Hausstaubmilbenallergie Diagnose Massnahmen

Dr. Patrick Gillessen, Hals-Nasen-Ohren-Arzt in München

Hausstaubmilbenallergie: Symptome, Diagnose, Maßnahmen

Sind bei der Hausstaubmilbenallergie auch Symptome an der Haut möglich?

Symptome an der Haut können bei Hausstaubmilbenallergikern auftreten, sind aber eher selten. Möglich sind dann Ekzeme (Hautausschlag), Juckreiz oder Urtikaria (Nesselfieber).

Besteht beim Patienten bereits eine Neurodermitis (atopisches Ekzem), kann diese durch die Allergie auf Hausstaubmilben noch zusätzlich getriggert werden, d.h. sie kann sich in ihrer Ausprägung verstärken. Hier ist vor allem die gestörte Barriere Funktion der Haut beim atopischen Ekzem als Ursache hervorzuheben. Hierbei tritt eine Reaktion im Sinne einer Kontaktallergie durch die Hausstaubmilbe auf.

Es gibt Hinweise, dass eine Hyposensibilisierung der Hausstaubmilben zu einer Verbesserung der Neurodermitis führen kann, da ein sehr hoher Anteil der Neurodermitis-Patienten eine Hausstaubmilbenallergie aufweisen.

Häufen sich die Symptome der Hausstaubmilbenallergie zu bestimmten Jahreszeiten?

Die Symptome verschlechtern sich meist im Herbst/Winter, wenn die Heizperiode beginnt und die Patienten der trockenen Heizungsluft ausgesetzt sind. Die Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit bedingt ein Absterben der Milben. Hierdurch entsteht auf das gesamte Jahr gesehen die maximale Menge an Exkrementen und eine daraus resultierende Zunahme der allergischen Beschwerden.

Bei Patienten, die bereits seit Jahren unter einer Hausstaubmilbenallergie leiden, treten die Beschwerden in der Regel über das ganze Jahr auf. Dies ist vor allem mit der chronischen Entzündungsreaktion der Nasenschleimhaut erklärbar. Dadurch kommt es u.a. zu einer Hyperplasie der Nasenmuscheln. Die Folge ist eine oft permanente Nasenatmungsbehinderung, welche oft den Grund für einen Besuch beim HNO-Arzt darstellt.

In den Betten sollen sich ja besonders viele Milben aufhalten, haben Hausstaubmilbenallergiker deshalb morgens stärkere Beschwerden als abends?

Ja, das kann der Fall sein, ist aber bei jedem Patienten individuell verschieden. Viele Patienten geben an, dass sie nachts gehäuft Probleme haben, die sich dann tagsüber bessern, aber nicht immer ist dies so. Grundsätzlich ist das Milieu im Bett für Hausstaubmilben ideal.

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