Versorgungsqualität Kinder Allergie

Prof. Dr. Christian Vogelberg, 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) zur Versorgungsqualität allergischer Kinder in Deutschland.

GPA: Wie gut ist die Versorgungsqualität allergischer Kinder?

Zurück zur genetischen Vorbelastung, ist für das Allergierisiko eines Kindes nur die Vorbelastung der Eltern relevant, oder bestehen auch Risiken, wenn die Großeltern Allergiker waren?

Das Risiko, Allergien zu entwickeln, kann auch eine Generation überspringen, von den Großeltern auf das Kind.
Allergien können jedoch auch bei Kindern auftreten, bei denen keine familiäre Belastung vorliegt. Das statistische Risiko ist für familiär belastete Kinder jedoch deutlich höher.

Der Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung der Luft und dem Entstehen allergischer Erkrankungen wird aktuell stark diskutiert. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus?

In Studien hat sich gezeigt, dass Feinstaub ein Kriterium ist, das sich insbesondere auf Atemwegsallergien auswirkt. Kinder, die an stark befahrenen Straßen leben, zeigen eher und stärkere Verläufe eines Asthma bronchiale, als andere Kinder. Außerdem beeinflusst die Feinstaubbelastung die Reaktion auf Pollenallergene.  
Allerdings sind diese Faktoren schwer zu kalkulieren, denn es spielen viele Faktoren eine Rolle, z.B. die Verkehrsbelastung oder das lokale Klima. In Studien konnte man jedoch deutliche Unterschiede zwischen Messpunkten an verkehrsbelasteten Straßen und Messpunkten, die nur wenige Straßenzüge weiter lagen, feststellen.

Welche Rolle spielt die Partikelgröße des Feinstaubs für die Entstehung von Allergien?

Sehr kleine Partikel gelangen deutlich tiefer in die Atemwege als grobpartikuläre Substanzen, was sie sehr gefährlich macht.

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