Aut idem

Laut fünftem Sozialgesetzbuch (SGB V) §129 sind Apotheker in Deutschland dazu verpflichtet, im Rahmen der Aut idem-Regelung ein wirkstoffgleiches, günstigeres Arzneimittel abzugeben, wenn dies vom verordnenden Arzt nicht ausdrücklich untersagt wurde.

„Aut idem“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „oder ein Gleiches“. Ursprünglich sollte die Aut idem-Regelung dem Zweck dienen, Patienten rasch mit den notwendigen Arzneimitteln zu versorgen, falls das vom Arzt verordnete Medikament nicht vorrätig war. Mittlerweile wird die Regelung genutzt, um den Krankenkassen Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben zu ermöglichen. Die jeweiligen Krankenkassen schließen deshalb mit den pharmazeutischen Herstellern Rabattverträge ab.

Diese garantieren den Kassen Rabatte durch den Hersteller, wenn ihre Versicherten das jeweilige Medikament im Rahmen der Aut idem-Regelung durch den Apotheker bevorzugt erhalten. Für den Apotheker bedeutet dies, er muss prüfen, ob die Krankenkasse des Versicherten einen Rabattvertrag abgeschlossen hat, sofern der Arzt die Substitution nicht ausdrücklich ausgeschlossen hat.

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