EMNID Umfrage Anaphylaxie

Die meisten Befragten wissen Bescheid – durch Insektengift, Medikamente und Nüsse droht Anaphylaxie!

EMNID-Umfrage zu Anaphylaxie: Lebensbedrohlich für Allergiker!

August 2017 – Die Insekten-Saison hat begonnen und das kann Insektengift-Allergikern die Sommermonate ganz schön vermiesen. Gehören sie doch zur Risikogruppe, die besonders häufig einen anaphylaktischen Schock erleidet. Diese Tatsache ist nach dem Ergebnis einer repräsentativen EMNID-Umfrage [1, siehe Abbildung] unter 500 in Deutsch land lebenden Allergikern und Nicht-Allergikern der überwiegenden Mehrheit (85 %) bewusst. Auch weiß beinahe jeder (91 %), dass eine Anaphylaxie lebensbedrohlich ist. Dementsprechend groß ist die Befürchtung der Allergiker, selbst einen allergischen Schock erleben zu können – jeder Vierte ängstigt sich davor.

Lebensgefahr für Allergiker-Notfallmedikamente werden zu selten eingesetzt

Dennoch: Nur die Hälfte der Befragten würde im Notfall das Richtige tun: vorhandene Notfallmedikamente so fort verabreichen ohne damit auf den Notarzt zu warten. Werden die Notfallmedikamente nicht oder zu spät eingesetzt, erhöht sich für den Patienten das Risiko eines schweren oder gar tödlichen Ausgangs der anaphylaktischen Reaktion. „Das ist kritisch, denn ein Adrenalin-Autoinjektor (AAI) als wichtigster Bestandteil eines Notfallsets kann lebensrettend sein – sofern er frühzeitig vom Betroffenen selbst oder einer anderen Person tatsächlich eingesetzt wird“, sagt Prof. Dr. Margitta Worm, Allergie-Centrum-Charité, Berlin. Ärzte sollten bei ihren Allergie-Patienten das Anaphylaxie-Risiko abklären und gegebenenfalls ein Notfallset mit AAI verordnen. Entscheidend sei es, gleichzeitig mit der Verordnung dem Patienten eine Anaphylaxie-Schulung (www.anaphylaxieschulung.de) zu empfehlen, in der er die korrekte Anwendung des AAI lerne und ihm vor allem die Angst vor der Anwendung genommen werden könne, ergänzt Prof. Dr. Ludger Klimek, Allergiezentrum Wiesbaden.

Advertorial

Anaphyalxie: Häufige Auslöser sind Insektengift, Medikamente und Nahrungsmittel

 

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Neben Insektengift- gehören Medikamenten-Allergiker und - insbesondere im Kindesalter - auch Nahrungsmittelallergiker zur Risikogruppe für einen anaphylaktischen Schock. Diese Patientengruppen und diejenigen mit anamnestisch bekannter Anaphylaxie sollte der Arzt gezielt ansprechen und das Anaphylaxie-Risiko eventuell zusammen mit dem allergologischen Facharzt abklären. Bei erhöhtem Risiko sollte dem Patienten ein Notfallset verordnet und zu einer Anaphylaxieschulung geraten werden.

Keine Scheu vor Adrenalin

informationen im netzDas Anaphylaxie-Notfallset besteht aus einem Adrenalin-Autoinjektor (AAI), einem Antihistaminikum und einem Glukokortikoid. Während die beiden letztgenannten von untergeordneter Bedeutung sind, ist die Anwendung des AAI die wichtigste Akutmaßnahme, sowohl was die Versorgung durch den Arzt als auch durch Laien anbelangt [2]. „Die Rationale hierfür liegt in der Wirkweise des Adrenalins begründet: vasokonstriktorisch, bronchodilatatorisch, ödemreduzierend und positiv  inotrop. Dadurch werden die Anaphylaxie-Effekte antagonisiert“, so Klimek. Bei der empfohlenen Applikation des Adrenalins in den Oberschenkelmuskel tritt die Wirkung ausreichend schnell innerhalb weniger Minuten und dennoch nebenwirkungsarm ein. „Die Scheu vor den Adrenalin-Nebenwirkungen, die übrigens auch noch unter Ärzten verbreitet ist, ist bei dieser Applikationsform unbegründet und sollte unter keinen Umständen dazu führen, dass die Anwendung unterbleibt. Im Zweifel den AAI stets anwenden“, appelliert Worm.

Mittlerweile gibt es verschiedene Autoinjektormodelle auf dem Markt. Die meisten der zur Verfügung stehenden AAI werden in den Dosierungen 0,15 mg Adrenalin ab 15 kg KG und 0,30 mg Adrenalin ab 30 kg KG angeboten.Es gibt jedoch auch AAI, die individuell auf die Patientenbedürfnisse eingehen, z.B. speziell auf die Verordnung bei Kleinkindern.

 

Referenzen:

[1]    Kantar EMNID, Bevölkerungsumfrage zum Thema Anaphylaxie Mai 2017: Die vollständige Umfrage kann kostenfrei bei CGC (Kontakt s. u.) angefordert werden.

[2]    Leitlinie „Akuttherapie und Management der Anaphylaxie
http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/061-025.html

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