Allergieverdacht bei Hund oder Katze?

Dr. med. vet. Kerstin Wildermuth, Tierdermatologie Dr. Wildermuth, Wiesbaden

Allergieverdacht bei Hund oder Katze?

Die 7 wichtigsten Punkte bei der Vorbereitung auf den Tierarztbesuch

Allergien bei Haustieren, wie z.B. Hund oder Katze, sind sehr komplex und nicht immer einfach zu diagnostizieren. Dabei ist ein Zusammenspiel zwischen Tierbesitzer und Tierarzt von großer Bedeutung. Für den Tierarzt ist neben der klinischen Untersuchung des Patienten die Vorgeschichte besonders wichtig. Damit sich der Tierarzt ein gutes Bild machen kann, wird er Sie detailliert zur Krankengeschichte Ihres Haustieres befragen. Wenn Sie einen Tierarzt aufsuchen, der auf Hauterkrankungen und Allergien spezialisiert ist, erhalten sie meist vor dem Besuch einen ausführlichen Fragebogen, der alle bedeutenden Punkte enthält und dem Tierarzt bei der Diagnosestellung hilft. Hier haben wir die wichtigsten dieser Punkte für Sie zur Vorbereitung auf den Tierarztbesuch zusammengefasst.

  • Vor dem Besuch: Wenn Sie einen Termin beim Tierarzt ausmachen, fragen Sie ob Ihr Tier an diesem Tag fressen darf. Bei unterschiedlichen Untersuchungen sowie bei notwendiger Sedierung oder Narkose für einen Allergietest oder eine Ohrenspülung ist es besser wenn das Tier nüchtern ist, d.h. am Abend zuvor die letzte Mahlzeit hatte.

  • Am Tag des Besuches: Geben Sie keine Ohrentropfen oder Ohrenreiniger in die Ohren, damit der Tierarzt alle Strukturen im Gehörgang gut beurteilen kann. Bitte baden Sie Ihr Tier auch nicht, damit alle Veränderungen auf der Haut für den Tierarzt gut erkennbar sind.
  • Zeit: Da Allergien bei Tieren sehr komplex sind, findet neben der Befragung zur Vorgeschichte nach der Untersuchung des Tieres eine intensive Beratung statt. Daher bringen Sie insbesondere für den ersten Besuch beim Tierarzt etwas Zeit mit.

  • Wurde Ihr Tier bereits vorbehandelt (dabei spielt keine Rolle, ob durch einen anderen Tierarzt, oder mit einer Salbe, die Sie noch zu Hause hatten): Bringen Sie am besten alle Medikamente, Shampoos und Salben mit zum Besuch. Alternativ können Sie eine Liste erstellen, die genau beschreibt, welches Medikament wann, wie lange und in welcher Dosierung gegeben wurde. Ganz wichtig ist auch immer: Haben Sie mit einem oder mehreren der Medikamente eine Verbesserung/Verschlechterung des Zustandes festgestellt?

  • Weitere Medikamente: Listen Sie auch alle Medikamente auf, die Ihr Tier routinemäßig bekommt (z. Bsp. Entwurmungstabletten, Spot on Präparate zur Floh- und Zeckenprophylaxe, sowie ALLE Medikamente die aufgrund einer anderen Erkrankung verabreicht werden (z. Bsp. Schmerztabletten bei Arthrose).

  • Weitere Erkrankungen: Listen Sie alle Erkrankungen/Symptome auf, an denen Ihr Tier leidet, oder die in der Vergangenheit bestanden. Manchmal kann ein Zusammenhang zum aktuellen Problem bestehen.

  • Futter: Erstellen Sie eine Liste der Diäten, die Sie Ihrem Tier füttern, bzw. gefüttert haben, inklusive aller Leckerlis und selbst zubereiteter Nahrung, sowie Nahrungsergänzungsmittel (Vitaminpräparate etc.). Dies ist für den Beginn einer Eliminationsdiät zum Ausschluß einer Futterallergie bedeutend.

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