Regulatorische T-Zellen

Univ.-Prof. Dr. Tobias Bopp, Gruppenleiter am Institut für Immunologie der Universitätsmedizin Mainz

Allergien: Ist die Subpopulation regulatorischer T-Zellen ein Biomarker?

War es umgekehrt möglich, die regulatorischen T-Zellen auch wieder „einzuschalten“?

Im Moment können wir die regulatorischen T-Zellen zwar „abschalten“, nicht jedoch „einschalten“. Es wäre jedoch eine Überlegung, diese Moleküle, über die das „Abschalten“ erfolgt, durch Antikörper zu blockieren. Solche Antikörper stehen zurzeit aber noch nicht zur Verfügung und wir wissen auch noch nicht, wie wir dies medikamentös beeinflussen können.

Sie erwähnten, dass Ihre Erkenntnisse zu dieser Subpopulation regulatorischer T-Zellen nicht nur für Allergien gelten, sondern auch für andere Erkrankungen, welche?

Wir prüfen gerade, inwieweit unsere Erkenntnisse auch für Multiple Sklerose gelten und planen eine ähnliche Untersuchung für Psoriasis.

Zeitgleich untersuchen wir den Zusammenhang zwischen dieser Subpopulation regulatorischer T-Zellen und Tumor-Erkrankungen. Bei einer Tumorerkrankung geht man eigentlich von einer zu geringen Immunreaktion gegen den Tumor, d.h. das entartete Gewebe, aus. Man weiß aber, dass regulatorische T-Zellen den Tumor schützen können. In diesem Zusammenhang wäre es förderlich, wenn man die regulatorischen T-Zellen „abschalten“ und damit eine bessere Immunantwort gegen den Tumor zulassen könnte. Dies wäre dann im Vergleich zur Allergie der umgekehrte Effekt.

Ihr Ziel ist es innovative Therapien zu entwickeln, wie geht es weiter in der Forschung?

Nach den Untersuchungen am Mausmodell versuchen wir die gewonnen Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen, was bisher sehr gut gelungen ist. Unser Ziel ist es, den diagnostischen Marker weiter voranzubringen und vielleicht den „Einschalter“ zu finden.

Herr Prof. Bopp, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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