Fybromyalgie FMS Faser-Muskel-Schmerz

PD Dr. Winfried Häuser, Leiter des Schwerpunkts Psychosomatik am Klinikum Saarbrücken

Fibromyalgie Syndrom (FMS) – was heißt das für Betroffene?

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Therapie des Fibromyalgie Syndroms?

Die Datenlage zum Einfluss der Ernährung auf das Fibromyalgie Syndrom ist nicht valide genug, um eine eindeutige Empfehlung aussprechen zu können. Es gibt vage Hinweise, dass eine vegetarische Kost die Beschwerden bei manchen Patienten etwas lindern könnte. Patienten, die dies einmal ausprobieren möchten, sollten über ca. vier Wochen testen, ob sich die Beschwerden unter fleischloser Kost verbessern und nur dann die Diät fortsetzen.

Zum Zusammenhang zwischen Fibromyalgie und Glutensensitivität wurden kleinere Beobachtungsstudien veröffentlicht. Diese reichen jedoch nicht auch, um daraus eine generelle Empfehlung für glutenfreie Kost für Fibromyalgie-Patienten abzuleiten.

Gibt es weitere Maßnahmen, die Fibromyalgie-Patienten helfen könnten?

Unsere Umfrage unter 1.600 Fibromyalgie-Patienten hat ergeben, dass viele bei der Komplementärmedizin Hilfe suchen. Je nachdem berichten manche von einer Besserung der Symptome, während andere keinen Effekt bemerken.
Generell abraten würde ich von radikalen Diäten und extremen Therapien, die auf der Überdosierung sogenannter Antioxidantien, z.B. hohen Vitamin C und E-Dosen, beruhen.

Herr Privatdozent Häuser, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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