10. Deutscher Allergiekongress Köln

Kongresspräsident Priv.-Doz. Dr. Ernst Rietschel eröffnet den 10. Deutschen Allergiekongress 2015 in Köln

10. Deutscher Allergiekongress in Köln - gemeinsam gegen Allergien!

Gemeinsam gegen Allergien für mehr Toleranz“ lautete das Motto des diesjährigen Allergiekongresses, der vom 1. Bis 3. Oktober 2015 in Köln stattfand. Das Motto war Programm und Apell zugleich. „Die 10-jährige Erfolgsgeschichte des Deutschen Allergiekongresses zeigt, dass es sich für die drei allergologischen Fachgesellschaften gelohnt hat, ihre Kräfte zu bündeln und in einem gemeinsamen Kongress die Vorreiter der Allergieforschung zu präsentieren, betonte Priv.-Doz. Dr. Ernst Rietschel, Kongresspräsident und Leiter des Schwerpunktes Pädiatrische Pneumologie und Allergologie in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln in seiner Begrüßungsrede. Gleichwohl bedarf es weiterer Anstrengungen, damit durch eine enge Zusammenarbeit aller Interessengruppen die Zunahme allergologischer Erkrankungen langfristig reduziert und die Versorgung allergischer Patienten zukünftig auf hohem Niveau gewährleistet werden kann. Der Allergiekongress ist eine gemeinsame Veranstaltung des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AeDA), der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA).

Molekulare Allergiediagnostik – mehr Sicherheit für den Patienten!

Bei unklaren Ergebnissen von Hauttestungen, multiplen Allergien und Verdacht auf Kreuzreaktionen eröffnet die molekulare Allergiediagnostik neue Möglichkeiten. Insbesondere dann, wenn zusätzliche Sensibilisierungen auf PanallergenePolcalcine und Profiline – bestehen, ist die molekulare Allergiediagnostik weitaus exakter als eine extraktbasierte Diagnose. Die exaktere Diagnose sorgt zum einen für die richtige Auswahl des Allergenextraktes für eine spezifische Immuntherapie. Zum andere werden unnötige Behandlungen aufgrund falsch positiver Hauttestungen vermieden. Auch bei der molekularen Allergiediagnostik wird jedoch lediglich die Sensibilisierung gegen bestimmte Allergene angezeigt. Eine Sensibilisierung zeigt eine gewisse Allergiebereitschaft an, sie bedeutet jedoch nicht, dass auch tatsächlich eine Allergie vorliegt. Erst wenn klinisch relevante Symptome auftreten, spricht man von einer Allergie.

Die Spezifische Immuntherapie (SIT) – die Qualität steigt!  

Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch den Kölner Allergiekongress zog, war die spezifische Immuntherapie, kurz SIT genannt. Die SIT ist zurzeit die einzige Therapie, die bei vielen Allergien nicht nur die Allergiesymptome, sondern die Ursachen bekämpfen kann und hohe Erfolgsquoten aufweist. Durch die neue SIT-Leitlinie, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, rückten die für den Therapieerfolg wichtigen Qualitätskriterien der SIT noch stärker in den Fokus. Insbesondere im Hinblick auf die Allergenextrakte gibt die SIT-Leitlinie klare Kriterien zur Beurteilung von Studien zu Allergenpräparaten.

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