Kölner Förderverein für das Allergie- und Asthmakranke Kind

Pusti, Clementine und Agathe, die drei Identifikationsfiguren aus den FAAK Köln-Schulungen!

Kölner Förderverein für das Allergie- und Asthmakranke Kind e.V. (FAAK Köln e.V.)

Muss man Mitglied beim FAAK sein, um ein Beratungsgespräch zu führen oder an den Schulungen teilzunehmen?

Nein, weder für ein Beratungsgespräch noch für eine Schulung muss man bei uns Mitglied werden. Häufig haben aber unsere Teilnehmer von sich aus den Wunsch, uns mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen. In der Beratung und bei den Schulungen merken sie, wie hilfreich unsere Informationen sind und natürlich freuen wir uns dann über jeden Support.

Der FAAK Köln e.V. hat sein Büro in den Räumlichkeiten des Kinderkrankenhauses der Stadt Köln, das findet man nicht oft bei Selbsthilfeorganisationen…

Der FAAK ist ursprünglich aus einer Elterninitiative entstanden, die gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus der Stadt Köln ein Spielprogramm für asthmakranke Kinder entwickelt hat. Dies war zum damaligen Zeitpunkt angesagt, weil die Diagnose von Asthma bei Kindern früher mit einem stationären Aufenthalt in einer Klinik verbunden war. Das Spiel sollte der themenorientierten Beschäftigung der Kinder zwischen den Untersuchungsterminen dienen und hatte bereits den Charakter eines Schulungsprogramms, das übrigens sehr pädagogisch orientiert war. Ein Oberarzt, der uns auch heute noch sehr unterstützt, hat uns dann sein Arztzimmer zur Verfügung gestellt und so kamen wir zu einem kleinen Büro samt Schulungsräumen im Kinderkrankenhaus der Stadt Köln. In diesem Kinderkrankenhaus gibt es auch eine Allergieambulanz, deren Ärzte uns immer wieder bei den Schulungen unterstützen und auch Patienten an uns verweisen.

Und: Wenn Kinder, z.B. mit einer schweren Neurodermitis, stationär im Kinderkrankenhaus der Stadt Köln aufgenommen werden, kümmern wir uns um sie. Aktuell sind wir dafür sehr gut aufgestellt, weil wir im Rahmen eines bundesweiten Projektes zur individuellen Pflegeberatung, das über AGNES läuft, mit einer Kinderkrankenschwester zusammenarbeiten, die auf Neurodermitis spezialisiert ist. So können wir sehr individuell beraten, z.B. zum Thema „Cremen“ und die tägliche Hautpflege, das bei Neurodermitis ja oft diffizil ist.

Der FAAK Köln e.V. bietet persönliche Beratung an, wo liegen die Schwerpunkte? Welche Fragen werden häufig gestellt?

Die häufigste Fragen der Eltern ist: „Warum hat mein Kind diese Erkrankung, was habe ich falsch gemacht? Unabhängig davon, ob das Kind an Asthma, Neurodermitis oder Anaphylaxie leidet, haben die Eltern häufig Schuldgefühle. Es ist uns sehr wichtig, den Eltern klarzumachen, dass sie nicht Schuld sind an der Erkrankung ihres Kindes.

Bei Neurodermitis ist die Hautpflege das wichtigste Thema für die Eltern. Dazu gehören Fragen nach der täglichen Hautpflege und dem Umgang mit unterschiedlichen Hautbildern, d.h. bei welchen Hautzuständen arbeitet man mit welchen Produkten.

Ein weiteres Thema bei Neurodermitis ist die Frage nach den Triggern. Viele Eltern glauben, dass bestimmte Nahrungsmittel die Auslöser für Schübe bei den Kindern sind und oft kommt es dann zu sehr strengen Diäten, die die Kinder sehr belasten. Tatsächlich sind aber nur bei einem Teil der Kinder Nahrungsmittel die Trigger von Neurodermitis-Schüben und dann quält man die Kinder und oft auch die ganze Familie mit sinnlosen Diäten. Wenn keine klare Diagnose vorliegt, die ein bestimmtes Nahrungsmittel eindeutig als Auslöser der Neurodermitis identifiziert, sollte man die Kinder nicht mit Diäten belasten, die für die Kinder manchmal schlimmer sind, als die Neurodermitis.

Nur wenn tatsächlich ein Nahrungsmittel der Auslöser der Erkrankung ist, sollte eine Ernährungsumstellung erfolgen. Diese muss jedoch individuell abgestimmt werden, denn eine generelle „Neurodermitis-Diät“  gibt es nicht. Auch dieses Thema ist Teil unserer Beratungen und Schulungen.
Eine weitere wichtige Frage der Eltern dreht sich um den Notfall. Was kann man tun, wenn das Kind einen Asthmaanfall oder Atemnot hat? Wie reagiere ich auf einen akuten Neurodermitis-Schub? Welche Maßnahmen ergreife ich, wenn sich ein anaphylaktischer Schock anbahnt?

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