Düsseldorfer Allergietage 2015 Patiententag

Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Sprecher des UniversitätsAllergieZentrum (UAZ)

Düsseldorfer Allergietage: Was sollten Patienten über Allergien wissen?

Hausstaubmilbenallergie: Welche Therapien gibt es?

Zur Behandlung der Symptome der Hausstaubmilbenallergie stehen Antihistaminika und kortisonhaltige Nasensprays zur Verfügung.

Lassen sich die Symptome so nicht bekämpfen, ist eine Hyposensibilisierung oder Spezifische Immuntherapie möglich. Dabei wird das Immunsystem durch eine kontinuierliche Allergenexposition über drei bis fünf Jahre an das Allergen gewöhnt. So soll erreicht werden, dass es nicht mehr zu Symptomen kommt. Möglich ist die spezifische Immuntherapie zurzeit in Form von Spritzen. Im Laufe dieses Jahres rechnet man mit der Zulassung der Therapie in Form von Tabletten.

Urtikaria – Nesselsucht – harmlos aber lästig!

dr stephan meller hautklinik universitaetsklinik duesseldorfDr Stephan Meller, Hautklinik Universitätsklinik Düsseldorf„Die Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, wurde schon 1000 vor Christus erstmals beschrieben“ erläutert Dr. Stephan Meller, Universitätsklinikum Düsseldorf, zu Beginn seines Vortrags, „im Mittelalter galt sie sogar als Teufelswerk und Gottesstrafe  - mit schlimmen Folgen für die Betroffenen!“

Heute ist die Nesselsucht eine häufige Erkrankung  – 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind irgendwann in ihrem Leben davon betroffen. Die Nesselsucht ist nicht lebensbedrohlich, mindert jedoch die Lebensqualität ganz erheblich, denn Hautveränderungen und Juckreiz treten unvermittelt auf und machen den Betroffenen das Leben schwer. Neben der chronisch spontanen Urtikaria, die scheinbar ohne Ursache spontan auftritt, gibt es die chronisch induzierbare Urtikaria. Z.B. können Wärme, Kälte, körperliche Anstrengung und Licht Auslöser dieser Form der Nesselsucht sein.

Nesselsucht-Patienten fühlen sich oft weniger attraktiv, sind frustriert und scheuen in akuten Krankheitsphasen den Kontakt zu anderen Menschen. Zudem zeigen Befragungen, dass Urtikaria-Patienten einem hohen Leidensdruck ausgesetzt sind. Da hilft es wenig, dass die Urtikaria meist irgendwann von selbst wieder verschwindet – niemand kann sagen, wie lange dies dauern wird!


Urtikaria – neue Therapieoptionen geben Anlass zur Hoffnung!

Die Behandlung der chronisch spontanen Urtikaria erfolgt durch Antihistaminika, auch in höherer Dosierung. Für schwerere Fälle stehen die Wirkstoffe Cyclosporin A, Montekulast oder Omalizumab zur Verfügung, deren Wirksamkeit in Studien nachgewiesen wurde. Während Omalizumab, ursprünglich ein Asthma-Medikament, seit einiger Zeit zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria zugelassen ist, können Cyclosporin A und Montekulast nur off-label eingesetzt werden.

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