Allergiezentrum Schweiz Hilfe Allergien

Dr. Georg Schäppi, Geschäftsleiter von aha! Allergiezentrum Schweiz in Bern

Allergiezentrum Schweiz: Unbürokratische Hilfe bei Allergien & Intoleranzen

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von aha! Allergiezentrum Schweiz liegt auf der Zusammenarbeit mit Schulen. Sie bieten Anaphylaxie-Workshops für Lehrpersonen an. Wie werden diese genutzt?

Das Interesse der Schulen an unseren Anaphylaxie-Workshops ist groß, denn das Thema stellt die Schulen vor Herausforderungen. Die Frage, wie Schulen mit diesem Thema umgehen sollten, lässt sich nicht allgemein beantworten und wird sehr kontrovers diskutiert. Unter den Schulen findet man das gesamte Spektrum: Es gibt Schulen, welche die Verantwortung ablehnen, Kinder mit einer schweren Allergie aufzunehmen. Andere sagen: "Wir wollen auch Kinder mit schweren Allergien voll integrieren und sicher stellen, dass unsere Lehrpersonen damit umgehen können und die anderen Kinder entsprechend Rücksicht nehmen".

Inzwischen gibt es mehrere Schulen, die proaktiv einen Umgang mit der Thematik Anaphylaxie gesucht haben und allergische Kinder ausdrücklich willkommen heißen und entsprechend betreuen.

aha! Allergiezentrum Schweiz bearbeitet in den Anaphylaxie-Workshops mit den Schulleitungen und den Lehrpersonen die medizinischen, pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Aspekte, die im Umgang mit betroffenen Kindern wichtig sind. Es obliegt dann den Schulen zu entscheiden, wie dieses Wissen umgesetzt wird. Die Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz will aber ihren Beitrag im Sinne einer guten Information leisten, die die Basis für solche Entscheide ist.

Nahrungsmittelintoleranzen gehören nicht zu den Allergien, sie werden von aha! Allergiezentrum Schweiz aber auch abgedeckt…

Unser Schwerpunkt liegt auf den Allergien, die Intoleranzen waren ursprünglich nicht Teil unseres Konzepts. Mittlerweile nehmen die Intoleranzen aber viel Raum ein in unserer Beratungsleistung. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind die Auslöser von Intoleranzen ebenfalls gesetzlich geregelt. In der Schweiz und auch in der EU werden sie im gleichen Gesetz wie die Allergene berücksichtigt. Deshalb war es für uns naheliegend, die Intoleranzen in unsere Beratungsleistungen mit aufzunehmen. Auch die SAS zertifiziert z.B. vermehrt laktose- und glutenfreie Produkte, die den Qualitätskriterien entsprechen. Der zweite Grund dafür, dass die Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch Teil unseres Angebots sind, liegt in der großen Zahl von Anfragen, die wir über unser Beratungstelefon erhalten. Unser Beratungstelefon ist ein guter Indikator dafür, was die Betroffenen bewegt. Und wenn wir hier einen gewissen "Sog" feststellen, richten wir unser Angebot sehr schnell danach aus. Heute ist unser Informationsangebot zu Intoleranzen genau so breit aufgestellt, wie jenes zu Allergien.

Es gibt einen aha!award. Nach welchen Kriterien wird der Award vergeben und welche Ziele erreichen Sie damit?

Uns erscheint wichtig, das Thema Allergien und Intoleranzen in der öffentlichen Wahrnehmung stärker sichtbar zu machen. Darum wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf Menschen oder Gruppierungen lenken, die in ihrem Umfeld und im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas wirklich Wertvolles oder Bemerkenswertes für die von Allergien oder Intoleranzen betroffenen Menschen geleistet haben.

Zusammen mit Partnern haben wir vor einigen Jahren den aha!award ins Leben gerufen. Dabei war es uns wichtig, nicht Unternehmen oder Organisationen auszuzeichnen, sondern Privatpersonen oder –gruppierungen. Mit dem aha!award möchten wir, dass Menschen, die sich zum Thema Allergien und Unverträglichkeiten verdient gemacht haben, eine öffentliche Würdigung erfahren. Zum anderen wünschen wir uns, dass diese guten Beispiele eine Multiplikationswirkung entfalten und auch andere Menschen dazu motivieren, in ihrem eigenen Umfeld etwas zum Wohle der Betroffenen zu unternehmen. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen das Thema pragmatisch angehen - im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Herr Dr. Schäppi, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Die Website www.aha.ch bietet umfangreiche Informationen zu den Themen Allergien und Intoleranzen, zu Schulungen, Weiterbildungen und weiteren Angeboten! Die aha!infoline für persönliche Beratungen erreichen Sie unter: 0041 (0) 31 359 90 50, von Montag bis Freitag, 8.30-12.00 Uhr!

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