CJD Berchtesgaden Asthma Allergien Neurodermitis

Dr. Gerd Schauerte, Leiter Institut für Verhaltensmedizin bei Neurodermitis und Asthma beim CJD Berchtesgaden

CJD Berchtesgaden: Reha und Schule bei Asthma, Allergien, Neurodermitis und Co.

Wie sind die Kinder und Jugendlichen im CJD Berchtesgaden untergebracht?

Für die Kinder und Jugendlichen stellt sich die Unterbringung so dar, als seien sie in einem Internat, in dem aber jederzeit Ärzte, Krankenschwestern und Psychologen zur Verfügung stehen, die sich auf chronische Erkrankungen wie Asthma etc. spezialisiert haben. Dabei wohnen sie in Wohngruppen mit jeweils maximal 10 Kindern und festen Betreuern zusammen. Jeweils zwei Gruppen teilen sich ein Haus, so dass in jedem Haus 20 Kinder untergebracht sind.

Wie ist die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen organisiert?

Durch die räumliche Nähe von Schulen, Unterbringung und medizinischer Versorgung sind wir in der Lage, die medizinisch notwendigen Maßnahmen in den Schulalltag der Kinder zu integrieren.  Dadurch entstehen keine Fehlzeiten oder Ausfallzeiten. Bei Asthmatikern sind z.B. regelmäßige Lungenfunktionsmessungen nötig und diese Termine können wir vor oder nach dem Schulunterricht einplanen. Das gilt auch für die gesamte Diagnostik wie Blutentnahmen oder Prick-Tests bzw. für die gesamte Allergiediagnostik. Z.B. führen wir eine Laufbandprovokation beim Asthma dann durch, wenn die anderen Kinder Sportunterricht haben – so kommt das betreffende Kind dann auch zu seiner sportlichen Betätigung.

Häufig müssen Kinder mit sehr schwerem Asthma, die häufig eine Atemnot-Situation haben, sehr engmaschig medizinisch betreut werden. Eine solche Integration von medizinischer Betreuung und Schulalltag ist in einem häuslichen Umfeld meist nicht gegeben.

Begleitend dazu führen Sie am CJD Berchtesgaden aber auch Schulungen zum besseren Management der Erkrankungen durch…

Bei chronischen Erkrankungen wie Asthma, COPD, Neurodermitis, Diabetes mellitus etc. gehört eine Patientenschulung mittlerweile zum Standard. Auch diese Schulungen führen wir so durch, dass sie auf den Schulalltag abgestimmt sind. Wir organisiere das in der Regel so, dass die Kinder und Jugendlichen, die zu Beginn eine Schuljahres bei uns aufgenommen werden, schon 14 Tage vor dem offiziellen Schulbeginn zu uns kommen und eine grundsätzliche Patientenschulung bekommen.

Auch die psychologische Betreuung ist ein fester Bestandteil unserer Einrichtung. Wir prüfen dann allerdings im Einzelfall, wie intensiv eine solche Betreuung sein sollte. Ein verändertes Umfeld und das Wissen um den Umgang mit der Erkrankung führen häufig bereits zu einer Verbesserung des Befindens, so dass nicht für jedes Kind oder jeden Jugendlichen eine Betreuung bzw. die gleiche Betreuungsintensivität nötig ist.

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