Riesenpapillenkonjunktivitis: Eine Komplikation bei Kontaktlinsenträgern

Welche Therapien gibt es bei der Riesenpapillenkonjunktivitis?

Die erste und wichtigste Maßnahme ist es zumindest vorübergehend, auf die Kontaktlinsen zu verzichten und eine Brille zu tragen. In leichten Fällen führen dann Tränenersatzmittel  zu einer deutlichen Besserung der Symptome. Eine weitere Therapiemöglichkeit sind antiallergische Augentropfen. In schweren Fällen stehen, zeitlich begrenzt, Kortison-Augentropfen zur Verfügung.

Kann man wieder Kontaktlinsen tragen, wenn die Symptome abgeklungen sind? 

Wenn die Symptome abgeheilt sind, kann eine Neuanpassung der Kontaktlinsen bzw. eine Umstellung auf andere Kontaktlinsen erwogen werden.

Besteht das Risiko, erneut eine Riesenpapillenkonjunktivitis zu entwickeln? Wie läßt sich dies verhindern?

Ja, das Risiko besteht. Es kann durch eine fachgerechte Anpassung der Kontaktlinsen, regelmäßige augenärztliche Kontrollen sowie eine reduzierte Kontaktlinsentragedauer reduziert werden.

Sie erwähnten die „schweren Fälle“ bei der Riesenpapillenkonjunktivitis – wie kommt es dazu?

Bei lange bestehenden Befunden und fehlender Therapie kann es zu mechanischen Schädigungen der Hornhaut kommen, die im schlimmsten Fall eine dauerhafte Sehbeeinträchtigung durch Narbenbildung nach sich ziehen. Wenn rechtzeitig eine Kontaktlinsentragepause eingelegt und eine Behandlung begonnen wird, können diese schweren Krankheitsausprägungen jedoch glücklicherweise verhindert werden.

Frau Dr. Schröder, herzlichen Dank für dieses Interview!

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