MeinAllergiePortal Hessische Gesundheitstage

Dr. Stengel und Dr. Schäfert beantworten Patientenfragen am MeinAllergiePortal-Stand bei den Hessischen Gesundheitstagen

MeinAllergiePortal: Patientensprechstunde bei den Hessischen Gesundheitstagen

Unter dem Motto „Patienten fragen, Experten antworten“ hatten die Besucher der Hessischen Gesundheitstage am 18. und 19. Juli die Gelegenheit, die Experten am Stand von MeinAllergiePortal intensiv zu befragen. Das Themenspektrum rund um "Allergien", das am Freitag von HNO-Ärzten des Zentrums für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden abgedeckt wurde, war breit gefächert. Von Allergien auf Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaaren über Nahrungsmittelallergien, Kreuzallergien und Behandlungsmöglichkeiten wie die spezifische Immuntherapie wurden wichtige Fragestellungen der Besucher abgedeckt.

Zum Thema "Magen-Darm-Störungen" standen am Samstag die Fachärzte für Innere Medizin von MAGDA – das Patientenforum für MAGen-DArm-Störungen der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) zur Verfügung. Hier lag der Schwerpunkt auf Themen wie Reizdarmsyndrom, Fruktosemalabsorption, Zöliakie und Laktoseintoleranz

Darüber hinaus hatten MAGDA, das Zentrum für Rhinologie und Allergologie, die Deutsche Haut und Allergiehilfe (DHA), der Deutsche Allergie- und Asthmabund (daab), die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst und das Nussallergie/Anaphylaxie Netzwerk umfangreiches Informationsmaterial für die Standbesucher zur Verfügung gestellt.

Heuschnupfen – die Risiken werden unterschätzt

Gerade im Bereich der Pollenallergien zeigte sich ein großer Informationsbedarf. Fragen wie: "Muss man einen Heuschnupfen behandeln, wenn man nur leichte Symptome hat?2 oder "Lohnt sich in meinem Alter noch eine spezifische Immuntherapie?" wurden am Freitag besonders häufig gestellt. "Heuschnupfen wird oft nicht ernst genommen" kommentierte dies Prof. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, "viele Menschen unterschätzen die Gefahr, dass aus einer unbehandelten Pollenallergie ein Pollenasthma entstehen kann!"

Intensive Gespräche – der Faktor "Sprechende Medizin"

zeit fuer die sprechende medizin mein allergie portalHNO-Ärztin Annette Sperl nimmt sich Zeit für Fragen am MeinAllergiePortal-Stand bei den Hessischen Gesundheitstagen"Endlich konnte ich einmal ausführlich mit einem Arzt über meine Beschwerden sprechen!" – das war eine typische Reaktion der Besucher des MeinAllergiePortal-Standes. Die Ärzte nahmen sich viel Zeit für die Besucher, erklärten ausführlich die Mechanismen, die den Erkrankungen zugrunde liegen und befragten die Ratsuchenden intensiv zu ihren Symptomen. "In einigen Fällen hat sich gezeigt, dass die Beschwerden gar nicht allergiebedingt waren, sondern durch einfache Maßnahmen unter Umständen leicht zu beheben sind" so Annette Sperl vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden.

Fruktosemalabsorption – häufig spät erkannt

Unverträgliche Reaktionen auf Fruktose sind ein häufiges Phänomen. "In einer sehr aktuellen Studie an 2.390 Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden haben wir bei 65 Prozent der Patienten eine Fruktosemalabsorption festgestellt" erklärte Dr. Miriam Stengel, Vorsitzende von MAGDA – das Patientenforum für MAGen-DArm-Störungen der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) und Ärztin an der Klinik für Innere Medizin am Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin in ihrem Vortrag. Dementsprechend oft berichteten Patienten im Rahmen der Sprechstunden am MeinAllergiePortal-Stand, dass sie jahrelang unter Beschwerden gelitten hatten, bevor festgestellt wurde, dass eine Unverträglichkeit von Fruktose vorlag. "Eigentlich ist das erstaunlich, denn es gibt zur Diagnose der Fruktosemalabsorption einen leicht anzuwendenden Test, den H2-Atemtest" so Dr. Stengel.

Reizdarmsyndrom – der biopsychosoziale Ansatz

dr schaefert zu laktoseintoleranzDr. Schäfert trägt zum Thema Laktoseintoleranz vor"Bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms ist es wichtig, sowohl körperliche, als auch psychosoziale Aspekte als auslösende oder aufrechterhaltende Faktoren zu berücksichtigen." betonte Dr. med. Rainer Schäfert, Oberarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der dortigen Reizdarm-Sprechstunde.

Eine wichtige Rolle spielt bei funktionellen Magen- und Darmbeschwerden die sogenannte Hirn-Darm-Achse zwischen "Kopfhirn" und "Bauchhirn". Gemeint ist damit die enge Verbindung zwischen dem zentralen Nervensystem (ZNS) und dem enteralen Nervensystem (ENS), die in bestimmten Fällen für eine gesteigerte Wahrnehmung von Sensationen aus dem Magen-Darm-Trakt (viszerale Hypersensitivität) sorgen kann. Mit Hilfe bestimmter Entspannungstechniken, z.B. der bauchgerichteten Hypnotherapie lässt sich hier oftmals eine Linderung der Beschwerden erzielen, ein Ansatz, der vielen Besuchern des MeinAllergiePortal-Standes bislang nicht bekannt war.

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