen (Pranayama) kann die Lungenkapazität vergrößert und die Atemfrequenz gesenkt werden, da die Atmung tiefer wird.

Mit gezielten Yoga-Übungen arbeitet man an einer aufrechteren Körperhaltung, der Beweglichkeit der Wirbelsäule vor allem im Brustbereich und an der Fähigkeit wieder besser zu entspannen. Es empfehlen sich z.B. alle Yoga-Übungen, die den Brustkorb öffnen (Rückbeugen), z.B. die Kobra (Bhujangasana) und die Wirbelsäule flexibler machen (Drehungen).

An- und Entspannung wechseln sich ab, mit dem Ziel, ein immer besseres Körpergefühl zu entwickeln und Anspannung und Verspannung auch im alltäglichen Leben bewusster wahrzunehmen und bei Bedarf entgegensteuern zu können. Außerdem wirkt Yoga stressreduzierend und hat einen positiven Einfluss auf das zentrale Nervensystem.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.