Doppelblind-placebo-kontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation

Die doppelblind-placebo-kontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation wird als „Goldstandard“ in der Diagnostik von Nahrungsmittelallergien eingesetzt. Sind Patienten zweifelsfrei anaphylaktischen Reaktionen auf Lebensmittel, z.B. Erdnüsse zuzuordnen, werden in der Regel keine Zusätzlichen Provokationstestungen durchgeführt

Nach einer festgelegten Karenzzeit, in der das verdächtige Allergen bzw. die Substanz streng gemieden wird, nimmt der Patient eine Testmahlzeit zu sich. Eine Testmahlzeit enthält dabei das zu prüfende  Allergen eine weitere Testmahlzeit ein Placebo. Dabei wissen weder Arzt noch Patient, welche Mahlzeiten das Placebo enthalten und welche nicht.

Die zu testenden Nahrungsmittel werden hierbei am besten flüssig verabreicht, daher ist diese Testung nur für Nahrungsmittel zu empfehlen, die bereits flüssig sind, oder sich  gut in Flüssigkeit lösen (z.B. frische Kuhmilch, frische Sojamilch, natives gequirltes Eigelb oder Weizenprotein).  

Die doppelblind-placebo-kontrollierte orale Provokationstestung ermöglicht eine neutrale Diagnose der verursachenden Substanz, insbesondere bei zeitlich verzögert auftretenden allergischen Reaktionen. Erst nach 48 Stunden wird offen gelegt, welche Mahlzeiten welche Substanzen enthielten, so dass ein Abgleich mit den Symptomen erfolgen kann.

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