Günter Budelski, Initiator und Gründer sowie 1. Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie Kronberg

"Mehr Lebensqualität" mit der Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie

Wo wird aus Ihrer Sicht eine "Hilfe zur Selbsthilfe" am meisten gebraucht und wo besteht bei Ihren Mitgliedern der größte Informationsbedarf?

Sehr viel Bedarf besteht bei unseren Mitgliedern im Hinblick auf Behandlungsmöglichkeiten des Asthmas. Wie bereits erwähnt, bieten wir aus diesem Grund regelmäßig Vorträge von anerkannten Experten in unseren "Asthma und Allergie Foren" an.  Asthma-und Allergieforen dienen zum einen unseren Mitgliedern zum Erfahrungsaustausch. Immer wieder ein Thema ist z.B. der richtige Gebrauch der Inhaler, d.h. der Asthmasprays – gerade bei älteren Menschen. Wir zeigen dann bei den Foren-Treffen unter anderem auch, wie man den Inhaler so nutzt, dass er den vollen Wirkungsgrad entfaltet oder informieren über die Wichtigkeit von Compliance, d.h. Therapietreue. Probleme werden diskutiert und wir geben uns gegenseitig Tipps. Zum anderen dienen die Foren dazu, unseren Mitgliedern durch Vorträge von Fachleuten Wissen zu vermitteln. Diese Foren finden alle vier Wochen, immer jeden zweiten Dienstag im Monat statt.

Es gibt sogar viele niedergelassene Ärzte, die ihre Patienten deshalb an uns verweisen und wir freuen uns natürlich über eine so gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darüber hinaus geben wir aber auch gerne telefonischen Rat.

Sie beobachten das Thema "Asthma und Allergien" seit 15 Jahren. Wie beurteilen Sie die Entwicklung? Sie sprachen die Gesundheitsreform an…?

Die Entwicklung der letzten Jahre ist, gerade im Hinblick auf die Gesundheitsreform, nicht positiv und es kommt mehr und mehr zu Ungerechtigkeiten.

Zum einen gehen immer mehr Ärzte nach ihrer Ausbildung in den privaten Sektor. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren immer weniger Leistungen für ihre Patienten und deshalb ist der private Sektor für die Ärzte natürlich dementsprechend lohnender. Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Krankenkassen zunehmend Deckelungen für bestimmte Medikamente einführen oder Festbeträge festlegen. Für den Patienten bleiben dann oft nicht unerhebliche Zuzahlungsbeträge. Für chronisch Kranke, und Menschen mit Asthma sind chronisch krank, sind die Kassenleistungen mit der Gesundheitsreform immer schlechter geworden.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft der Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie Kronberg im Taunus aus?  

Wir sind eine lokale Selbsthilfegruppe und mit über 100 Mitgliedern sehr zufrieden mit der Anzahl der Mitglieder. Unsere Mitglieder sind oft schon seit der Gründung des Vereins dabei, sie sind uns glücklicherweise treu geblieben und nehmen auch in hohem Alter noch sehr aktiv an unseren Freizeitangeboten teil. Wir wünschen uns aber auch mehr jüngere Mitglieder, die unsere Aktivitäten weiter fortführen. Falls sich jemand dafür interessiert, die Aktivitäten unsere Gruppe kennenzulernen und einmal "reinzuschnuppern", stehe ich gerne zur Verfügung unter Tel.: 06173 / 63727 oder per Email unter: info@asthma-und-allergie.de

Herr Budelski, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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