Titrationsstufen

Man geht bei der oralen Provokation auf Nahrungsmittelallergene in Titrationsstufen, d.h. steigenden Dosierungsstufen, vor. Da es auch bei IgE-vermittelten allergischen Patienten eine Dosis-Wirkungs-Beziehung gibt, können Patienten zwar bereits auf minimale Dosen des Allergens reagieren, die Schwere der Symptome wird aber mit steigender Dosis zunehmen.

Anhand der Allergengabe in Titrationsstufen lässt sich im Rahmen einer oralen Provokation auf Nahrungsmittelallergien grob ermitteln, welche Dosis des Allergens welche Symptome auslösen kann. Dem Goldstandard für die orale Provokation entsprechend gibt es sieben Titrationsstufen – die Allergendosen werden im jeweils 30minütigen Abstand verabreicht.

Bei der Kuhmilch würden die 7 Titrationsstufen in halblogarithmischen Schritten, mit einer Steigerung der Dosis mit dem Faktor 3, wie folgt aussehen:

   0,1 ml

   0,3 ml

   1 ml

   3 ml

 10 ml

 30 ml

100 ml

Die Kumulativdosis am folgenden Tag beträgt 144 ml.

Lesen Sie auch:

Orale Provokation zur Ermittlung von Allergien auf Nahrungsmittel

Hühnereiweiß + Milch: Verträglichkeit verbackener Lebensmittel bei allergischen Kindern

Wenn Kinder Kuhmilch nicht vertragen: Was steckt dahinter?

Allergie: Welche Rolle spielt die Psyche bei allergischen Kindern?

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.